Referenz
Unser Beitrag zur Energiewende - Baugrunderkundung und geotechnische Expertise
Die TenneT TSO GmbH plant im Zuge des Netzausbaus den Neubau einer 380-kV-Höchstspannungsleitung mit 140 km Länge. Die Errichtung der Leitung erfolgt im Rahmen des Projekts „Ostniedersachsenleitung“ und soll die Übertragungskapazität innerhalb Niedersachsens erhöhen und die Stromflüsse auf den Nord-Süd Transportachsen gleichmäßiger verteilen.
Das Vorhaben beinhaltet unter anderem die Errichtung des Parallelneubaus einer 380-kV-Höchstspannungsleitung, die Umverlegung bzw. Ersatzneubau der 380-kV-Bestandsleitung sowie den partiellen Ersatzneu- und Umbau von 110-kV-Leitungen. Der Neubau beginnt im Abschnitt Süd am Umspannwerk Wahle und verläuft nach Norden bis zum neu zu errichtenden Umspannwerk Stadorf. Von dort aus schließt sich der Abschnitt Nord bis zur Elbe an.
Für das Projekt Ostniedersachsenleitung führen wir die Baugrundhauptuntersuchung mit Kernbohrungen und Drucksondierungen an insgesamt ca. 600 Maststandorten durch. Hinzu kommen ca. 130 Standorte von Schutzgerüsten und Mastprovisorien, für die der Baugrund mittels Kleinrammbohrungen und schweren Rammsondierungen erkundet wird. Für alle Standorte erstellen wir geotechnische Berichte, in denen die anstehenden Böden bewertet werden und eine Gründungsempfehlung ausgearbeitet wird. Außerdem werden an über 300 rückzubauenden Bestandsmasten der Oberboden und die Mastbeschichtung analysiert und die Ergebnisse in umwelttechnischen Gutachten zusammengefasst.
Aufgrund der enormen Größe der beiden Leitungsabschnitte, mit der hohen Zahl an Erkundungsstandorten, sowie der Erschwernis von Arbeiten im Nahbereich von Bestandsleitungen, bearbeiten wir das Projekt niederlassungsübergreifend im engen Austausch mit Mitarbeitern aus Hamburg, Hannover und Witten. Für die Ausführung der Kernbohrungen und Drucksondierungen bis maximal 35,0 m Tiefe sowie für den temporären
Wegebau haben wir unsere etablierten Nachunternehmer beauftragt. Dank wöchentlicher Jour Fixes werden alle Angelegenheit im Feld regelmäßig zusammen mit dem Auftraggeber besprochen und geplant. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kommunikation mit den Pächtern und Eigentümern der betroffenen Flächen.
Bei dem Projekt Ostniedersachsenleitung stellen die großflächigen Natura 2000 Schutzgebiete eine weitere Herausforderung dar. Insbesondere im Abschnitt Süd sind mit dem Naturschutzgebiet „Lüßwald“ im Landkreis Celle knapp 100 Maststandorte und einige Querungen mit den damit verbundenen Schutzgerüststandorten betroffen. Die für die Erkundung dieser Standorte notwendigen Rodungsmaßnahmen können erst nach dem Planfeststellungsbeschluss erfolgen, wodurch sich die Erkundungsphase des Projekts bis ins Jahr 2027 erstrecken wird.
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