Referenz

Drainagesäulen zur Ableitung von Schichtwasser

Beim Neubau des 681 m langen Cornberger Tunnels auf der DB-Strecke 3600 Bebra – Göttingen sind wir seit Januar 2025 baubegleitend zuständig für die Aufnahme der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse, die geotechnische und tunnelbautechnische Beratung, die Deklaration der Aushubmassen sowie die Überwachung des ca. 150 Jahre alten, weiterhin in Betrieb befindlichen Bestandstunnels.

Am östlichen Ende des Tunnels wurde 2015 ein großer, mit Versturzmassen gefüllter Erdfalltrichter erkundet. Die Planung sieht daraufhin vor, den neuen Tunnel zu verkürzen und den anschließenden Einschnitt mit überschnittenen Bohrpfahlwänden zu sichern. Im tiefliegenden hochdurchlässigen Plattendolomit steht der Wasserspiegel unterhalb der geplanten Einschnittsohle an, in den darüber liegenden Oberen Letten und im Bröckelschiefer ist mit Schichtwasser zu rechnen. Damit die Umschließung nicht auf Wasserdruck bemessen werden muss, wurden gemäß unserem Vorschlag längs hinter den Bohrpfahlwänden im Abstand von jeweils ca. 4 m Drainagesäulen vorgesehen, welche dauerhaft hangseitig zulaufendes Schichtwasser aufnehmen und nach unten in den Plattendolomit ableiten. In gleicher Weise wurde auch die Planung für das Westportal aufgestellt. Die Drainagesäulen sind mit dem Bohrpfahlgerät hergestellt worden und haben einen Durchmesser von 1,20 m. Eingebaut wurde Filterkies 2–4 mm umschlossen von einem Trennvlies. Damit bauzeitlich der Wasserspiegel gemessen und mittels Pumpen abgesenkt werden kann, sind Filterrohre DN 200 in die Drainagesäulen eingestellt worden. Nach Aushub der Voreinschnitte werden die Drainagesäulen abschließend horizontal angebohrt und an die Bahnseitenentwässerung angeschlossen.

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