Dr. Spang
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DR. SPANG INGENIEURGESELLSCHAFT
FÜR BAUWESEN, GEOLOGIE
UND UMWELTTECHNIK MBH

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aus den Jahren 2010 - 2016

Dr. Spang GmbH

Jahresbrief 2016

Kurz vor dem Jahreswechsel wollen wir noch einmal die Tage des Kalenders zurückblättern und mit Ihnen das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Unser Rückblick richtet sich wieder auf ein ereignis- und abwechslungsreiches Jahr 2016 mit mehr Projekten und Aufgaben als je zuvor, welche wir mit einem weiter gewachsenen, starken Team bewältigt haben. Inzwischen kümmern sich bundesweit mehr als 130 Mitarbeiter um die Belange unserer Kunden. Für das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen in unsere Kompetenz und Leistungsfähigkeit, die Sie für Ihre Projekte in Anspruch genommen haben, wollen wir uns daher gleich zu Beginn unseres Rückblicks bedanken.

Trotz des weiter gewachsenen Teams an qualifizierten und engagierten Mitarbeitern konnten wir im vergangenen Jahr nicht jeden Terminwunsch erfüllen. Hier hat uns auch die von uns durchgeführte Kundenzufriedenheitsanalyse entsprechende Hinweise gegeben. Insbesondere in der 2. Jahreshälfte haben wir aber eine Fülle von unternehmerischen Maßnahmen eingeleitet, die uns wieder in die Lage versetzen, schneller und mit höherer Kapazität auf Terminvorgaben reagieren zu können.

Mit dem Prädikat „QM-zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015“ dürfen wir uns seit Juni dieses Jahres offiziell präsentieren. Im Rahmen der Zertifizierung wurde unser seit Jahren vorhandenes QM-System erweitert und den Anforderungen der aktuellen Norm aus dem Jahr 2015 angepasst. Die jetzt regelmäßig stattfindenden internen und externen Audits helfen uns dabei die gewohnte Qualität und das uns eigene inhaltliche und formale Erscheinungsbild im ganzen Unternehmen zu garantieren - es unterstützt uns zum Beispiel aber auch bei der gezielten Weiterqualifikation unserer Mitarbeiter. Wir sind sehr zufrieden damit, diesen Schritt der Zertifizierung nach langen Jahren umgesetzt zu haben.

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Projekte unter Leitung der Zentrale in Witten

Die zertifizierte Qualität dürfen wir seit September 2016 zum Beispiel bei der Baugrundbeurteilung und geotechnischen Beratung für den ca. 15 km langen Planfeststellungsabschnitt 7.1 der ABS/NBS Karlsruhe – Basel in der Phase der Entwurfs- und Genehmigungsplanung einbringen. Das Kernstück der Neubaumaßnahme bildet der mit einer Länge von ca. 7 km vorgesehene Offenburger Tunnel, welcher in den stark wasserführenden quartären Kiesablagerungen des Rheintals größtenteils in bergmännischer Bauweise errichtet werden soll.

Im Januar 2016 begann beim DB-Projekt „Erneuerung Pforzheimer Tunnel“ der Vortrieb des in Parallellage zum Bestandstunnel herzustellenden 907 m langen Neubautunnels. Neben der Gutachterleistung im Durchlaufbetrieb mit zwei Geologen vor Ort sind wir in die Ausführungsplanung eingebunden und führen für den AG eine Vorprüfung im Hinblick auf geotechnische und tunnelbautechnische Aspekte durch. Nach anfänglichem Einsatz einer Teilschnittmaschine wurde im Juli 2016 auf einen Sprengvortrieb umgestellt. Seitdem beraten wir unseren Auftraggeber auch in sprengtechnischen Fragen.

Das Brückenprogramm der Deutschen Bahn läuft weiter auf Hochtouren. Allein für das Regionalnetz NRW führen wir im Auftrag der DB Netz AG unter Hochdruck die Baugrunderkundung und Gründungsberatung für 15 Brückenbauwerke durch, in Baden-Württemberg für weitere 14 Brückenbauwerke, in unserer noch jungen Niederlassung in Frankfurt waren es dieses Jahr schon 5 große Brücken. Wie gewohnt muss bei fast allen Brücken der Neubau unter dem rollenden Rad erfolgen, was hohe Anforderungen an die Bauzustände stellt.

Im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Hameln, führen wir die Baugrunderkundung für den Neubau der Ortsumgehung Eschershausen im Rahmen der B 240 durch. Für die etwa 5,8 km lange Strecke im schwach hügeligen Weserbergland müssen geo-technische Gutachten für Einschnitte und Dämme sowie für verschiedene Brückenbauwerke und Regenrückhaltebecken erstellt werden.

Im Zuge der Gesamtinstandsetzung der BAB A3 sind wir damit beauftragt, einen Abschnitt zwischen Lohmar und dem Autobahnkreuz Siegburg-Bonn geotechnisch zu beurteilen. Der ca. 6,25 km lange, 6-spurige Autobahnabschnitt umfasst 6 Brückenbauwerke, diverse Verkehrszeichenträger sowie einige Lärmschutzwände und kombinierte Lärmschutzwälle mit Lärmschutzwänden.

Im Leitungsbau haben wir für den Erdgasversorger Open Grid Europe GmbH wiederum zahlreiche kleinere, aber komplexe Projekte für unterschiedlichste geotechnische Fragestellungen bearbeitet – viel auch im bestehenden Leitungsnetz. Für die geplante ca. 80 km lange Ferngasleitung DN 1000 Schwandorf - Forchheim in geotechnisch anspruchsvollem Untergrund führen wir z.Zt. die geotechnische Fachbauleitung durch. Für die geplanten überregionalen Stromnetze haben wir u.a. für Tennet und 50Hertz geotechnische Fragestellungen bearbeitet, zum Jahresende haben wir hier auch einen Großauftrag erhalten, über den wir uns sehr freuen.

Für den Korrosionsschutz von Ferngasleitungen hat die Open Grid Europe im vergangenen Jahr an mehreren Stellen im Ruhrgebiet Anodentiefbohrungen bis etwa 160 m Tiefe abgeteuft. Aufgrund der intensiven bergbaulichen Nutzung des Untergrundes wurde seitens der Bergbehörde eine Begleitung der Bohrungen durch einen Sachverständigen gefordert. Im Rahmen dieser Tätigkeit wurden Grubenbildeinsichtnahmen bei den Grubenfeldeigentümern sowie der Bezirksregierung durchgeführt und Stellungnahmen zu erwartenden Verhältnissen abgegeben. Darüber hinaus wurden die Bohrarbeiten vor Ort fachtechnisch betreut.

Die Stadtwerke Essen beauftragten uns in diesem Jahr für diverse Kanalbauprojekte. Im Rahmen dieser Projekte waren neben den Angaben zur Baugrundschichtung auch Untersuchungen auf umweltrelevante Schadstoffe im Boden sowie Berechnungen zur bauzeitlichen Wasserhaltung durchzuführen. Darüber hinaus wurden Angaben zur Herstellung in offener Bauweise, im Rohr- bzw. Stollenvortrieb sowie mit Hilfe von Berstlining- und Pipe-Eating-Verfahren gefordert. Im Zuge der weiteren Bearbeitung wurden wir zudem mit der Aufstellung von Arbeitssicherheitsplänen, der Tragwerksplanung für Schachtbauwerke und der Bemessung von Baugrubenverbauen beauftragt. Zu nennen sind verschiedene polygonale Baugruben zur Kanalerneuerung, nach innen abgesteifte Baugruben für Regenklärbecken und kreisrunde Schächte mit Spritzbetonsicherung.

Im Rahmen der Erweiterung der Kläranlange Schermbeck werden von der Emschergenossenschaft 2 neue, kreisrunde Nachklärbecken mit Durchmessern von jeweils etwa 20 m in einer gemeinsamen Baugrube errichtet. Das hoch anstehende Grundwasser erfordert eine dauerhafte Grundwasserabsenkung nahezu während der gesamten Bauzeit der Nachklärbecken. Nach der Erstellung des Baugrundgutachtens und der Gründungsberatung wurden wir mit der geotechnischen Beratung während der Bauzeit beauftragt.

Vom Niersverband wurden wir damit beauftragt, eine Fläche für eine Erweiterung des GKW Neuwerk geotechnisch zu untersuchen und zu bewerten. Zu beachten sind dabei die tief reichenden Baukörper der Vorklärung und das hoch anstehende Grundwasser mit einem vergleichsweise hoch durchlässigen Grundwasserleiter. Daher gehörte zum geotechnischen Untersuchungsumfang auch die Planung und Ausführung eines Leistungspumpversuchs über 48 h.

Der Ruhrverband plant in NRW als Pilotprojekt einen Fischaufzug am Stauwehr des Baldeneysees in beengter Lage des Bestands, für den wir die Baugrunduntersuchungen, einschließlich Bohrungen vom Ponton im Unterwasser des Wehres ausführen durften. In Finnentrop saniert der Ruhrverband seine Wasserkraftanlage Lenhausen. Dies schließt auch den Obergraben mit ein, der die Anlage mit Wasser aus der Lenne versorgt. Mit der Untersuchung der Dämme des Obergrabens und der Ausarbeitung von Sanierungsempfehlungen im Hinblick auf den Dammaufbau, die Dammgeometrie und den Wühltierbefall wurden wir beauftragt.

Im Rahmen der geplanten Sanierung von 4 Deichabschnitten zwischen Duisburg-Baerl und Orsoy waren umfangreiche geotechnische Feld- und Laboruntersuchungen für ca. 5 km Rheindeich durchzuführen. Als Ergebnis wurden Standsicherheitsuntersuchungen mit Empfehlungen zur Sanierungsreihenfolge der Deichabschnitte ausgearbeitet. Der Banndeich in der Ortslage Baerl wurde durch Ausspülungen, vermutlich verursacht durch ein defektes Leitungsventil, beschädigt. Zur Schadensbehebung wurde die gesamte Trasse der Leitung, die den Deich senkrecht quert, abschnittsweise freigelegt und saniert. Die Sanierung wurde von uns fachtechnisch begleitet und bewertet.

Auf der ca. 33.000 m² großen Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs Lierenfeld an der Mindener Straße in Düsseldorf-Oberbilk überwachten wir den Restabbruch und die vorbereitende Baureifmachung der Bahnbrache. Weiterhin waren wir hier für die umwelttechnische Bauüberwachung zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Deklaration, Verwertung bzw. Deponierung der im Zuge der Arbeiten anfallenden Materialien, sowie die Dokumentation des Sanierungserfolgs gemäß BBodSchV bzw. BBodSchG im Bereich vorhandener Altlastenverdachtsflächen sowie im Hinblick auf die geplante Folgenutzung zuständig.

In Hemer erfolgte die Sanierung von zwei mit Kieselrot belasteten Sportplätzen. Neben der Umweltkoordination waren wir mit der Erstellung von Leistungsverzeichnissen, von Sicherheits- und Gesundheitsschutzplänen, von Arbeits- und Sicherheitsplänen nach TRGS 524 / DGUV Regel 101-004 (ehem. BGR 128) sowie mit der Überwachung des ordnungsgemäßen Arbeitsablaufs betraut.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW plant in Bielstein Oberbantenberg eine Neugestaltung der Einmündung der L 321 in die L 336. Zur Realisierung der Straßentrasse sind aufgrund der vorhandenen bzw. geplanten Geländetopographie umfangreiche Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Wir wurden mit der Planung und der Ausschreibung dieser Sicherung beauftragt.

Mit der Sicherung des Eingangsportals der touristisch attraktiven Besuchergrotte „Fluveelengrot“ in Valkenburg (Niederlande) wurden wir durch GeoHazards beauftragt. Im direkten Umfeld dieser Grotte befindet sich die Ruine Valkenburg. Zwischen der Grotte und der Burg verläuft ein Besucherweg, der aufgrund der Steinschlaggefahren aus den Mergelwänden voll gesperrt wurde. Nach dem Einsatz von Einzelankern, von Übernetzungen von Teilflächen sowie von Spannseilumgurtungen wurden Grotte und Weg für die Besucher wieder freigegeben. Ebenso können die touristisch stark frequentierten Wanderwege im Bereich des Hengsteysees nach langer Vollsperrung wegen akuter Steinschlaggefahr im Frühjahr 2017 wiedereröffnet werden, wenn die von uns geplante und begleitete Herstellung der Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen sein werden.

Bis Ende Februar 2017 werden auch alle Arbeiten zur Sicherung an den 7 Felsböschungen an der DB-Strecke 2810 abgeschlossen sein. Bereits im Jahr 2014 beauftragte uns die DB AG mit den ersten geotechnischen Begutachtungen der Steinschlag- und Felssturzrisiken. Zur Sicherung der Felsböschungen wurden Steinschlagschutzzäune in Kombination mit Schutznetzen ausgeführt. Einzelrisiken werden über Felsnägel bzw. Spritzbetonplomben gesichert.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Esslingen

Die zertifizierte Qualität dürfen wir seit September 2016 zum Beispiel bei der Baugrundbeurteilung und geotechnischen Beratung für den ca. 15 km langen Planfeststellungsabschnitt 7.1 der ABS/NBS Karlsruhe – Basel in der Phase der Entwurfs- und Genehmigungsplanung einbringen. Das Kernstück der Neubaumaßnahme bildet der mit einer Länge von ca. 7 km vorgesehene Offenburger Tunnel, welcher in den stark wasserführenden quartären Kiesablagerungen des Rheintals größtenteils in bergmännischer Bauweise errichtet werden soll.

Im Januar 2016 begann beim DB-Projekt „Erneuerung Pforzheimer Tunnel“ der Vortrieb des in Parallellage zum Bestandstunnel herzustellenden 907 m langen Neubautunnels. Neben der Gutachterleistung im Durchlaufbetrieb mit zwei Geologen vor Ort sind wir in die Ausführungsplanung eingebunden und führen für den AG eine Vorprüfung im Hinblick auf geotechnische und tunnelbautechnische Aspekte durch. Nach anfänglichem Einsatz einer Teilschnittmaschine wurde im Juli 2016 auf einen Sprengvortrieb umgestellt. Seitdem beraten wir unseren Auftraggeber auch in sprengtechnischen Fragen.

Von der DB Netz AG in Stuttgart und Karlsruhe wurden wir mit Baugrundgutachten für 14 Eisenbahnüberführungen und 13 Durchlässe beauftragen. Hervorzuheben ist daraus das Würmtalviadukt in Ehningen bei Böblingen, eine 3-Feldbrücke mit insgesamt ca. 90 m Länge, welche die 2-gleisige Bahnlinie über den Fluss Würm und 2 Straßen überführt. Die ältesten Bauteile der Brücke wurden 1920 erstellt. Unsere Untersuchungen sollen klären, ob eine Sanierung des Bauwerks möglich ist oder eine Neuplanung erfolgen muss. Dazu haben wir Bohrkerne aus Widerlagern und Pfeilern entnommen und die Druckfestigkeit im Labor überprüft. Zur Baugrunderkundung wurden Kernbohrungen, Sondierungen und Baggerschürfe durchgeführt. Derzeit erfolgt durch uns eine Nachrechnung der Gründung mit den derzeitigen und den geplanten Lasten nach einer Sanierung.

In der Stadt Esslingen und Umgebung haben wir für mehrere private Wohn- und Gewerbeprojekte die Gründungsgutachten erstellt. Bei den Bahnsteigerneuerungen am Bahnhof sind wir für die DB Station & Service AG baubegleitend als Gutachter für Altlasten und Baugrund tätig. Die zugehörigen Gutachten haben wir schon vor einigen Jahren erstellt. Das Landratsamt Esslingen haben wir bei mehreren Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis hinsichtlich Baugrund und Altlasten beraten. Für den geplanten Neubau der Sporthalle in Esslingen-Zell haben wir 3 mögliche Standorte untersucht und hinsichtlich der Gründungsverhältnisse vergleichend bewertet. Auch für die neue Albert-Schäffle-Schule in Nürtingen haben wir die Baugrunderkundung durchgeführt.

Das Tiefbauamt der Stadt Esslingen plant im Gebiet Hammerschmiede den Ersatzneubau eines Kanales DN 2000 als Rohrvortrieb. Nach der vorliegenden Planung beträgt die Vortriebslänge ca. 220 m, die Überdeckung liegt zwischen 0,5 m und 10,7 m. Die Trasse verläuft teils unterhalb der L 1192, Aufstiegsstraße Berkheim, einer der Hauptverkehrsachsen in Esslingen und Autobahnzubringer. Zur Erkundung musste die Straße teilweise gesperrt werden. Startbaugrube und Trasse liegen in einem Wasserschutzgebiet. Neben Erkundung und Trassengutachten führen wir auch Standsicherheitsuntersuchungen für die Straßenböschung der L1192 durch.

Nicht nur Outlet-Kunden auf dem Weg nach Metzingen kennen die enge und kurvige Ortsdurchfahrt von Grafenberg. Das Regierungspräsidium Tübingen plant dort den Bau der Ortsumgehung Grafenberg im Zuge der Bundesstraße B 313 mit 1.656 m Länge. Geplant sind Einschnitte im anstehenden Opalinuston bis ca. 5 m Tiefe und Dammlagen bis ca. 10 m Höhe. Die Trasse verläuft teilweise am Fuß einer ehemaligen Deponie, deren Einfluss auf die Baumaßnahme wir mit untersuchen. Unsere Felduntersuchungen sind abgeschlossen, derzeit werden das Trassengutachten und Gründungsgutachten für einen Fußgängersteg und eine Unterführung erstellt.

Schon von 14 Jahren haben wir die ersten Baugrunduntersuchungen für die Streckenertüchtigung der 17 km langen Schönbuchbahn zwischen Böblingen und Dettenhausen durchgeführt. Die Erfolgsgeschichte der Strecke soll durch eine engere Zugfolge und eine Elektrifizierung weitergeführt werden. Für den Zweckverband haben wir im Frühjahr und Sommer etwa 400 Sondierungen entlang der Strecke durchgeführt. Für die Oberleitungsmaste, Neu- und Umbauten von Haltepunkten und eine geplante Bindemittelstabilisierung des Streckenunterbaus haben wir die entsprechenden Baugrundgutachten erarbeitet.

Beim Beweissicherungsverfahren für das Bahnprojekt Stuttgart 21 sind die Erstaufnahmen der Gebäude in den meisten Planfeststellungsabschnitten abgeschlossen. Baubegleitend führen wir nun bei entsprechenden Bauarbeiten auch Erschütterungsmessungen durch. Im kommenden Jahr stehen die Gebäude im PFA 1.3 mit Flughafen und Messe Stuttgart zur Aufnahme an.

Als Sachverständige für Geotechnik beschäftigt uns das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm derzeit vor allem im Neckartal bei der Planung und Herstellung der Baugruben der aus der Stuttgarter Innenstadt wieder zu Tage tretenden Tunnelbauwerke, in Feuerbach bei der Begleitung der Verfahren zur Bodenverbesserung nahe des Bahnhofs und auf den Fildern bei der Beratung für den Bau der Neubaustrecke entlang der Autobahn A8 nach Ulm. Neben der geotechnischen Beratung bei Planung und Ausführung führen wir hier Verdichtungsprüfungen aus, begleiten Ankerprüfungen und Pfahlbohrarbeiten. Auch 2016 haben wir darüber hinaus den Bauherrn mit Planungsleistungen für Tiefgründungen entlang der Gleise unterstützt.

Für die HDI Global SE Versicherungsgesellschaft haben wir 2 Schadensgutachten erstellt, bei denen es um Gebäudeschäden infolge Tunnelbau ging. Zu klären war einerseits, ob der Tunnelbau ursächlich für die Schäden war, andererseits sollten die Sanierungskosten ermittelt werden. In einem Fall konnte ein Einfluss des Tunnelbaus ausgeschlossen werden.

An der Steinenkircher Steige zwischen Geislingen und Böhmenkirch führten wir für das Regierungspräsidium Stuttgart bereits 2014 nach wiederholten Stein- und Blockschlägen eine geotechnische Begutachtung der Felsklippen mit bergsteigerischer Begehung durch. Dabei wurden mehrere Bereiche mit hohem Gefährdungspotential ausgemacht und entsprechende Sicherungsmittel empfohlen. Dieses Jahr erfolgte durch das RPS eine Sanierung der Straße, in deren Anschluss die Felssicherung ausgeführt werden sollte. Während der Straßensanierung kam es zu einem erneuten Blockschlag mit mehreren Kubikmetern Felsmasse aus einem von uns markierten, noch nicht gesicherten Bereich. Dieser wurde durch von uns empfohlene Sofortmaßnahmen gesichert.

In der Oberpfalz bei Hirschau plant die Gebrüder Dorfner GmbH & Co. KG die Erweiterung des Kaolin- und Quarzsandtagebaus. Zur Maximierung der gewinnbaren Mineralreserven soll die Böschungsgeometrie unter Gewährleistung der Standsicherheit optimiert werden. Besonders zu beachten war hierbei ein gestörter Bereich innerhalb der bis zu 60 m hohen und 70° steilen Nordböschung, in dem aufgrund von Ausbrüchen seit Mitte 2015 kein weiterer Abbau stattgefunden hatte. Aufgrund der komplexen Geometrie des Störungsbereiches, welcher schief durch die Nordböschung streicht, führten wir 3-dimensionale Finite Element Berechnungen mit vorgeschalteten Grundwasser-Strömungsberechnungen durch. Dadurch konnten die Baugrundkennwerte anhand der erfolgten Ausbrüche rückgerechnet, Sicherungsmaßnahmen empfohlen und der weitere Abbau optimiert werden.

Für die Hermann-Hesse-Bahn haben wir, ergänzend zu weiteren Baugrundgutachten für Brücken und Bahnsteige, die Sicherung der im Stadtgebiet von Calw befindlichen Einschnitte zum Nagoldtal geplant. Hier beschäftigt uns der Tunnelbau bei der Sanierungsplanung der beiden ca. 600 m langen Bestandstunnel Forst und Hirsau als auch die Erstellung der Ausschreibung für den geplanten Neubautunnel bei Ostelsheim.

Zum weiteren Ausbau der Niederlassung wird im Januar Herr Dipl.-Geol. Peter Kordeuter zu uns stoßen. Mit über 27 Jahren Berufserfahrung im Baugrund- und Altlastenbereich im Raum Stuttgart verstärkt er unser Team in Esslingen und kümmert sich um Gutachten und Qualitätssicherung.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Frankfurt

Die zertifizierte Qualität dürfen wir seit September 2016 zum Beispiel bei der Baugrundbeurteilung und geotechnischen Beratung für den ca. 15 km langen Planfeststellungsabschnitt 7.1 der ABS/NBS Karlsruhe – Basel in der Phase der Entwurfs- und Genehmigungsplanung einbringen. Das Kernstück der Neubaumaßnahme bildet der mit einer Länge von ca. 7 km vorgesehene Offenburger Tunnel, welcher in den stark wasserführenden quartären Kiesablagerungen des Rheintals größtenteils in bergmännischer Bauweise errichtet werden soll.

Im Januar 2016 begann beim DB-Projekt „Erneuerung Pforzheimer Tunnel“ der Vortrieb des in Parallellage zum Bestandstunnel herzustellenden 907 m langen Neubautunnels. Neben der Gutachterleistung im Durchlaufbetrieb mit zwei Geologen vor Ort sind wir in die Ausführungsplanung eingebunden und führen für den AG eine Vorprüfung im Hinblick auf geotechnische und tunnelbautechnische Aspekte durch. Nach anfänglichem Einsatz einer Teilschnittmaschine wurde im Juli 2016 auf einen Sprengvortrieb umgestellt. Seitdem beraten wir unseren Auftraggeber auch in sprengtechnischen Fragen.

Für die Deutsche Bahn AG sind wir für zahlreiche Neubau- und Erneuerungsvorhaben in verschiedenen Streckenabschnitten tätig. Für Brücken- und Durchlassbauwerke, ESTW-Modulgebäude, Signale und Signalausleger, waren meist Baugrunduntersuchungen durchzuführen und die entsprechenden Baugrund- und Gründungsgutachten zu erarbeiten. Auch den Bereich der Bausubstanzerkundung und der umwelttechnischen Untersuchung decken wir dabei ab. In der Bauausführung war bei einigen Lärmschutzwänden und Brückenbauwerken eine Begleitung erforderlich, wobei zumeist die Abnahme der Baugrubensohlen von Flachgründungen bzw. die Begleitung des Einbaus bei Rammrohrgründungen, teilweise in Nachtarbeit, erforderlich war.

Die von uns bisher für Hessen Mobil durchgeführten Untersuchungen am zukünftigen Autobahnanschluss der BAB A5 an die A49 (Ohmtaldreieck) zur geotechnischen Untersuchung eines Rutschhanges werden inzwischen im Auftrag der DEGES weitergeführt. Im Zuge der weiteren Planung wurde der Auftrag erweitert und umfasst nun auch noch die Erkundung von fünf Standorten von Brücken- und Dammbauwerken sowie Regenrückhaltebecken. Die Erkundungsarbeiten wurden dieses Jahr geplant und ausgeschrieben, die Ausführung ist im Frühjahr 2017 vorgesehen.

Im Steinschlagschutz sind wir aktuell für Hessen Mobil in der Planung von Sicherungsmaßnahmen tätig. Nach einer bereits ausgeführten Sicherung eines gefährdeten Bereiches an der B80 bei Vaake sind wir inzwischen auch an der B83 bei Bad Karlshafen an der Weser mit der Planung für die Sicherung eines Steilhanges tätig. Die Entwurfsplanung wurde abgeschlossen und zwischenzeitlich läuft eine Beräumung und Vorabsicherung der teilweise stark gefährdeten Bereiche. Auch für die DB waren wir im Bereich Steinschlagschutz tätig und haben im benachbarten Bundesland Thüringen in Hockeroda die fachtechnische Begleitung bei der Ausführung einer Sicherung durchgeführt. Weiterhin haben einige unserer Mitarbeiter an einer zweitägigen Fortbildung zum Thema persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) in Garmisch-Partenkirchen teilgenommen, bei der die sichere Handhabung der Geräte für die bergsteigerische Untersuchung von Felsböschungen sowie die Bauüberwachung von Felsbaumaßnahmen trainiert.

Für die Erweiterung und den Neubau der Verdichterstation Herbstein stellen wir für Open Grid Europe die geotechnische Baubegleitung. Dabei waren bislang unter anderem witterungs- und materialbedingt eine Bodenverbesserung mit Steinfräse und Mischbinder, die Abnahme zahlreicher Gründungssohlen und Bodenaustauschmaßnahmen sowie die Erstellung der Statik für Böschungen und Baugrubenverbau erforderlich. Im Bereich Leitungsbau führen wir für die Gasunion für eine Querung des Mains mit dem HDD-Verfahren die bodenkundliche Baubegleitung durch und überwachen die Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss. Aufgrund der angetroffenen Böden war im Bereich der Start- und Zielbaugruben ein Bodenaustausch erforderlich, für den wir die statischen Berechnungen für den Verbau erstellt haben.

Im Infrastrukturbereich planen und begleiten wir am Rhein an der B42 zwischen Assmannshausen und Lorch umfangreiche Erkundungsarbeiten für die Erweiterung der Bundesstraße um einen Fuß- und Radweg. Aufgrund der eingeengten Lage zwischen dem Rhein und einer Bahnstrecke sind für die erforderliche Verbreiterung Stützwände und Kragarmkonstruktionen mit Tiefgründungen erforderlich, für die wir auf Basis der Erkundungsergebnisse die geotechnischen Berichte erstellen.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Freiberg

Im Jahre 2016 wurde die entscheidende Phase im Neubau der Aurachtalbrücke in Emskirchen (Franken) durch unseren Niederlassungsleiter, Herrn Lutz Diener, in seiner Funktion als EBA Sachverständiger geotechnisch betreut. Ein über 20 m hoher Neubaudamm wurde dabei schleifend an einen sehr locker gelagerten, instabilen Bestandsdamm gleicher Höhe unter vollem Bahnbetrieb angebaut. Dabei wurden neben ca. 70 m langen Horizontalinklinometern in der Dammaufstandsfläche und 2 jeweils ca. 100 m langen Ketteninklinometern parallel zu einer ICE-Strecke die baubedingt eintretenden Verformungen am Bestand mit einer Dauerüberwachung 24 h am Tag kontrolliert. Die insgesamt mit einem Gesamtbetrag von über 80 mm im Bereich des Bestandsdammes zu verzeichnenden Setzungen konnten durch Eingriffe in den Bauablauf gesteuert werden und Ausgleichsmaßnahmen jeweils rechtzeitig ergriffen werden. Es ist zu keinem Zeitpunkt zu außerplanmäßigen Streckensperrungen gekommen.

Als anspruchsvolle Baugrunduntersuchung wurde 2016 die Untersuchung des neuen Grundablasses für das Speicherbecken in Borna umgesetzt. Hier ist vorgesehen, in reinen Kippenböden mit einer Schütthöhe bis zu 84 m eine neue Grundleitung in einem bis zu ca. 18 m tiefen Einschnitt zu verlegen. Der Einbau soll in offener Bauweise erfolgen. Dazu sind Vorgaben für HDI-Arbeiten, die Herstellung von Bohrpfählen und die Rückverankerung in den Kippenböden notwendig. Neben der Auswertung vorhandener Unterlagen wurden ergänzende Baugrunduntersuchungen und Pfahlprobebelastungen ausgeführt.

Für die LTV haben wir in Olbernhau für 3 Bauabschnitte zur Umsetzungen von Hochwasserschutzmaßnahmen an der Flöha die Beweissicherung am Gebäudebestand und den Verkehrsflächen ausgeführt und zusätzlich umfangreiche Erschütterungsmessungen baubegleitend umgesetzt. Es wurden auf Grund der Vorschädigung der Gebäude zusätzliche Rissbeobachtungen erforderlich. An 2 Gebäuden wurden aktive Sicherungsmaßnahmen notwendigen. Die baubegleitende Bewertung der Gebäude und die Beratung des Bauherrn gehört zu unseren Aufgaben.

Gefreut hat uns, dass wir im Jahr 2016 wieder für das WSA Magdeburg im Rahmen der Reaktivierung und Instandsetzung der 1937 errichteten Schleusenbrücken Calbe und Alsleben mit geotechnischer Beratung zu neuen Normen und u.a. zu den Baubehelfen aktiv werden konnten. 2017 werden wir unsere Kompetenz ebenfalls an der Schleusenbrücke Bernburg, einer als Ersatzneubau geplanten Hubbrücke, unter Beweis stellen können. Für die Hentschke Bau GmbH wurde die Absicherung von 14 Kranstandorten von Kränen mit bis zu 500 t Traglast in risikobehafteten Baubereichen der Lautertalbrücke in Kaiserslautern umgesetzt. Dabei wurde jeder Pratzenstandort auf Hohlräume untersucht und örtlich angepasste Sicherungsmaßnahmen zur Gewährleistung der Grundbruchsicherheit erarbeitet.

In unseren klassischen Tätigkeitsfeldern haben wir in diesem Jahr Altlastenuntersuchungen z. B. für die LTV, Betrieb Freiberger Mulde/ Zschopau, für die bautechnische Umsetzung der Abrissarbeiten der ehemaligen Stallanlage in Weißenborn und die Vorbereitung von Abrissarbeiten an der Stallanlage in Heidersdorf vorgenommen. Beide Projekte sollen als Ausgleichmaßnahmen für den Bau von Hochwasserrückhaltebecken im Erzgebirge genutzt werden.

Die Felssicherung an der Feldwebel Anton-Schmid-Kaserne in Blankenburg ist seit 2016 in der Umsetzung, der erste Bauabschnitt wurde begonnen. Für die bautechnische Umsetzung der Felssicherung an der B80 bei Vaake an der Weser wurden die technischen Planungsarbeiten in Freiberg erstellt.

In der Abteilung Umweltplanung wurden u. a. naturschutzfachliche Unterlagen für die Erneuerung einer Ufersicherung, die Sicherung einer Stollenanlage aus dem 2. Weltkrieg, die Erneuerung von Bahnüberführungen und die Sanierung einer Altdeponie erstellt. Zum anderen wurde das Spektrum der durchgeführten Leistungen erweitert: Zum „Kerngeschäft“ der Erstellung naturschutzfachlicher Unterlagen (LBP, saP etc.) kamen umfangreichere botanische und ornithologische Kartierarbeiten sowie unter anderem eine Habitatstrukturanalyse (HSA) für die artenschutzrelevante und juristisch auch brisante Zauneidechse hinzu. Mithilfe eines neu erworbenen Bat-Detektors sind wir seit kurzem in der Lage, bei Dunkelheit die Anwesenheit streng geschützter Fledermäuse zu überprüfen.

Durch die Neufassung des Umweltleitfadens der DB Netz AG wurden in diesem Jahr zudem Arbeiten im „Fachinformationssystem Naturschutz und Kompensation“ (FINK) erforderlich. Erstmals wurde eine bodenkundliche Baubegleitung durchgeführt. Das Themenfeld „Bodenschutz“ wird bei der Vorbereitung und Umsetzung von Baumaßnahmen zukünftig eine größere Rolle spielen.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Nürnberg

Dies kam auch noch der erst vor wenigen Tagen erfolgten Verkehrsfreigabe für die neue Aurachtalbrücke an der DB Strecke Nürnberg – Würzburg zu Gute. Durch unser Mitwirken im Rahmen einer intensiven geotechnischen Beratung und Sachverständigentätigkeit während der Ausführung, wurden die insgesamt 10 Stützpfeiler des ca. 530 m langen, semiintegralen Bauwerks auf einer Vielzahl von Bohrpfählen gegründet. Besondere geotechnische Herausforderungen ergaben sich auch bei der Herstellung eines bis zu 40 m hohen Bahndamms im Bereich des westlichen Widerlagers und dessen Anschluss an den Altbestand. Im Folgejahr wird uns der Rückbau des Altbauwerks noch weiterhin beschäftigen.

Pünktlich zu den Feiertagen konnte auch die Verlängerung der Nürnberger Straßenbahnlinie 4 über den zwei Kilometer umfassenden Abschnitt von „Nürnberg-Thon“ zur Haltestelle „Am Wegfeld“ neu eröffnet werden. Teil dieses Verkehrsinfrastrukturprojekts war auch der komplette Neubau der Bundesstraße B4 in diesem Bauabschnitt. Das Projekt wurde im Auftrag der VAG Nürnberg durch unser Büro geo- und umwelttechnisch begleitet. Mit analogen Aufgabenstellungen waren wir auch am Neubau der Eisenbahnüberführung in Fuchsreut an der zweigleisigen DB-Strecke Rosenheim – Freilassing beteiligt.

Unser derzeit umfangreichstes Verkehrsprojekt, der Ausbau der DB-Strecke Nürnberg – Ebensfeld, hat uns in diesem Jahr noch einmal vor besondere Herausforderungen gestellt: die Durchführung der Erkundungsarbeiten und gutachterlichen Tätigkeiten im Rahmen der Planung für eine Tunnellösung im Stadtbereich von Bamberg. Im Rahmen dieses Vorhabens wurden durch unser Büro an verschiedenen Stellen eine Vielzahl von Erkundungsarbeiten, in Form von Kernbohrungen und schweren Rammsondierungen, durchgeführt. Derzeit laufen die Auswertungen der Erkundungsarbeiten bzw. die dazugehörigen Laboruntersuchungen.

Darüber hinaus wurden in diesem Jahr eine Vielzahl weiterer Baugrunderkundungen für unterschiedlichste öffentliche und private Auftraggeber durchgeführt. Allein für die Stadt Amberg und umliegende Gemeinden im Landkreis Amberg-Sulzbach wurden über 20 Erkundungsprojekte erfolgreich durchgeführt. Dazu zählen die Erschließung von Neubau- oder Gewerbegebieten, Straßen- und Brückenbau, aber auch der projektierte Kanalneubau in komplizierter Innenstadtlage im Osten der Amberger Altstadt.

Im Rahmen der Bauausführung der Vilsbrücke in Theuern waren wir anlässlich der Tiefgründungsarbeiten beratend tätig, ebenso sind wir seitens des Wasserwirtschaftsamts Weiden mit der Baugrunderkundung für den örtlich projektierten Hochwasserschutz beauftragt. Ähnliche Aufgabenstellungen wurden uns seitens des Wasserwirtschaftsamt Regensburg übertragen, in dessen Auftrag wir in Regendorf am Unterlauf des Regens die Baugrundbeurteilung für den lokalen Hochwasserschutz durchführen. Ebenso waren wir am Hochwasserschutzprojekt in Zeitlarn mit hydrogeologischen Berechnungen beauftragt.

Im Bereich des Felsbaus, den wir ebenso zu unseren Kernkompetenzen zählen, haben wir im vergangenen Jahr erneut interessante Projekte durchgeführt und dabei komplexe ingenieurtechnische Herausforderungen gemeistert. So sind wir seit Beginn des Jahres mit gutachterlichen und planerischen Tätigkeiten für die Fa. Dorfner GmbH im Hirschau – Schnaittenbacher Kaolinrevier tätig. Mittels numerischen Modellierungen nach der Finite-Element-Methode konnten wir Abbauszenarien und damit verbundene Standsicherheitsfragen im Bereich einer komplexen Störungszone, an einer bis zu 60 m hohen und 70° steilen Abbauböschung, realitätsnah abbilden. Fernab der klassischen erdstatischen Berechnungsansätze ist es uns mit dieser Methodik gelungen, einen wichtigen Beitrag zur Genehmigungsfähigkeit der Betriebserweiterung zu leisten und die Wirtschaftlichkeit des Abbaubetriebs zu optimieren.

Besonders eindrucksvolle Felsprojekte begleiten uns seit Anfang des Jahres in Mainfranken, in der Umgebung von Karlstadt. Im ausgehenden Winterhalbjahr wurden entlang der Bundesstraße B 27 im Auftrag des Staatlichen Bauamts Würzburg umfangreiche Felssicherungsarbeiten an einem über zwei Kilometer langen Felshang im Muschelkalk der Maintalhänge durchgeführt. Über einen vergleichsweise kurzen Bauzeitraum von ca. 3 Monaten wurden hier über 300 Felsnägel, teilweise vom Seil aus errichtet und umfangreiche Spritzbetonarbeiten sowie Felsübernetzungen ausgeführt. Ergänzend stellen Steinschlagschutzzäune über eine Länge von ca. 450 m einen wirksamen Schutz für den Verkehrsweg gegen Steinschlag dar. Die besonderen naturschutzfachlichen Randbedingungen und Auflagen aufgrund der Lage in einem FFH-Schutzgebiet, wurden im Rahmen dieses Vorhabens optimal umgesetzt. Weiterhin war bei der Wahl und Ausführung der Sicherungsmittel die Erhaltung des Landschaftsbildes von erhöhter Priorität. Dies ist uns durch sorgsame Planung und Optimierung der Bauverfahren nahezu vorbildhaft gelungen.

Ähnliche Voraussetzungen begegnen uns derzeit wenige Kilometer mainaufwärts, im Bereich des Kalbensteins. Dort wird durch unser Büro im Auftrag der Stadt Karlstadt eine umfangreiche und komplexe Felssicherungsmaßnahme projektiert. Noch vor den Feiertagen sollen dort Schutzzäune errichtet werden, ehe im kommenden Jahr zusätzliche Sicherungsmaßnahmen in den Felsböschungen selbst durchgeführt werden.

Auch im Auftrag der DB AG wurden im vergangenen Jahr erneut interessante Projekte im Bereich des Felsbaus und der Böschungssicherung durchgeführt. Die Ausführung der Sicherungsarbeiten an der Strecke 5210 bei Bad Kissingen hat uns bis in das Frühjahr begleitet. Hier wurden entlang der eingleisigen Strecke zwei enge Einschnitte im Buntsandstein, mit erheblichem technischen Aufwand gegen Steinschlag und Erosionsfortgang gesichert. An der Hauptstrecke 5850, Regensburg – Nürnberg, sind wir derzeit im Bereich der Naabtalhänge bei Etterzhausen mit Planungsaufgaben von umfangreichen Felssicherungsarbeiten und Stützbauwerken beschäftigt, deren Ausführung für den Herbst 2017 vorgesehen ist.

Unser Standort in Nürnberg blickt auf ein besonders erfolgreiches Geschäftsjahr, mit interessanten Neuigkeiten und Entwicklungen zurück. Die an uns herangetragene Fülle an Aufgaben und komplexen Herausforderungen erforderte konsequente Weiterentwicklungen in personeller, technischer und struktureller Hinsicht. So konnten wir weitere hochqualifizierte und erfahrene Mitarbeiter zur Verstärkung unseres Teams und Ausweitung unserer Kompetenzen gewinnen.

Unsere nunmehr 13-köpfige Stammbelegschaft setzt sich aus Geologen, Bauingenieuren und Technikern zusammen. Weiterhin konnten wir in diesem Jahr erneut eine Ausbildungsstelle zum Baustoffprüfer besetzen. Aufgrund vorherrschender Nachfrage ist für 2017 auch eine personelle Erweiterung im Bereich Naturschutz geplant. Für strukturelle Verbesserung sorgen wertvolle Neuerungen im technischen Bereich und eine erneute Erweiterung unserer Büroräume in Erlenstegen.

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Das im Bereich der Geotechnik in diesem Jahr am meisten diskutierte Thema dürfte die Einführung der Homogenbereiche in der VOB/C darstellen. Auf kaum einer Fortbildungsveranstaltung ist dieses Schlagwort nicht gefallen. Wir haben versucht, ein wenig Licht ins Dunkel dieser neuen Methode der Baugrundeinteilung zu bringen. Auf über 40 Vortrags- und Seminarveranstaltung haben wir unsere Erfahrungen mit den Homogenbereichen mit Ihnen geteilt. Außerdem haben wir unsere Laborausrüstung erweitert, sodass wir nun Abrasivitätsuntersuchungen sowohl an Bodenproben (LCPC-Test) als auch an Festgesteinsproben (CAI-Test) Ihnen anbieten können.

Zum Beginn des Jahres 2017 wird vom Forum-Verlag die Neuauflage vom "Baustellenhandbuch für den Tiefbau" herausgegeben. In diesem Buch werden die Grundlagen für das Bauen im und mit dem Boden zielgerichtet und gut verständlich zusammengestellt. Neben den Autoren Prof. Dr.-Ing. René Schäfer, Prof. Dr.-Ing. Jens Gattermann und Dipl.-Ing. Christian Spang haben viele weitere Mitarbeiter aus unserem Haus an diesem Buch mitgewirkt.

Wenn Sie nach den Feiertagen mal wieder das Internet besuchen, laden wir Sie herzlich ein sich über weitere interessante Projekte aus dem vergangenen Jahr auf unserer „renovierten“ Homepagewww.dr-spang.de – zu informieren. Dort bekommen Sie auch einen Überblick über den Baufortschritt unserer neuen Firmenzentrale in Witten. Lag vor einem Jahr nur ein unbebautes Gelände an der Rosi-Wolfstein-Straße vor uns, ist mittlerweile der 3-stöckige Rohbau der neuen Unternehmenszentrale und der Rohbau der Labor- und Werkstatthalle fertiggestellt und „geschlossen“. Im Sommer 2017 werden wir schließlich umziehen, Sie erhalten dazu eine gesonderte Information.

Nun bleibt uns noch Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Kollegen angenehme Stunden in fröhlicher und besinnlicher Runde im Kreis der Familie zu wünschen. Möge Ihnen ein guter Start in ein glückliches neues Jahr gelingen und bleiben Sie bei der Umsetzung all Ihrer Projekte und Pläne erfolgreich. Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit freut sich das gesamte Team der Dr. Spang GmbH.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Christian Spang (Geschäftsführer)
Dipl.-Geol. Gerhard von Zezschwitz (Abteilungsleiter)
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Göhner (Leiter der Niederlassung Esslingen)
Dr.-Ing. Marcus Fuchsschwanz (Leiter der Niederlassung Frankfurt)
Dipl.-Ing. Lutz Diener (Leiter der Niederlassung Freiberg)
Dipl.-Geol. Jochen Wolf (Leiter der Niederlassung Nürnberg)

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Sanierung der Ruine Rusenschloss in Blaubeuren

November 2016

Im November 2015 wurde für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes von Fels und Mauerwerk der Ruine Rusenschloss in Blaubeuren durch die Dr. Spang GmbH eine Geländeaufnahme, eine geotechnische Begutachtung sowie eine Drohnenbefliegung durchgeführt.
Die Sanierung durch das Land Baden-Württemberg startet bereits im Dezember 2016 mit vereinzelten Arbeiten – die eigentlichen Arbeiten beginnen dann planmäßig im August 2017. Aufgrund von zu schützenden Vogelarten in der direkten Umgebung der Ruine finden die Arbeiten in den Jahren 2017 bis 2019 nur in einem Zeitfenster von August bis Dezember statt. Die Sanierungskosten sind mit insgesamt 3,2 Mio. Euro angesetzt

Artikel aus der Südwest Presse Ulm / Neu-Ulm: www.swp.de

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Neubau der Unternehmenszentrale in Witten,
4. Etappe Fertigstellung des Rohbaus und Einbau einer Zeitkapsel

November 2016

Nach der Grundsteinlegung im Mai 2016 konnte der Rohbau der neuen Unternehmenszentrale und des Laborgebäudes Ende November 2016 fertiggestellt werden.

Im Rahmen dieses wichtigen Etappenziels sind wir der Tradition gefolgt und haben als „Gruß an die Nachwelt“ eine Zeitkapsel in den Rohbau eingemauert. Neben einer Tageszeitung und einem Gruppenfoto der Wittener Mitarbeiter ist das zugehörige Baugrundgutachten und ein Firmenflyer in der Zeitkapsel enthalten.

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Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015

Oktober 2016

Seit dem 25.05.2016 ist das Qualitätsmanagementsystem der Dr. Spang GmbH mit allen Niederlassungen, der Probennahme und den Laboruntersuchungen nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Das seit Jahren vorhandene QM-System der Dr. Spang GmbH wurde im Rahmen der Zertifizierung erweitert und den Normanforderungen entsprechend angepasst.

R07R07

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www.dr-spang.de 2.0 - Relaunch unserer Website

Oktober 2016

Wir freuen uns über das neue Layout unserer Website www.dr-spang.de, welche seit einigen Tagen online ist. Neben einem moderneren und übersichtlicheren Layout ist die Darstellung der Website jetzt auch für Mobilgeräte optimiert und steht in benutzerfreundlicher Weise auf mobilen Endgeräten zur Verfügung.

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Seminar zur Ausbildung von qualifizierten Planungsingenieuren
für Tunnel und Erdbauwerke 2016, Felsmechanik

September 2016

Download
Einführung in die Felsmechanik (PDF, 15.657 KByte)
Seminar zur Ausbildung von qualifizierten Planungsingenieuren für Tunnel und Erdbauwerke (PDF, 2.929 KByte)

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Vor Ort im Einsatz
Geotechnische und tunnelbautechnische Baubegleitung des Neubaus des Pforzheimer Tunnels

Juni 2016

Im Auftrag der DB AG übernimmt die Dr. Spang GmbH beim Neubau des Pforzheimer Tunnels sowie bei der Verfüllung der Bestandsröhre baubegleitende Gutachterleistungen für Geologie, Tunnelbau und Abfalltechnik.

Bei der Erneuerung des Pforzheimer Tunnels auf der Bahnstrecke 4200 Karlsruhe Hbf – Bf. Mühlacker wird ein ca. 900 m langer 2-gleisiger Neubautunnel in Parallellage zu einem in Betrieb befindlichen Bestandstunnel in bergmännischer Bauweise aufgefahren. Der Bestandstunnel erfüllt die aktuell geltenden Auflagen in betrieblicher und sicherheitsrelevanter Hinsicht nicht mehr. Der Tunnelvortrieb erfolgt vom Ispringer Portal aus in bergmännischer Bauweise.

Neben der Geotechnischen und tunnelbautechnischen Baubegleitung dieses Projektes gehört die bodengutachterliche und abfalltechnische Begleitung der Verwertung und Beseitigung der Aushub- und Ausbruchmassen im Zuge der Herstellung des Neubautunnels zu unseren Aufgaben. Für das Ausbruchmaterial sind entsprechend der Deklaration Zwischenlagerflächen disponiert sowie eine Deponie zur Entsorgung. Nach der Inbetriebnahme des Neubautunnels soll das zwischengelagerte Ausbruchmaterial verwendet werden, um den Bestandstunnel zu verfüllen.

Vor Ort tätig sind derzeit Herr Dipl.-Ing. Frank Züchner, Herr M.Sc. Bastian Nippert und Herr Dipl.-Geol. Christian Heine.

Herr Züchner ist mit der Prüfung der Ausführungsplanung befasst. Er überprüft die im Rahmen der Ausführungsplanung getroffenen Annahmen (statische Berechnungen und Pläne) mit den tatsächlich vorgefundenen Verhältnissen.

Mit der Geotechnischen Baubegleitung des Vortriebs für den Neubautunnel sind Herr Nippert und Herr Heine befasst. Neben der Dokumentation des Baugeschehens erstellen sie vollständige, sofortige ingenieurgeologische Tunnelkartierungen. Ergänzend zur Analyse und Deklaration von Boden, Fels und Materialien mit elektronischer Nachweisführung werden Grundwassermessungen ausgeführt.

Desweiteren werden ergänzende geotechnische Erkundungen ausgeführt.

"Tunnelbau in Pforzheim geht gut voran" - Video auf baden-tv.com

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Einweisung in die PSAgA

Mai 2016

Ende Mai nahmen 10 Mitarbeiter aus verschiedenen Niederlassungen der Dr. Spang GmbH an einer zweitägigen Fortbildung zum Thema persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) in Garmisch-Partenkirchen teil. Zunächst wurden in einem Unterrichtsblock Anwendungsbereiche, Materialkunde sowie rechtliche Vorgaben besprochen.

Der Schwerpunkt der Fortbildung lag jedoch in der praktischen Anwendung der Ausrüstung. Insbesondere wurde die sichere Handhabung der Geräte für die bergsteigerische Untersuchung von Felsböschungen sowie die Bauüberwachung von Felsbaumaßnahmen geübt. Neben der Handhabung der eigenen Ausrüstung einschließlich Ausfall einzelner Sicherungsgeräte wurde auch die Bergung von verletzten Kollegen am Seil geübt.


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Neubau der Unternehmenszentrale in Witten, 3. Etappe
Grundsteinlegung im Mai 2016

Alle erforderlichen Erd- und Bohrarbeiten auf unserem neuen Firmengelände an der Rosi-Wolfstein-Straße sind mittlerweile ausgeführt. Für die Versorgung mit Erdwärme wurden 1.600 Bohrmeter im Spülbohrverfahren bis zu einer Tiefe von 99 m abgeteuft und entsprechend Erdwärmesonden eingebaut. Beide Neubauten werden mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Auch die Warmwasserbereitung erfolgt energieeffizient mittels Erdwärme. Die Erdwärmeanlage wird zudem im Sommer zur energieeffizienten Kühlung von Halle und Labor genutzt. Das Bürogebäude wird im hohen KfW 55 Standard erstellt.

Neues Bürogebäude Dr. Spang GmbH Witten

Neben der Erdwärmeanlage sind die umfangreichen Erdarbeiten, bei denen auch kontaminierter Bodenaushub geordnet verwertet werden musste (z.B. Fund von Ölfässern etc.), mit Aushub der beiden Baugruben und Einbau einer Tragschicht aus Schotter im Andeckverfahren im Wittener Schluff abgeschlossen. Somit ist die nächste Baustufe gut vorbereitet, die mit der Aufstellung eines großen Baukrans am 09.05.2016 begonnen hat. Die Arbeiten für die Errichtung des Rohbaus des 3-geschossigen Bürogebäudes und des Laborgebäudes haben begonnen und werden ca. 3-4 Monate in Anspruch nehmen.

Neues Laborgebäude Dr. Spang GmbH Witten

Schon jetzt steht fest, dass die mit einer Größe vom 700 m² geplante Halle für die Labor- und Werkstatthalle durch eine weitere Büroetage aufgestockt wird. Denn es ist absehbar, dass die ursprünglich geplante Fläche bei der so positiven Auftragslage zukünftig nicht ausreichen wird. Eine mögliche und statisch bereits berücksichtigte Option ist der Bau eines zweiten Erweiterungsstockwerkes auf der Halle, wie der Entwurf unseres Architekten illustriert.

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AOK-Firmenlauf - Rund um den Hengsteysee

April 2016

FirmenlaufAm 28.04.2016 war es endlich so weit. Nach wochenlanger Vorbereitung nahmen 18 hoch motivierte und sportliche Mitarbeiter der Dr. Spang GmbH zum ersten Mal am AOK-Firmenlauf in Hagen teil. Die Strecke führte um den Hengsteysee und es galt eine Distanz von 7 km zurückzulegen.
Das Team der Dr. Spang GmbH startete mit 700 weiteren sportlichen Teilnehmern anderer Firmen gleich in zwei Disziplinen, dem Joggen und dem Walken. Das von unserem Team-Captain Bernd Hippler ausgegebene Motto lautete "Hauptsache durchkommen" und dies wurde von jedem Mitarbeiter voll erfüllt. Die beste Platzierung unter den Dr. Spang-Sportlern erzielte Ralf Brüggemann mit dem 2. Platz in seiner Altersklasse unter den Walkern. Mit einer Rundenzeit von 34 Minuten erzielten auch die lauffreudigen Jogger Dominik Bruder, Tobias Sondermann und Marco Reglinski ein hervorragendes Ergebnis und belegten zusammen den 23. Platz bei der Teamwertung.

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"CAI-Gerät für die Abrasivitätsuntersuchung nach Cerchar einsatzbereit..."

Februar 2016

CAI-Gerät für die Abrasivitätsuntersuchung nach Cerchar
Die Dr. Spang GmbH erweitert die Palette ihrer, im eigenen Hause durchführbaren felsmechanischen Laborversuche um die Bestimmung des Cerchar-Abrasivitäts-Index (CAI).

Zum Einsatz kommt die von WEST (1989) beschriebene, und gegenüber dem ursprünglichen "Cerchar-Gerät" mechanisch verbesserte Apparatur eines deutschen Herstellers um jederzeit schnell und zuverlässig den Anforderungen und Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden.

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"LCPC Abrasivitäts-Test nach NF P18-579 einsatzbereit..."

Januar 2016


Ab sofort ist in dem Labor der Dr. Spang GmbH die Versuchsapparatur "LCPC Abrasivitäts-Test nach der französischen Norm NF P18-579" einsatzbereit.
Die Dr. Spang GmbH erweitert damit die Palette ihrer, im eigenen Hause durchführbaren, Boden- und felsmechanischen Laborversuche um die im Rahmen der neugestalteten DIN 18 300 notwendig gewordenen Bestimmung des Abrasivitäts-Index.

LCPC Abrasivitäts-TestZum Einsatz kommt ein bewährtes Gerät eines französischen Herstellers um jederzeit schnell und zuverlässig den Anforderungen und Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden. Nach der im September 2015 veröffentlichten Neufassung der ATB's (DIN 18 300 ff) ist Boden und Fels in Homogenbereiche einzuteilen. Dabei handelt es sich bei einem Homogenbereich um einen abgegrenzten Bereich, der für Erdbaugeräte oder Geräte des Spezialtiefbaus vergleichbare Eigenschaften aufweist und somit mit einem Gerät mit annähernd gleichen Aufwand gelöst oder bearbeitet werden kann. Für jeden Homogenbereich ist jeweils eine Vielzahl von Eigenschaften und Kennwerten anzugeben, die eine Bewertung und einfache Kalkulation der Bauleistung ermöglichen soll. Die Homogenbereiche und ihre Eigenschaften und Kennwerte sind nach der VOB Basis für alle Ausschreibungen und in diesen anzugeben. Die Angabe der Abrasivität nach NF P18-579 ist für Bohrarbeiten (Ankerbohrungen, Pfahlbohrarbeiten, etc.), Rohrvortriebsarbeiten und Horizontalspülbohrarbeiten sowie für Untertagebauarbeiten für alle Homogenbereiche im Boden erforderlich. Für Festgesteine erfolgt die Beurteilung der Abrasivität nach dem CAI-Test.

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Jahresbrief 2015

wieder geht ein Jahr dem Ende entgegen und man hat den Eindruck, als wenn der letzte Jahreswechsel erst gestern war. So ist auch wieder die Zeit gekommen, in der wir mit Ihnen gemeinsam auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2015 zurückblicken können. Diese Gelegenheit nehmen wir zum Anlass, uns bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken. Herzlichen Dank!

Es ist kaum zu glauben, aber die Dr. Spang GmbH baut „schon wieder“. Nachdem wir erst im Jahr 2010 in der Westfalenstraße in Witten das Stammhaus um einen Anbau erweitert haben, sind die Räumlichkeiten trotz Anmietung einer Wohnung im Nahbereich des Büros schon wieder voll besetzt. Einige Mitarbeiter mussten in Baucontainern im Hof untergebracht werden – auch das eine Parallele zur Situation in 2009. Inzwischen tragen über 100 festangestellte, hochqualifizierte und hochmotivierte Mitarbeiter dazu bei, dass Sie als unser Kunde entsprechend bedient werden.

Unsere Firmenzentrale wird – weiterhin in der Universitätsstadt Witten – hochmodern neu errichtet, da der Stammsitz keine weiteren Erweiterungsmöglichkeiten mehr bietet. Am 18.01.2016 ist Baubeginn für ca. 2.000 m² Bürofläche und eine Halle für unsere Feld- und Laboreinheiten mit ca. 750 m² Nutzfläche. Teil des Bürogebäudes wird auch ein Konferenzraum werden, in dem wir ab 2017 u.a. „Fachtagungen“ zu speziellen Themen organisieren wollen – Einladung folgt.

Am Ende diesen Jahres werden wir ca. 500 spannende und abwechslungsreiche Projekte für Sie bearbeitet haben. Hierfür bedanken wir uns sehr herzlich. Mit unserem traditionellen Jahres- und Dankesbrief können wir nur einen kleinen Teil der vielen interessanten Projekte ansprechen. Wie im vergangenen Jahr wird "Ihre" Niederlassung der Dr. Spang GmbH Sie nachfolgend über die Entwicklung des vergangenen Jahres informieren.

News

Projekte unter Leitung der Zentrale in Witten

Für die von uns geotechnisch begleitete Nordmainische S-Bahn von Frankfurt am Main nach Hanau wurden in den letzten Jahren die Planfeststellungsunterlagen (Teil Geotechnik) erstellt und das Verfahren eingeleitet. Im Zuge der Einwendungsbearbeitung werden derzeit von uns Simulationen zu Schadstofftransportvorgängen im Grundwasser durchgeführt, um mögliche Auswirkungen auf eine nahe gelegene Trinkwassergewinnungsanlage beurteilen zu können.

Von der DB Netz AG wurden wir mit der Planung der Erneuerung einer Stützwand zwischen den Gleisen der DB AG und der Agger in Engelskirchen beauftragt. Der gesamtheitliche Planungsauftrag umfasst, neben der Entwurfs- und Ausführungsplanung, die Baugrunderkundung und die Beurteilung der Belange der Umwelt, wie z.B. den Artenschutz. Aufgrund der Lage an einem Prallhang der Agger und der eingeschränkten Zugänglichkeit ist die technische Umsetzung der als Pfahlwand geplanten Stützkonstruktion eine spannende Planungsaufgabe.

Im Zuge der S21 - Nordringanbindung Potsdamer Platz - plant die Deutsche Bahn AG den Neubau einer ca. 1,2 km langen unterirdischen zweigleisigen S-Bahntrasse (Strecke 6071) vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Potsdamer Platz. U.a. ist die Unterfahrung der Spree erforderlich. Hierfür wurde von uns u.a. ein Erkundungskonzept für 9 Trassenvarianten erstellt und begleitet und in Folge ein geo- und tunnelbautechnisches Gutachten erstellt.

Für diverse Projekte im Rhein-, Main- und Ruhrgebiet erfolgte die Betreuung von Abbruch-, Sanierungs- und Baureifmachungsmaßnahmen, wobei wir mit der Erstellung von Arbeits- und Sicherheitsplänen, Abbruch-, Sanierungs- und Verwertungskonzepten sowie der Erstellung von Leistungsverzeichnissen und der fortlaufenden Koordination mit den zuständigen Umweltbehörden betraut waren. Dabei gehörten zur gutachterlichen Betreuung ebenfalls rückbaubegleitende Prüfungen zur Dokumentation des Sanierungserfolgs gemäß BBodSchV bzw. BBodSchG.

Im Rahmen des Risikomanagements der Deutschen Bahn AG wurde von uns eine Erkundung auf Tagesbruchrisiken an einer zweigleisigen, elektrifizierten S-Bahnstrecke im Dortmunder Westen geplant und gutachterlich begleitet. Aufgrund der betrieblichen Randbedingungen musste die Maßnahme an einem verlängerten Wochenende in Tag- und Nachtschicht durchgeführt werden. Die Arbeiten konnten nach intensiven Vorarbeiten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit erfolgreich abgeschlossen werden, so dass der Zugverkehr planmäßig wieder aufgenommen werden konnte.

Viele der Talbrücken der BAB A 45 sind in den kommenden Jahren zu ersetzen. Für die derzeit ca. 450 m lange Talbrücke Rahmede wurde der Planungsprozess begonnen. Von uns wird zunächst die Baugrunderkundung geplant. Auch die Siegtalbrücke der BAB A45 wird saniert und durch Betonierarbeiten in den Hohlkästen unter den Fahrbahnen in beiden Fahrtrichtungen verstärkt. Um die Erschütterungen durch das auftretende Verkehrsaufkommen dokumentieren und bewerten zu können, führten wir Schwingungsmessungen im Hohlkasten durch.

Auch das Brückenprogramm der Deutschen Bahn stellt unser Land vor große Aufgaben. Allein im Ruhrgebiet haben wir im Auftrag der DB Netz AG die Baugrunderkundung und Gründungsberatung für 7 Brückenbauwerke durchgeführt. Der Neubau der Brücken muss unter dem rollenden Rad und neben unmittelbar angrenzender Bebauung erfolgen, was außerordentlich hohe Anforderungen an die Bautechnik stellt.

Der Ausbau der A 43 durch das Ruhrgebiet ist eines der Großprojekte des Landes NRW. Für den Landesbetrieb Straßenbau NRW führen wir die geotechnische Beratung von der Baugrunderkundung über die Gründungsberatung bis zur geotechnischen Bauüberwachung durch. Für das kommende Jahr sollen wir ebenfalls im Bereich des geotechnischen Risikomanagements tätig werden, um während der Entwurfsplanung, der Ausschreibung, der Ausführungsplanung und der Bauausführung geotechnische Risiken frühzeitig erkennen und minimieren zu können.

Zur Entlastung der stark belasteten Fahrtrichtung Süd-West der BAB A 43 ist ein Tunnelneubau im Autobahnkreuz Herne geplant. Für den ca. 560 m langen Tunnel, mit dessen Bau bereits 2017 begonnen werden soll, haben wir die geotechnische Erkundung mit umfangreichen Feld- und Laborversuchen durchgeführt. Abschließend haben wir hierfür geotechnische und tunnelbautechnische Gutachten erarbeitet.

Das jüngste unserer Erkundungsgeräte kann schon fliegen: ein Quadrocopter, der sich u.a. bei der Felsbegutachtung und -aufnahme als hervorragendes Hilfsmittel erweist. Im Vorfeld der bergsteigerischen Begehung durch unsere Mitarbeiter können dabei Übersichtsbilder und detaillierte Aufnahmen erstellt werden und so die Notwendigkeit weiterer Arbeiten sowie die Abgrenzung der zu begutachtenden Bereiche deutlich verbessert werden.

Auf dem FFH Gebiet der Bislicher Insel in Xanten wurde von uns für den Deichverband Poll eine geotechnische und umwelttechnische Erkundung von insgesamt vier ca. 2 km langen Trassen zur Anbindung des Altrheins an den Rhein durchgeführt. Das Ergebnis unserer geotechnischen und umwelttechnischen Beratung war u.a. eine Massenquantifizierung getrennt nach Verwertungsklassen auf Basis digitaler Geländemodellierungen.

Im Zuge der Deichsanierung Xanten-Kleve, 2. Abschnitt, 4. Baulos, Xanten - Beek bis Kläranlage Lüttingen, haben wir im Auftrag der Bezirksregierung Düsseldorf die Fremdüberwachung für alle erforderlichen Erdbaumaßnahmen durchgeführt. Für die Herstellung des Dreizonendammes wurde von uns zunächst ein Qualitätssicherungsplan erstellt. Anschließend erfolgte zwischen April und Oktober 2015 die Überprüfung der geforderten erdbautechnischen Kennwerte mittels Feld- und Laborversuchen.

Auch in 2015 waren wir im Auftrag der ThyssenKrupp Industrial Solutions für verschiedene internationale Projekte tätig. Hierzu zählen geplante Baumaßnahmen in den USA, in Italien, auf Kuba sowie in Asien. Herauszuheben ist ein großes Industrieprojekt in Indiana/USA, für das ein Gründungskonzept unter Berücksichtigung von seismischen Einwirkungen und dem Verflüssigungspotential der anstehenden Böden zu entwickeln ist.

Im Leitungsbau haben wir für den Erdgasversorger Open Grid Europe GmbH alleine in diesem Jahr 60 kleinere, aber deswegen nicht minder interessante Projekte für unterschiedlichste geotechnische Fragestellungen bearbeitet. Für die geplante ca. 80 km lange Ferngasleitung DN 1.000 Forchheim - Finsing in geotechnisch anspruchsvollem Untergrund führen wir z.Zt. die geotechnischen und wassertechnischen Untersuchungen durch. Im Zuge der Umsetzung des Netzentwicklungsplans ist der Neubau von Verdichterstationen, u.a. in Werne, Herbstein und Rothenstadt erforderlich, für die wir als neue behördliche Auflage Ausgangszustandsberichte erstellen.

Die Einführung der neuen VOB Teil C / DIN 18 300 ff mit dem Homogenbereichsprinzip wird im kommenden und den darauffolgenden Jahren alle am Bau Beteiligten vor große Herausforderungen stellen. Im Rahmen unserer Tätigkeit haben wir vor allem in den letzten Monaten des Jahres festgestellt, dass dieses Thema bei den Betreffenden noch nicht „angekommen“ ist, auch wenn die Neuerungen im Grunde seit 15.09.2015 anzuwenden sind.

Durch unsere Tätigkeit für das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung, für das wir zwischen 2011 und 2013 Pilotprojekte zur Anwendung des Homogenbereichsprinzips begleitet und ausgewertet haben, wurden wir von verschiedenen Institutionen, Bauherrn und ausführenden Firmen beauftragt, zu diesem Thema zu referieren bzw. deren Mitglieder bzw. Mitarbeiter fortzubilden. Im Auftrag der Emschergenossenschaft / Lippeverband (EGLV) durften wir sogar an der Erstellung einer Arbeitshilfe für Planungsbüros und Baugrundgutachter maßgeblich mitwirken.

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News

Projekte unter Leitung der Niederlassung Esslingen

In Esslingen standen in diesem Jahr mehrere Großprojekte im Vordergrund. So beschäftigt uns weiterhin die Hermann-Hesse-Bahn zwischen Calw und Weil der Stadt. Bis 2019 sollen nach dem Wunsch der Landkreise Calw und Böblingen wieder Züge auf der seit Ende der 1980er Jahre stillgelegten Strecke fahren. Die 23 km lange Strecke wurde geotechnisch erkundet und auch auf mögliche Altlasten untersucht. Für Brücken, Bahnsteige und Durchlassbauwerke an der Strecke haben wir in diesem Jahr etwa 15 Gründungsgutachten vorgelegt. Für die bis zu 36 m tiefen Einschnitte der Hermann-Hesse-Bahn, bei denen derzeit, teilweise wegen Einsturzgefahr, ein Betretungsverbot besteht, haben wir die Entwurfsplanung für die Sicherung vorgelegt. Vorausgegangen war ein umfangreiches geotechnisches und hydrogeologisches Erkundungsprogramm unter Beachtung der Auflagen im Naturschutzgebiet. Für die beiden Bestandstunnel an der Strecke, inzwischen immerhin knapp 150 Jahre alt, arbeiten wir derzeit an der Sanierungsplanung. Hierbei sind nicht nur Sinterquellen zu berücksichtigen, sondern auch Steinkrebse und Fledermäuse.

In Ulm sind wir für die Stadtwerke Ulm Verkehr GmbH schon seit 5 Jahren am Ausbau von 2 Straßenbahnlinien als geotechnischer Gutachter tätig. Der Fokus liegt derzeit auf der ca. 9 km langen Strecke vom Hauptbahnhof über eine neue Brücke zur Universität, den Kliniken und der Wissenschaftsstadt. Das Streckengutachten liegt – von uns erstellt – bereits vor. Neu untersucht wurde der Baugrund für die bis zu 7 m tiefen Entwässerungs- und Stauraumkanäle der Strecke, für den Bau eines Parkhauses an der Uni-Klinik, sowie für Stützmauern und komplexe Baugrubenlösungen am Verkehrsknoten Neutorstraße / Karlstraße, die unter laufendem Verkehr hergestellt werden müssen.

Im Bau ist derzeit die ca. 400 m lange Kienlesbergbrücke, die das Gleisfeld am Ulmer Hauptbahnhof und das Portal des Albabstiegstunnels der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm überspannt. Bei der Herstellung der Pfahlgründungen unter den Widerlagern und Stützpfeilern hat sich bei wenigen Pfählen die von uns im Gründungsgutachten beschriebene Verkarstung gezeigt. Die größeren Pfahlgruppen mussten daraufhin planerisch optimiert werden.
Neben der geotechnischen Begleitung des Großprojektes Stuttgart 21 konnten wir in diesem Jahr auch sehr anspruchsvolle Planungsleistungen für die „DB S21“ durchführen. Beim Abschnitt 1.6a im Neckartal haben wir die Entwurfsplanung für den Längsverbau des Tunnel- und Trogbauwerkes der Zuführung Untertürkheim durchgeführt. Hierbei wird die 454 m lange und bis zu 17 m tiefe Baugrube mit einem durch 7 Ankerlagen rückverhängten Spundwandverbau gesichert. Da die Spundbohlen in den unverwitterten Gipskeuper nicht auf die erforderliche Tiefe eingerammt werden können, wird die Baugrube unterhalb der Spundwand noch mit einer vernagelten Spritzbetonschale gesichert. Direkt am Verbaukopf verläuft die Bahnstrecke Stuttgart – Ulm.

Weitere Planungsleistungen mit Finite Elemente Berechnungen führen wir im Auftrag einer ARGE für die Rettungsstollen Mainzer Tunnel aus. Zur Verkürzung der Fluchtweglängen wird dort der Bau neuer Rettungswege zwischen dem neuen und dem parallel verlaufenden alten Mainzer Tunnel erforderlich. Die Herstellung des einen Stollens erfolgt über einen senkrechten Schacht (Ø ca. 6 m) von der GOK, der anschließend wieder verfüllt wird. Der zweite Stollen wird über ein neues Portal im 24 m tiefen Eisgrubeinschnitt vorgetrieben. Für die nahestehende Wohnbebauung mit älteren Wohnblocks führen wir zudem die Beweissicherung durch.

Am sanierungsbedürftigen Pforzheimer Tunnel wird ein 900 m langer Neubautunnel in Parallellage in bergmännischer Bauweise aufgefahren. Für die DB Netz AG erbringen wir baubegleitende Gutachterleistungen für Geotechnik, Tunnelbau und Altlasten. Hierzu gehören auch die Vorprüfung der Ausführungsplanung, die fachtechnische Begleitung des Tunnelvortriebs, das Grundwassermonitoring und die Betreuung der Bodenstabilisierung an der zu verlegenden Landesstraße L 570.

In der Blautopfstadt Blaubeuren erhielten wir von Vermögen und Bau Baden-Württemberg den Auftrag für die Untersuchung und Sanierungsplanung eines Schlosses. Allerdings ist von der Pracht früherer Jahre nicht mehr viel übrig. Das auf das 11. Jahrhundert zurückgehende Rusenschloss ist der fortschreitenden Erosion der Schwäbischen Alb zum Opfer gefallen. Durch die talparallele Entspannung sind Teile der Burg bereits ins Tal gestürzt. Der verbliebene Teil soll möglichst gesichert werden, ist aber in den stark verkarsteten Weißjurafelsen bereits meterweit unterschnitten. In Vorbereitung der von uns zu planenden Fels- und Mauerwerkssanierung kam bei der Geländeaufnahme unsere Drohne zum Einsatz.

Mitte Januar 2015 ereignete sich am Wielandstein bei Lenningen auf der Schwäbischen Alb ein Felssturz, bei dem der halbe Gipfel mit einer Felsflanke - insgesamt etwa 300 m³ Fels - ins Tobeltal gestürzt ist. Bis dahin war der Wielandstein ein beliebtes Kletterrevier und diente mit der Ruine der Naherholung. Wir führten eine geotechnische Untersuchung der Risiken durch und haben Sicherungsmaßnahmen geplant, die zukünftig Gefährdungen für Besucher ausschließen sollen. Bis dahin bleibt der Wielandstein für Besucher leider gesperrt.
An der Autobahn A8 zwischen Merklingen und Ulm, an der S-Bahnstrecke bei Leonberg und an mehreren Straßen im Rhein-Neckar-Kreis und im Main-Tauber-Kreis wurden Felsuntersuchungen von uns durchgeführt sowie Sicherungsmaßnahmen zur Böschungssicherung und zum Steinschlagschutz geplant. Voraussichtlich können alle laufenden Baumaßnahmen noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Zwei weitere Baustellen werden gleich im neuen Jahr beginnen.

Für Brückenerneuerungen und Bahnhofsumbauten der Deutschen Bahn AG führten wir wieder zahlreiche Erkundungen durch und erstellten die Baugrundgutachten. Unter den Projekten waren auch Gutachten für einige Fischaufstiegsanlagen im Schwarzwald, die als Ausgleichmaßnahmen für Bahnprojekte durchgeführt werden mussten.

Zur Modernisierung von Bahnstrecken werden vielerorts elektronische Stellwerke (EStW) gebaut. Diese bestehen aus dem eigentlichen Stellwerk, vielen Signalen und kilometerlangen Leitungstrassen. Für die DB Netz AG haben wir für das EStW Goldshöfe und das EStW Osterburken an vielen hundert Untersuchungspunkten sondiert und zahlreiche Gutachten für Leitungsdurchpressungen, Gebäude, Signale und Ingenieurbauwerke vorgelegt.

Baugrundgutachten für den Wohnungs- und Gewerbebau, zum Teil in geotechnisch komplexen Hanglagen in Esslingen a. N. und im Großraum Stuttgart, waren ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung Geotechnik. Neben Wohnungsbauunternehmen und privaten Bauherren war hier auch der Landkreis Esslingen unser Auftraggeber. Für den Maschinenbau-Spezialisten Gehring Technologies GmbH wurde das Gründungsgutachten für eine Erweiterung der Produktionshalle in Ostfildern erstellt. Die besondere Herausforderung liegt darin, dass die neue Halle mit einer 25-Tonnen-Kranbahn direkt an eine bestehende Halle mit Kranbahn angebaut wird und eine Beeinflussung des Bestandes auf jeden Fall zu vermeiden ist.

Auch Schadensfälle mit eingestürzten Stützmauern und unterschnittenen Nachbargebäuden kamen bei uns auf den Tisch. In einem Fall mussten wir einem Bauträger empfehlen, die bereits ausgehobene Baugrube wieder teilweise zu verfüllen. Die Aushubgrenze zur Tiefgarage des Nachbargebäudes war bereits deutlich untergraben. In diesem Zusammenhang konnten wir wieder feststellen, dass sich der Verzicht auf ein Baugrundgutachten nur in den seltensten Fällen lohnt.

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News

Projekte unter Leitung der Niederlassung Frankfurt

Unsere jüngste Niederlassung in Frankfurt entwickelt sich gut und ist in ihrem ersten Jahr bereits auf einen Stamm von 6 Mitarbeitern angewachsen. Inzwischen steht auch ein eigenes Sondierfahrzeug vor Ort zur Verfügung, mit dem alle gängigen Felduntersuchungen durchgeführt werden können. Die aktuellen Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Baugrunderkundung, wo dieses Jahr zahlreiche kleinere Projekte abgewickelt wurden, und im Bereich Tunnelbau, wo aktuell Projekte in allen Leistungsphasen betreut werden. Aber auch in den Bereichen der geotechnischen Beratung, der Bausubstanzerkundung, der Umwelttechnik, der Beweissicherung und der Felssicherung ist Einiges gelaufen.

Für die Deutsche Bahn AG sind wir für zahlreiche Neubau- und Erneuerungsvorhaben in verschiedenen Streckenabschnitten tätig. Für Brücken- und Durchlassbauwerke, ESTW-Modulgebäude, Signale und Signalausleger, waren meist Baugrunduntersuchungen durchzuführen und die entsprechenden Baugrund- und Gründungsgutachten zu erarbeiten. Für Brückenbauwerke in der Nähe von Fulda, an der Lahn und entlang der Strecke zwischen Eppstein und Limburg decken wir auch den Bereich der Bausubstanzerkundung und der umwelttechnischen Untersuchung ab. Teilweise sind neben einer 1:1 Erneuerung auch innovative Bauverfahren im Rahmen der Vorplanung zu prüfen, für die ein umfangreicheres Erkundungsprogramm ausgeführt wird.

Für die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG führen wir beim Bau des Tunnels Europagarten im Europaviertel in Frankfurt am Main die Eigenüberwachungsüberprüfungen für den Erdbau durch. Der knapp 500 m lange Tunnel wird in offener Bauweise hergestellt und es sind mehrere 10.000 m³ Aushub aus verschiedenen geologischen Schichten zur Verfüllung des Arbeitsraumes wiedereinzubauen.

Im Leitungsbau haben wir für Gas- und Wasserversorger zahlreiche kleinere Projekte durchgeführt. Der Umfang reichte dabei von kleineren Querungen oder Baugruben für die Wartung bzw. für den Einbau von neuen Anlagenkomponenten die Open Grid Europe GmbH (OGE) bis hin zur Verlegung mehrerer Kilometer Ferngas- und Fernwasserleitungen für die Gasunion Wächtersbach bzw. die Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG (OVAG).

Im Steinschlagschutz sind wir von Hessen Mobil in der Planung von Sicherungsmaßnahmen gegen Steinschlaggefahren tätig. Nach einer bereits ausgeführten Sicherung eines gefährdeten Bereiches an der B80 bei Vaake sind wir inzwischen auch an der B83 bei Bad Karlshafen an der Weser mit der Planung für die Sicherung eines Steilhanges beauftragt. Zur Besichtigung schwer zugänglicher Bereiche setzen wir seit Kurzem neben einer bergsteigerischen Begehung auch eine Drohne ein, mit deren Hilfe wir 4K-Videoaufnahmen von gefährdeten Bereichen erstellen können.

Ebenfalls für Hessen Mobil sind wir am zukünftigen Autobahnanschluss der BAB A5 an die A49 (Ohmtaldreieck) mit der geotechnischen Untersuchung eines Rutschhanges beauftragt, in den Trassenvarianten unterschiedlich tief einschneiden. Dabei werden auch die teilweise unterschiedlichen Standorte von Brücken- und Dammbauwerken untersucht und dadurch die Basis für eine vergleichende Beurteilung der Varianten geschaffen.

Im Bereich der Beweissicherung sind wir in verschiedenen Bereichen tätig, angefangen von der Schadensbegutachtung von einzelnen Privatpersonen, über die Beweissicherung von Fassaden und Wohnhäuser ganzer Straßenzüge für Baumaßnahmen am Mainzer Tunnel bis hin zu Spezialaufträgen mit Drucklufteinstieg vor das Schneidrad einer Vortriebsmaschine zur Beweissicherung und Ursachensuche für eine Leckage.

Im März 2015 wurden wir im Rahmen des Projektes "Erneuerung des Pforzheimer Tunnels" als Baubegleitender Gutachter für Geologie und Tunnelbau sowie für Abfalltechnik beauftragt. Die Baumaßnahme sieht vor, zunächst in Parallellage zum Bestandstunnel einen ca. 900 m langen 2-gleisigen Neubautunnel zu errichten und nach dessen Inbetriebnahme den alten Tunnel zu verfüllen. Als vorbereitende Maßnahme wurde zunächst im Frühjahr und Sommer diesen Jahres am nördlichen Tunnelportal die L 570 (Königsbacher Landstraße) verlegt. Wegen einer unzureichenden Tragfähigkeit der anstehenden Bodenschichten ist auf unsere Empfehlung hin eine Bodenstabilisierung mit einem Mischbinder ausgeführt worden.

Die zur Bestimmung der optimalen Bindemittelzugabe erforderlichen Voruntersuchungen wurden in unserem Labor in Naumburg durchgeführt, die Bauausführung wurde durch einen mit diesem Verfahren vertrauten Mitarbeiter unseres Hauses betreut. Die erforderliche Verbreiterung des Bahneinschnitts vor dem Nordportal wird nunmehr bis zum Jahresende soweit vorangetrieben, das mit Beginn des neuen Jahres der eigentliche Tunnelvortrieb beginnen kann. Wir sind gespannt auf den vorgesehenen Einsatz einer Teilschnittmaschine in den gesteinsfesten Schichten des Mittleren Muschelkalks und werden mit dem umfangreichen Erfahrungsschatz unserer Tunnelbauabteilung zum Gelingen des Vortriebs beitragen.

Neben dem Pforzheimer Tunnel sind wir bei mehreren Erneuerungsprojekten der Deutschen Bahn in der Phase der Vorplanung als Baugrund- und Tunnelbausachverständiger tätig. Zum ca. 2.6 km langen Rudersdorfer Tunnel (Strecke 2800 von Hagen nach Gießen) wurde im Frühjahr diesen Jahres die 1. Phase der Baugrunderkundungen für die Neubauvarianten abgeschlossen. Die Ergebnisse der bis zu 200 m tiefen Bohrungen bildeten die Grundlage für das von uns erstellte geo- und tunnelbautechnische Gutachten. Im Rahmen der Vorplanung der Erneuerung des Rieneck und des Ruppertsberg Tunnel an der Strecke 3825 Flieden - Gemünden haben wir den AG mit unserem Sachverstand zur "Tunnel in Tunnel-Methode" beraten und in Vorbereitung der Leistungsphase Entwurfsplanung wurden im Herbst 2015 ergänzende Erkundungen ausgeschrieben und betreut.

Im Sommer 2015 wurden wir auch für die Erneuerung des Cornberger Tunnels auf der DB-Strecke 3600 Göttingen - Bebra als planungsbegleitender Gutachter beauftragt. Die von uns hierzu ausgeschriebenen und betreuten zusätzlichen Erkundungsbohrungen wurden in der ersten Dezemberwoche abgeschlossen. Die Ergebnisse werden neben den umfangreichen Erkundungsergebnissen aus den Jahren 1997 und 2002/2003 in ein geo- und tunnelbautechnisches Gutachten einfließen, welches die Grundlagen für die Vor- und Entwurfsplanung liefern wird. Abschließen werden wir das Jahr 2015 mit einer Erkundungsmaßnahme für den Tunnel Wittighausen an der Strecke 4120 Lauda - Würzburg. Hier werden neben Erkundungsbohrungen von der GOF auch radiale Kernbohrungen im Tunnel mit Einsatz eines Arbeitszuges durchgeführt.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Freiberg

Für Ihre Region ist wie bisher die Niederlassung in Freiberg unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Lutz Diener verantwortlich. Auch 2015 hat sich die Kontinuität in der Auftragsbearbeitung der letzten Jahre in der Region und darüber hinaus erfolgreich fortgesetzt.

Besonders freut uns, dass mit der Harzkaserne in Blankenburg und der L 235 bei Harzgerode zwei anspruchsvolle Felssicherungsprojekte im Bereich unserer Niederlassung neu hinzugewonnen werden konnten. Beide Projekte werden uns auch 2016 weiter beschäftigen.

Unser Niederlassungsleiter Herr Dipl.-Ing. Diener wurde 2015 erneut vom Eisenbahnbundesamt als anerkannter Gutachter für Erd- und Grundbau im Eisenbahnbau bestätigt. Damit kann die Bearbeitung auch auf diesem Gebiet zielorientiert weitergeführt werden.

Beispielhaft für Gutachtertätigkeit im Eisenbahnbau ist die geotechnische Beurteilung eines Schadenfalls für die DB Netz AG, Bereich Süd, der im Zusammenhang mit dem Einschub einer Eisenbahnüberführung aufgetreten ist. Durch eine ausreichende Baugrunderkundung im Vorfeld der Baumaßnahme und die Beteiligung der Geotechnik über den gesamten Planungsverlauf wären vermutlich Schäden zu vermeiden gewesen.

2015 konnten wir neben den Bahnprojekten im Rahmen der geotechnischen Gutachtertätigkeit die Sanierung von insgesamt ca. 2.500 Schadstellen an Leerrohrtrassen mit Inlinern in einem großen Fertigungswerk der Automobilindustrie in Leipzig als externer Fachberater erfolgreich abschließen. Das vom Bauherrn formulierte Sanierungsziel konnte erreicht werden. Die vorher schadhaften Leerrohrtrassen sind nun weitgehend wasserfrei. Bei der Sanierung wurde deutlich, dass bei der Planung derartiger, vergleichsweise einfacher Anlagen dennoch besonderes Augenmerk auf die temporäre bauzeitliche Nutzung zu legen ist.

Für das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz waren wir am Projekt Aschehalde Fichtenhainichen als unabhängiger Gutachter tätig. Auf der Halde wurden über Jahrzehnte Ablagerungen aus einem Teerwerk deponiert. Zu beurteilen war, ob von der Halde derzeit eine akute Gefährdung für die öffentliche Sicherheit ausgeht und ob die durch den vor Ort tätigen Gutachter eingeleiteten Straßensperrungen aufrechterhalten werden müssen.

In unseren klassischen Tätigkeitsfeldern haben wir in diesem Jahr Altlastenuntersuchungen u.a. für die LTV, Betrieb Freiberger Mulde / Zschopau, vorgenommen, und zwar für den Rückbau der ehemaligen Stallanlage in Weißenborn und im Rahmen der Renaturierung des Geländes der ehemaligen Fabrik "Pappen und Kartonagen" in Sehma. Beide Projekte werden als Ausgleichmaßnahmen für den Bau von Hochwasserrückhaltebecken im Erzgebirge genutzt.

Zahlreiche Baugrundgutachten haben wir in diesem Jahr für unterschiedlichste Projekte erstellt. Für die DB Netz AG haben wir deutschlandweit diverse Standorte von Lärmschutzwänden untersucht. Dazu zählen LSW in Donauwörth, Weilheim, Straßkirchen, Kelsterbach, Saarlouis, Plattling und im Lambrechter Tal. Weiterhin waren wir für die DB AG beratend und planend an der Aurachtalbrücke, an der EÜ Ringelbergweg in Plauen und an Streckenbaumaßnahmen der ABS Leipzig-Dresden (VDE 9) in Weinböhla und in Coswig an der Strecke Dresden-Elsterwerda tätig.

Für die Lärmschutzwände in Lambrechter Tal (6 Stück mit einer Gesamtlänge von ca. 2,4 km) und Kelsterbach (3 Stück mit ca. 3,3 km Länge) wurden zusätzlich durch uns erstmals an einem Lärmschutzprojekt auch die landschaftspflegerische Begleitplanung und die artenschutzrechtliche Prüfung des Bauvorhabens ausgeführt. Damit sind neben den bisher erfolgreich umweltplanerisch begleiteten Felssicherungsmaßnahmen und den seit Jahren ausgeführten ökologischen Bauüberwachungen nun auch Projekte der Umweltplanung mit großer Längsausdehnung, vor allem im stark besiedeltem Raum, hinzugekommen.

Für die Hentschke Bau GmbH wurden geotechnische Beratungen für Brückengründungen z. B. an der EÜ Mühlgraben in Weißenfels, an der Lautertalbrücke in Kaiserslautern und an 4 Bauwerken an der DB-Strecke Horka – Niesky ausgeführt.

Besonders anspruchsvoll und interessant für unsere Mitarbeiter war, dass wir seit diesem Jahr auf einer extrem schwermetallbelasteten, steilen Haldenfläche in Halsbrücke die Aufgabe bekommen haben, die Entwicklung einer seit vielen Jahren bestehenden Versuchspflanzung zu dokumentieren und deren weitere Entwicklung zu verfolgen.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Nürnberg

So haben wir uns am Standort Nürnberg im vergangenen Jahr über eine permanent gute Beschäftigungslage mit vielen interessanten Klein- und Großprojekten erfreut. Im nunmehr 6. Geschäftsjahr haben wir uns in der Region, bzw. in ganz Bayern, zu einer festen Größe in unserem Segment etabliert. Unsere inzwischen 11-köpfige Belegschaft aus Geologen, Ingenieuren und Technikern zeichnet sich durch eine hohe Einsatzbereitschaft und einen tollen Teamgeist aus. Die gegenseitige Unterstützung und der fachliche Austausch sind ein Grundrezept unserer erfolgreichen Entwicklung.

Auch in diesem Jahr konnten wir unseren Kundenkreis erweitern und wollen Ihnen in den nachfolgenden Abschnitten ein paar Einblicke in unser geleistetes Aufgabenspektrum geben.

Neben den klassischen geotechnischen Aufgabenstellungen, die im Laufe des vergangenen Jahres über viele private und öffentliche Auftraggeber an uns übertragen wurden, möchten wir zunächst auf die positive Entwicklung im Bereich der Beweissicherung hinweisen. Hier waren wir für die VAG Nürnberg im Zuge des Straßenbahnneubaus in der Sulzbacher Straße mit der Beweissicherung der innerstädtischen Straßen- und Wohnbebauung zuständig. Weiterhin wurden für verschiedene Bauprojekte im Nürnberger Raum Beweissicherungsverfahren durchgeführt, u.a. erfolgte die Aufnahme einer U-Bahnröhre im Stadtteil Sündersbühl.

Die Aufgaben der DB AG führten uns in diesem Jahr wieder in verschiedenste Regionen des gesamten Freistaats. In Rosenheim haben wir mit der Baugrunderkundung für die Erneuerung der Eisenbahnüberführung über den Mühlbach an einem besonders anspruchsvollen Projekt mitwirken dürfen. Hier ist der Ersatzneubau eines Doppelkammertrogbauwerks unter 11 bestehenden Gleisen vorgesehen. Die Gründungsebene des Bauwerks liegt in den als besonders setzungsempfindlich geltenden Seetonen des Rosenheimers Beckens, was einen erhöhten Anspruch an das geotechnische Leistungsspektrum darstellt.
Unser „Langzeitprojekt“, die Ausbaustrecke Nürnberg – Ebensfeld, befindet sich nun über weite Streckenbereiche in der Bauausführung. Diesbezüglich ist unser Büro an verschiedenen Stellen für baubegleitende Maßnahmen gefragt. Zudem gehören Nachuntersuchungen für spezielle Fragestellungen oder Änderungen in der Ausführung zu unseren laufenden Aufgabenstellungen. Im August erfolgte der Durchschlag des Burgbergtunnels in einem feierlichen Rahmen. Bei der Realisierung dieses Tunnelprojekts waren wir sowohl in der Erkundungs-, Planungs- als auch in der Ausführungsphase für die Beantwortung geotechnischer Fragestellungen eingebunden.

Nahezu durchgängig war unsere Niederlassung im vergangenen Jahr mit verschiedenen Lärmschutzprojekten der DB AG beschäftigt. So haben wir z.B. in den Regionen um Donauwörth, Ulm und Augsburg sowie in den Ortsgebieten Plattling und Straßkirchen Baugrunderkundungen über etliche Trassenkilometer für geplante Lärmschutzwände durchgeführt.

Im Zuge der Umstellung auf elektronische Steuerung (ESTW) der DB-Strecke 5910 waren wir mit Baugrunderkundungen für einen rund zwei Kilometer umfassenden Streckenumbau zwischen Neustadt / Aisch und Iphofen betraut. Hier waren Aussagen zur Streckengründung sowie zur Gründung der dazugehörigen Bauwerke, wie elektronischen Stellwerke, Signalbrücken, Oberleitungsmasten, etc. erforderlich.

Die geotechnische Untersuchung zahlreicher Fels- und Lockergesteinsböschungen sowie die Planung angepasster Sicherungsmaßnahmen war in diesem Jahr erneut ein wesentlicher Baustein unseres Aufgabenspektrums. So wurden im Auftrag der DB AG beispielsweise an den DB-Strecken 5850 (Regensburg – Nürnberg), 5860 (Regensburg – Weiden), 5210 (Bad Kissingen – Gemünden) sowie 5027 (Schönwald – Rehau) verschiedene Maßnahmen erfolgreich projektiert bzw. ausgeführt.

Eine große Anzahl weiterer interessanter Felsprojekte haben uns das Jahr über begleitet und uns abwechslungsreiche Aufgaben geliefert. So haben wir im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Bayreuth an einem ca. 7 km langen Abschnitt entlang der Bundesstraße 22 im Wiesental verschiedene Sicherungsmaßnahmen empfohlen und geplant. Neben aufwändigen Beräumungsarbeiten und klassischer Sicherungstechnik durch Felsverankerungen zeichnet sich die derzeit laufende Baumaßnahme durch den nahezu perfekten Ablauf eines kürzlich erfolgten Sprengabtrags in besonderem Maße aus. Hier greifen die exakt zutreffende gutachterliche Einschätzung, die besonders sorgfältige und ausführliche Planungsarbeit und die präzise Vorgehensweise in der Ausführung vorbildlich ineinander.

Die Zusammenarbeit mit der Bayreuther Baubehörde erfreut uns derzeit auch an der Staatsstraße 2163 südlich von Pottenstein, dem sog. „Langen Berg“. Hier sind wir mit der geotechnischen Aufnahme und Bewertung von Steinschlagrisiken eines ca. 700 m langen Straßenabschnitts betraut, welcher bergseitig von bis zu 40 m hohen Dolomitkuppen überragt wird. Neben der geotechnischen Aufnahme am Seil nehmen wir die kritischen Stellen mit unserer eigenen Drohne „unter die Lupe“, welche wir eigens für derartige Zwecke im vergangenen Jahr angeschafft haben.

Weiterhin waren wir für das Staatliche Bauamt Würzburg mit der Planung und Ausschreibung von Felssicherungsmaßnahmen entlang der Bundesstraße B 27, südlich von Karlstadt, tätig. Die aufgrund verschiedener Rahmenbedingungen äußerst komplexe Sicherungsmaßnahme befindet sich nun in der Ausführung. In diesem Rahmen sind wir mit der Bauüberwachung und der geotechnischen Fachbaubegleitung weiterhin intensiv mit diesem Projekt verbunden.

Im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Nürnberg haben wir neben verschiedenen Baugrunduntersuchungen, z.B. an der Bundesstraße 14, im Bereich des sog. Henfenfelder Knotens oder dem Ausbau der Staatsstraße 2240 zwischen Altdorf und Leinburg v.a. die Projektierung der Sicherung des Doggerwerks in Happurg vorangetrieben. Für die Planung der Sicherung der ca. 1,2 km langen, z.T. einsturzgefährdeten Stollenbereiche wurden zunächst etliche Befahrungen zur Ermittlung wichtiger geotechnischer und naturschutzfachlicher Grundlagen veranlasst und aufwändige vermessungstechnische Aufnahmen in den Innen- und Außenbereichen der Anlage durchgeführt. Ein durch moderne Laserscantechnik generiertes 3D-Modell liefert uns planungsrelevante Daten in Millimetergenauigkeit. Die uns übertragenen Aufgaben umfassen neben der Objekt- und Tragwerksplanung auch die naturschutzfachliche Planung für dieses in jeglicher Hinsicht besonders sensible Objekt. Als bedeutenden Meilenstein konnten wir im Spätherbst die Erstellung der Entscheidungsunterlage Bau (ES Bau) abschließen, welche zur Entscheidungsfindung bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) eingereicht wurde.

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Die Einführung der neuen VOB Teil C / DIN 18 300 ff mit dem Homogenbereichsprinzip wird im kommenden und den darauffolgenden Jahren alle am Bau Beteiligten vor große Herausforderungen stellen. Im Rahmen unserer Tätigkeit haben wir vor allem in den letzten Monaten des Jahres festgestellt, dass dieses Thema bei den Betreffenden noch nicht „angekommen“ ist, auch wenn die Neuerungen im Grunde seit 15.09.2015 anzuwenden sind.

Durch unsere Tätigkeit für das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung, für das wir zwischen 2011 und 2013 Pilotprojekte zur Anwendung des Homogenbereichsprinzips begleitet und ausgewertet haben, wurden wir von verschiedenen Institutionen, Bauherrn und ausführenden Firmen beauftragt, zu diesem Thema zu referieren bzw. deren Mitglieder bzw. Mitarbeiter fortzubilden. Im Auftrag der Emschergenossenschaft / Lippeverband (EGLV) durften wir sogar an der Erstellung einer Arbeitshilfe für Planungsbüros und Baugrundgutachter maßgeblich mitwirken.

Neben Vortragsveranstaltungen und Fachgesprächen mit ausführenden Firmen und Planungsbüros wird vor Jahresfrist noch ein umfangreiches Fachpapier fertiggestellt, mit dem die EGLV verhindern will, dass es in Zukunft Hunderte von Varianten zur Anwendung des Homogenbereichsprinzips DIN 18 300 ff in Gutachten, Planungsunterlagen und Ausschreibungen geben wird. Auch die Landestraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt wird beispielsweise von uns bei der Einführung der Neuerungen beraten.

Wenn Ihnen das Thema auch noch nicht „geheuer“ ist, sprechen Sie uns an. Um den vermutlich zusätzlichen Bedarf an Abrasivitätsuntersuchungen im Lockergestein nach der nun auch in Deutschland anzuwendenden französischen Norm NF P18-579 (im Grunde der LCPC-Test) gerecht zu werden, haben wir bereits ein entsprechendes Gerät für unser Labor angeschafft.

Wie jedes Jahr, konnten wir mit diesem Brief nur eine kleine Auswahl unserer Projekte hervorheben. Auch im kommenden Jahr sehen wir wieder einer ganzen Reihe anspruchsvoller Projekte entgegen. Der Ausblick auf eine weitere gemeinsame Zeit, mit Ihnen als kompetentem und zuverlässigem Partner an unserer Seite, motiviert uns sehr.

Ihnen und Ihrer Familie, Ihren Mitarbeitern und Kollegen wünschen wir frohe Feiertage, einen schwungvollen Jahreswechsel und einen gelingenden Start in ein erfolgreiches Jahr 2016 mit vielen guten Ideen sowie Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Christian Spang (Geschäftsführer)
Dipl.-Geol. Gerhard von Zezschwitz (Abteilungsleiter)
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Göhner (Leiter der Niederlassung Esslingen)
Dr.-Ing. Marcus Fuchsschwanz (Leiter der Niederlassung Frankfurt)
Dipl.-Ing. Lutz Diener (Leiter der Niederlassung Freiberg)

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Ab sofort gehört der Einsatz eines Quadrocopters zu unserem Leistungsumfang

Dezember 2015


"Im Rahmen unserer Tätigkeit in den Bereichen der Böschungs-, Hang- und Felssicherung sowie -aufnahmen erweitern wir unseren Leistungsumfang ab sofort um den Einsatz eines Quadrocopters. Diese "Drohne" dient als ergänzendes Hilfsmittel für die Erstellung von Foto- und Videoaufnahmen im Vorfeld von bergsteigerischen Begehungen und der weiteren Bearbeitung der betreffenden Projekte. Wir konnten den Quadrocopter bereits bei einzelnen Projekten einsetzen und uns von dem großen Nutzen überzeugen. Dabei sind sowohl die Erstellung von Panoramen aus großen Distanzen, als auch die Erstellung von Detailaufnahmen mit einer sehr hohen Auflösung möglich.

Zum Einsatz kommt dabei der Quadrocopter "Inspire 1" der Firma DJI Innovations. Die GPS-unterstützte Steuerung erfolgt mit zwei separaten Fernsteuerungen und erlaubt zum einen die Steuerung des Fluggerätes und zum anderen die unabhängige Steuerung der Kamera. Dabei bietet die Datenübertragung ein Live-Bild für die Steuerer mit einer Auflösung von 720p.

So kann die Flugroute direkt nach unseren und den Wünschen des Auftraggebers gestaltet werden - die Reichweite der Fernsteuerung liegt bei ca. 1,5 - 2 km. Die maximale Flughöhe liegt bei ca. 4.500 m über NN. In Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen sind Flüge von bis zu ca. 22 Minuten möglich. Die maximal verträgliche Windgeschwindigkeit liegt nach unseren eigenen Erfahrungen bei ca. 12 - 14 m/s bzw. 39 - 49 km/h, was der Windstärke 6 (Beaufort) entspricht.

Die Kamera hat eine Videoauflösung von 4K (UHD - 4-fache HDTV-Auflösung) und bietet in Kombination mit dem eingesetzten 3-Achs-Gimbal (computergesteuerte 3-Achs-Kameraufhängung mit Bildstabilisierung) und der GPS-unterstützen Stabilisierung des Fluggerätes ein stabiles und scharfes Bild - veranschaulicht wird dies in den aufgeführten Videos bei Windböen mit o.g. Stärke.

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Überzeugen Sie sich vom Nutzen der Aufnahmen durch die Videos und Fotos . In dem gezeigten Fall wurden wir beauftragt ein Sanierungskonzept für die Ruine des in Blaubeuren liegende Rusenschlosses zu erstellen.

Durch die dort vorzufindenden Gefügeauflockerungen, Ausspülungen und Abwitterungen sowie Fehlstellen im Mauerwerk wäre eine bergsteigerische Begehung nur mit einem verhältnismäßig großen Risiko zu realisieren gewesen.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Einsatz des Fluggerätes als außerordentlich hilfreich erwiesen, da es die in diesem Fall sehr gefährliche bergsteigerische Begehung vollständig ersetzen konnte."

Dr. Spang GmbH Quadrocopter

Dr. Spang GmbH Quadrocopter

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Zum 5. Mal auf der STUVA-Tagung präsent

Dezember 2015

Die STUVA-Tagung gehört zu den international führenden Branchentreffs für Tunnel und Infrastruktur. Vom 01.12. bis 03.12.2015 trafen sich auf über 6.000 Quadratmetern in den Dortmunder Westfalenhallen mehr als 1.500 Teilnehmer aus ca. 20 Nationen auf dem „Familientreffen der Tunnelbauer“. Auch in diesem Jahr war die Dr. Spang GmbH als einer von über 150 Ausstellern vor Ort und präsentierte unser Unternehmen und unser Leistungsspektrum auf der begleitenden Fachmesse.“

Dr. Spang GmbH auf der STUVA-Tagung

An unserem Messestand waren u.a. Frau Jennrich, Herr Schmidt, Herr Clostermann, Herr Züchner, Herr Göhner und Herr Spang als Ansprechpartner vor Ort

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Die Dr. Spang GmbH ist Kickermeister 2015

Dezember 2015

BarbarakroneZum zweiten Mal in Folge wurde am 04.12.2015 die Kickermeisterschaft der Fränkischen Ingenieurbüros im Umweltbereich in Nürnberg ausgetragen. Als Gewinn lockte die Barbarakrone als Wanderpokal. Dieser wurde in liebevoller Handarbeit hergestellt. Der Sockel ist ein Diabas, auf der eine blankpolierte 150 mm Stahlbohrkrone aufgesetzt wurde. Das Kickermännchen aus Holz wurde mit Schwabacher Blattgold vergoldet. Jedes Jahr darf sich der Sieger auf eine Stahlplatte an der Barbarakrone verewigen lassen.
Doch nicht nur der Preis sondern auch das gesellige Beisammensein in angenehmer Atmosphäre lockte wieder zahlreiche Teilnehmer an. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der teilnehmenden Unternehmen konstant geblieben, während die Anzahl der Teams zunahm. Insgesamt nahmen wieder 11 Unternehmen und 31 Teams à 2 Personen teil.

In der Vorrunde/Gruppenphase wurden die Teilnehmer in 6 Gruppen unterteilt. Die besten 16 Teams kamen anschließend ins Achtelfinale, in dem es im K.O.-System „best-of-three“ weiter ging. Wer zwei Sätze gewann, durfte in die nächste Runde vorrücken.

Nach mehr als vier Stunden standen sich im Finale die HPC AG, vertreten durch Reinhold Decher und Bert Schleußinger, und die Dr. Spang GmbH, mit Hannes Bergmann und Christian Fetzer, gegenüber. Nachdem die Dr. Spang GmbH letztes Jahr noch den zweiten Platz belegte, schafften sie es dieses Jahr mit dem letzten entscheidenden Satz das Team von der HPC AG 2:1 zu bezwingen und die Barbarakrone nach Erlenstegen zu bringen.

Kickermeister 2015Kickermeister 2015

Die Dr. Spang GmbH fühlt sich geehrt der Barbarakrone für 1 Jahr eine Heimat bieten zu dürfen und nimmt selbstverständlich gerne die Verantwortung an, das nächstjährige Turnier als Ausrichter zu veranstalten.

Vielen Dank an den Gründer der Kickermeisterschaft Herrn Diplom Geologe Boris Jacoby und seinen Kollegen sowie dem Organisator des diesjährigen Kickerturniers und Vorjahressiegers Durmin Entsorgung und Logistik GmbH/DIE GRÜNEN ENGEL.

Folgende Unternehmen nahmen am Wettkampf um die Barbarakrone teil: Durmin Entsorgung und Logistik GmbH/DIE GRÜNEN ENGEL, URS Deutschland GmbH, AECOM GmbH, Protect Umweltschutz GmbH, Agrolab Labor GmbH, Genesis Umwelt Consult GmbH, HPC AG, CDM Smith Consult GmbH, R&H Umwelt GmbH, Dr. Spang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen mbH, GIBS - Geologen und Ingenieure GmbH, SUN – Städtische Umweltanalytik Nürnberg.

Fotorechte: 1) Durmin Entsorgung und Logistik GmbH/DIE GRÜNEN ENGEL.

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„Bauantrag für den Neubau der Unternehmenszentrale in Witten eingereicht“….

August 2015


Mit der Einreichung des Bauantrages im Juli 2015 sind wir dem Umzug in unseren neuen Bürokomplex mit Labor- und Werkstatthalle einen weiteren Schritt näher gekommen. Nach einer aufwendigen, inzwischen abgeschlossenen Baureifmachung des neuen Firmengeländes soll in den nächsten Monaten der erste Spatenstich erfolgen – die Ausschreibung für die Rohbau- und Erdbauleistungen ist bereits in Vorbereitung.

Dr. Spang GmbH Witten

Es entsteht ein Bürogebäude mit ca. 2.000 m² Nutzfläche mit modernen Büros, Kommunikationsbereichen, einem Konferenzraum und diversen Besprechungsräumen. Selbstverständlich wird es auch wieder eine „Cafeteria“ als Pausenraum geben – diesmal mit einer schönen Außenterrasse. Die Raumaufteilung und Anordnung der Büro- und Nutzbereiche wie z.B. den Kopierräumen, dem Zeichenbüro und der kaufmännischen Abteilung sowie den Fachabteilungen wurde auf Grund einer detaillierten Nutzungsanalyse des Bestandsbüros sehr detailliert auf unsere Anforderungen mit dem Ziel abgestimmt, unsere Effektivität und die Qualität unserer Arbeit weiter zu steigern.

Dr. Spang GmbH Witten

Neben dem Bürogebäude wird auch eine großzügige Halle in Massivbauweise entstehen (ca. 700 m² Nutzfläche), in die das boden- und felsmechanische Labor und unsere Geländeabteilung umziehen werden. Es wird dort neben einem auf den Bedarf abgestimmten modernen, großflächigen Probenlager auch Bereiche für Magazin, Werkstatt und einen Mitarbeiterbereich für die jeden Tag auf die Baustellen fahrenden Kollegen geben.

Wir freuen uns auf diesen Quantensprung und werden Sie weiter über unser Bauvorhaben auf dem Laufenden halten.

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Neubau der Firmenzentrale in Witten

April 2015

Aufgrund von räumlichen Engpässen hat sich die Dr. Spang GmbH entschieden, für die Firmenzentrale in Witten nochmals neu zu bauen.

Wir haben dazu bereits im Jahr 2014 ein Grundstück an der Rosi-Wolfstein-Str. von der Stadt Witten erworben, auf dem ein Bürogebäude mit ca. 2.000 m² Nutzfläche und eine Halle für Labor und Felderkundung mit ca. 700 m² erstellt werden soll. Vorlaufend zur Bebauung wird in unserem Auftrag das Baufeld bebaubar gemacht.

Dr. Spang GmbH Witten
Dazu hat vor ein paar Tagen die Sicherung des unter dem Grundstück befindlichen Altbergbaus begonnen, welche wir selbst geplant und ausgeschrieben haben und derzeit überwachen.

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Jahresbrief 2014

der Zeitpunkt ist gekommen, um mit Ihnen im Rückblick ein arbeitsintensives und ereignisreiches Jahr 2014 zu betrachten. Eine Zeit mit vielen Herausforderungen, die unserem Team tagtäglich großes Engagement abverlangt hat. Denn wieder durften wir uns an erfreulich zahlreichen und überaus interessanten Projekten beteiligen. Hierfür bedanken wir uns bei unseren Kunden. Danke für die gute Zusammenarbeit und für Ihr Vertrauen. Es hat uns große Freude bereitet, für Sie und mit Ihnen gemeinsam in Ihren Projekten tätig zu sein.

Ab sofort sind wir zur Betreuung unserer Projekte, Auftraggeber und Geschäftspartner im Rhein-Main-Gebiet, in ganz Hessen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland noch ein wenig „näher“ gekommen. Denn seit Mitte November diesen Jahres haben wir die Büroräume unserer neuen Niederlassung in Frankfurt am Main in der Rennbahnstraße 72-74 bezogen. Herr Dipl.-Ing. Marcus Fuchsschwanz steht Ihnen als kompetenter Ansprechpartner direkt vor Ort zur Verfügung. Die Dr. Spang GmbH ist mit der Niederlassung in Frankfurt jetzt bundesweit an 6 Standorten vertreten.

Aber auch an unseren anderen Standorten hat sich einiges getan. Um Ihnen noch mehr über die Tätigkeit "Ihrer" Niederlassung berichten zu können, hat sich die Geschäftsleitung entschieden, dieses Jahr erstmalig für jede Niederlassung einen eigenen Jahresbrief zu verfassen.

News

Projekte unter Leitung der Zentrale in Witten

Traditionell beschäftigt sich die Wittener Zentrale auch mit dem Altbergbau. Durch einen Rahmenvertragsabschluss hat sich der Fokus in 2014 hier auf die Sicherung alter Bergbauschächte gerichtet. Im Auftrag der RAG Montan Immobilien GmbH planen wir derzeit die Sicherung von 5 Tiefbauschächten in Herne, Dortmund und Witten nach dem aktuellen Stand der Technik. Mit Beiträgen beim RuhrGeo Tag und in der Bautechnik haben wir eine Diskussionsgrundlage für die Erstellung einer Richtlinie geliefert, die sich mit Planung und Ausführung der Sicherung von Tiefbauschächten befassen soll. Wir werden dieses Thema in 2015 intensiv weiter verfolgen.

In Essen wurden wir im Vorfeld einer geplanten Kanalerneuerung im Bereich der stark befahrenen, vierspurigen Westfalenstraße mit einer Altbergbauerkundung beauftragt, da Hinweise auf tagesnahen Steinkohlenabbau vorlagen. Die ausgeführten Bohrungen bestätigten in einzelnen Abschnitten Kohlengräberei. Da akute Tagesbruchrisiken vorlagen, musste die Straße kurzfristig für den Verkehr vollständig gesperrt werden. Die Sicherung durch Verfüllung der Schwächezonen erfolgte umgehend im Zweischichtbetrieb und am Wochenende. Die Straße konnte so innerhalb weniger Tage wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Für die Vivawest Wohnen GmbH betreuen wir auch in 2014 zahlreiche größere und kleinere Bauprojekte im Wohnungsbau. Dazu gehören umfangreiche Bauvorhaben mit vorlaufender Baureifmachung und mit geotechnischer und umwelttechnischer Begleitung. Hier sind insbesondere der Neubau des Verwaltungsgebäudes der Vivawest im Nordsternpark Gelsenkirchen und die Limbecker Höfe in Essen zu nennen.

Im Deponiebau führen wir z.B. für die ARGE ZDE–Emscherbruch die Eigenüberwachungsprüfungen bei der Herstellung der geotechnischen Barriere und der Basisabdichtung aus Ton durch. Herzustellen und zu überwachen sind auf ca. 10.000 m² insgesamt bis zu 14 Lagen je 0,25 m Schichtdicke der geotechnischen Barriere und 2 Lagen der mineralischen Abdichtung. Neben der geotechnischen Überprüfung der Ausführungsqualität in Feld- und Laborversuchen sind auch Bewertungen in Hinsicht auf das Verformungsverhalten der Tonabdichtung unter den zu erwartenden Deponieauflasten gemäß GDA E2-13 erbringen. An den Deponien „Rote Halde“ und „Raffelberg“ erbringen wir die Leistungen der Eigen- bzw. der Fremdüberwachung für die Lobbe Abfall GmbH bzw. für den Ruhrverband.

Nach 4-jähriger Tätigkeit im Rahmen des Projektes ESTW Solingen (1. Bauabschnitt) wurden wir von der Deutsche Bahn AG mit dem bis 2017 laufenden Folgeprojekt NBSO - Neue Bahnstadt Opladen - eine neue Aufgabe zur Umweltkoordination beauftragt. Hier können wir in steter Zusammenarbeit mit den zuständigen Umweltbehörden unseren Beitrag zum fachgerechten Umgang sowie zur ordnungsgemäßen Deklaration, Verwertung bzw. Deponierung von Abbruch- und Abfallstoffen leisten.

Für die Deutsche Bahn AG sind wir im Rahmen der Erneuerung des Bahndamms Hochheim tätig. An einem Streckenabschnitt, der durch Weinberge am Mainufer nahe Hochheim führt, sind in der Vergangenheit an mehreren Stellen Bewegungen aufgetreten, die zu einer schlechten Gleislage geführt haben und bereits die Erneuerung einer Stützwand erforderlich gemacht haben. Für die Erneuerung dieses Streckenabschnitts haben wir eine umfangreiche Erkundungskampagne durchgeführt, um die Ursachen der Bewegungen zu ermitteln, sowie mögliche Sanierungsvarianten geotechnisch bewerten zu können. Die laufende Planung der Ertüchtigung des Bahndamms wird von uns geotechnisch begleitet.

Im Zuge der Deckenerneuerung an der BAB A31 zwischen Legden und Ahaus wurde an mehreren Stellen festgestellt, dass im Unterbau des vorhandenen Straßenaufbaus Wasser ansteht. Es wurde hierzu von uns eine geotechnische Erkundung und Beurteilung des Wassereinflusses auf die Tragfähigkeit der Fahrbahn bzw. des Unterbaus ausgeführt. Die geotechnische Beratung wurde im Sinne einer außergerichtlichen Streitvermeidung in enger Zusammenarbeit und mit lückenloser und fortlaufender Information des AG und des AN erfolgreich durchgeführt.

Für den Ruhrverband haben wir im Jahr 2013 die Sanierung des Kraftwerkobergrabens in Finnentrop-Bamenohl geplant und ausgeschrieben. In diesem Jahr erfolgte nun die Ausführung der Bauleistung. Es wurde die geotechnische Fachberatung zu speziellen Fragestellungen durch uns wahrgenommen, die sich aus den wechselnden Gegebenheiten innerhalb der verschiedenen Sanierungsabschnitte ergaben.

Im Leitungsbau haben wir für die Open Grid Europe GmbH in diesem Jahr sehr viele kleinere, aber deswegen nicht minder interessante Projekte in schwierigem Umfeld bearbeitet, darunter zahlreiche geschlossene Querungen u.a. im innerstädtischen Bereich. Aber auch für die geplante ca. 62 km lange Ferngasleitung Schwandorf - Forchheim in geotechnisch anspruchsvollem Untergrund führen wir z.Zt. die geotechnischen und wassertechnischen Untersuchungen durch. Im Zuge der Umsetzung des Netzentwicklungsplans ist die Kapazitätserweiterung von Verdichterstationen, u.a. in Werne, Herbstein und Rothenstadt erforderlich, für die wir ebenfalls geotechnische Leistungen erbringen dürfen.

Im Steinschlagschutz haben wir in diesem Jahr wieder viele neue Projekte bearbeitet sowie bei Großprojekten für die Deutsche Bahn AG die Planung fortgeführt. Hierzu zählen insbesondere die nun bald abgeschlossenen Sicherungen im Bereich der Mattinger Hänge sowie die Planung und Baubegleitung der Sicherungen weiterer Abschnitte im Bereich Zachenberg. Auch von Hessen Mobil, diversen Straßenbauämtern sowie vielen Städten und Gemeinden wurden wir beauftragt, Sicherungsmaßnahmen gegen Steinschlaggefahren zu planen und den Bau zu überwachen.

Die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt beauftragte uns zunächst mit der Untersuchung der Landesstraße L 94 zwischen Treseburg und Altenbrak am Ostharz auf einer Länge von etwa 1.200 m. Bei der zweitägigen Begehung des Hanges wurden zahlreiche Steinschlag- und Blockschlagrisiken festgestellt, die ein hohes Risikopotenzial für den Straßenverkehr bestätigen. Derzeit werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst und Empfehlungen für eine Risikominimierung erarbeitet.

Für 7  Böschungsbereiche an der DB-Strecke 2810 erbringen wir alle erforderlichen Ingenieurleistungen: von der geotechnischen Erkundung bis zur Erstellung der Entwurfsplanung über die Ausarbeitung der erforderlichen naturschutzrechtlichen Unterlagen und deren Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Nach Abschluss der Vorplanung folgen in 2015 die weiteren Planungsschritte.

Im Tunnelbau haben wir Hessen Mobil bei speziellen tunnelbautechnischen und hydrogeologischen Fragestellungen beim Bau des Tunnels Hirschhagen zeitnah und zielgerichtet u.a. im Hinblick auf Nachtragsforderungen der ausführenden Firma beraten. Geotechnische Untersuchungen führen wir weiterhin für die Bestandtunnel Ruppertsberg und Rieneck sowie für den Tunnel Rudersdorf durch. Auch für geplante Neubauten waren wir wieder intensiv tätig, z.B. für den Tunnel an der BAB A 43, AK Herne, die Ith-Querung in Niedersachsen und der S21 in Berlin.

Auch im Hauptbüro Witten ist die Beweissicherung von Gebäuden inzwischen ein wichtiges Tätigkeitsfeld. Im Zuge der Umgestaltung der Lutter werden in Bielefeld über 300 Gebäude beweisgesichert. Als weitere außergewöhnliche Projekte des Jahres 2014 sind hier Beweissicherungen in der Innenstadt von Borken und für den Weserdücker in der Nähe von Bremen zu nennen.

Im Wasserbau haben wir für Emschergenossenschaft / Lippeverband umfangreiche Untersuchungen an der Boye und am Hüllerbach einschließlich Standsicherheitsuntersuchungen der gewässerbegleitenden Dämme durchgeführt. Am Rhein sind wir weiterhin für den Deichverband Orsoy tätig, inzwischen u.a. auch mit Planungsleistungen in der Tragwerksplanung für die anspruchsvolle Baugrube des Schleusenneubaus.

Auch in 2015 hat die Dr. Spang GmbH die ThyssenKrupp Industrial Solutions AG bei Planungsaufgaben im Industrie- und Anlagenbau unterstützt. Neben Projekten in Italien und auf Kuba standen in diesem Jahr insbesondere Industrieanlagen in den USA und Kanada im Fokus. Unsere Aufgabe bestand u.a. darin, vorliegende Baugrundgutachten zu prüfen, zusätzliche Baugrunderkundungsmaßnahmen zu planen und auszuwerten, sowie darauf aufbauend einen Gründungsentwurf zu erarbeiten. Planung und Bemessung von Gründungselementen war ebenfalls z.T. unsere Aufgabe.

Daneben waren wir über DB International mehrere Monate in Südafrika für die örtliche Eisenbahngesellschaft als Berater im Hinblick auf die Streckenertüchtigung bzw. die Notwendigkeit von Schutzschichten mit der Auswertung von geotechnischen und geophysikalischen Verfahren beschäftigt. Vor Jahresende durften wir ein weiteres Land zu unserem Tätigkeitsbereich hinzufügen: In Israel konnten wir eine internationale Bietergemeinschaft bei der Angebotsbearbeitung für ein großes untertägiges Verkehrsprojekt beim Spezialtiefbau und beim maschinellen Tunnelbau in Zusammenarbeit mit einem weiteren Partner aus Deutschland unterstützen.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Esslingen

In unserer Esslinger Niederlassung wurde der Personalstamm mit einem weiteren erfahrenen Geologen auf insgesamt 15 Mitarbeiter ausgebaut, sodass für die anspruchsvollen Projekte der Niederlassung zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung stehen. Sollte es einmal eng werden, stehen die anderen Niederlassungen des Unternehmens unterstützend zur Verfügung. In diesem Jahr unterstützten uns so Kolleginnen und Kollegen aus Witten, aus Freiberg, aus Naumburg und aus Nürnberg und wir diese im Gegenzug.

Das Stadtbild von Esslingen wird einerseits von seiner mittelalterlichen Altstadt geprägt, andererseits aber auch ganz wesentlich von den Weinbergmauern zwischen Frauenkirche und dem Stadtteil Mettingen. Leider stürzen immer wieder Mauern ein, der Aufwand zum Wiederaufbau ist enorm. Im Auftrag der Stadt Esslingen haben wir eine Zustandserfassung und Standsicherheitsuntersuchungen an den Trockenmauern durchgeführt, sowie die Hangentwässerung überprüft. Derzeit werden von uns Maßnahmen ausgearbeitet, um die Standsicherheit der Mauern zu erhalten. Bei mehreren Projekten für die Stadt haben wir zudem Rutschungen an innerstädtischen Aufstiegsstraßen untersucht und Sicherungsmaßnahmen empfohlen.

Mehrere in den Vorjahren von uns untersuchte und geplante Felssicherungsmaßnahmen befinden sich gerade in der Bauausführung. So wird an den Granitfelsen in der Talstraße in Schriesheim der 1. Bauabschnitt mit Schutzzäunen und Übernetzungen sowie Einzelsicherungen gebaut. Im Steigerweg in Heidelberg wird ebenfalls ein Schutzzaun erstellt. Die Sicherungsmaßnahmen an der Burgruine Löffelstelz und in der Enzstraße in Mühlacker sind inzwischen abgeschlossen. Im Stadtgarten von Überlingen am Bodensee beginnen erst die Planungen für die Felssicherungsmaßnahmen. Hier ist zunächst eine Übernetzung geplant.

Für den Zweckverband Landeswasserversorgung durften wir die Erneuerung einer Zubringerleitung DN 350 bei Kirchheim/Teck mit einer Länge von ca. 1.200 m bearbeiten. Die Trasse verläuft überwiegend in den unterschiedlich stark verwitterten Tonmergelsteinen der Jurensismergel- und Posidonienschiefer-Formation. Ein zweites Projekt steht im Zusammenhang mit einem Wasserhochbehälter in steiler Hanglage bei Lenningen auf der Schwäbischen Alb. Während der Behälter selbst tief gegründet stabil steht, zeigt dessen Zufahrtsstraße seit vielen Jahren beständige Deformationen. Unser Auftrag umfasst die Ursachenermittlung für diese Deformationen und eine Variantenstudie zur Sicherung.
In sehr prominenter Lage an der Kulturmeile in Stuttgart waren wir in der Beweissicherung am Staatstheater und an der Staatsgalerie tätig. Viel Zeit für das Betrachten der laufenden Proben oder der ausgestellten Kunstgegenstände blieb während der Begutachtung leider nicht. Ebenfalls in Stuttgart wurde die Beweissicherung am Einkaufszentrum Gerber mit dessen Eröffnung abgeschlossen. In der Esslinger Altstadt haben wir für den Neubau der Hauptstelle der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen unter Einbeziehung der ehemaligen Gaststätte Falken die Beweissicherung durchgeführt.

Bei mehreren Baustellen konnten wir mit baubegleitend durchgeführten Erschütterungsmessungen nachweisen, dass es nicht zu gebäudeschädigenden Erschütterungen in den Nachbargebäuden gekommen ist. Hierzu zählen die Messungen während der Sprengarbeiten am Branichtunnel, während Verdichtungsarbeiten beim Straßenbau an der L 527 in Mosbach und bei Abbrucharbeiten in der Sophienstraße in Stuttgart. Aufgrund dieser Erfahrungen können wir die „präventive“ Durchführung von Erschütterungsmessungen bei entsprechenden Baumaßnahmen wärmstens empfehlen.

Im Verkehrsbereich lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Schieneninfrastruktur. So konnten wir für das Bahnhofmodernisierungsprogramm der DB AG u.a. an den Bahnhöfen in Radolfzell und in Konstanz Baugrund- und Altlastenuntersuchungen durchführen. In Konstanz war dabei die Gründung einer Fußgängerunterführung unter den Bahngleisen in der Seekreide mit weicher, teils breiiger Konsistenz eine besondere Herausforderung.

Auch für den Ausbau der Südbahn zwischen Ulm und Friedrichshafen am Bodensee haben wir bei Biberach mehrere Kilometer Bahnstrecke auf weichen Böden im Untergrund untersucht. Für die geplante Erhöhung der Streckengeschwindigkeit müssen Risiken aus dynamischer Belastung ausgeschlossen werden. Für 4 Brückenerneuerungen an Bahnstrecken entlang des Neckars wurden von uns geotechnische Untersuchungen unter Bahnbetrieb ausgeführt und Gründungsgutachten für die Neubauten sowie Empfehlungen für Bauzustände unter Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit ausgearbeitet. Die Brücken überführen die Bahnstrecken über Straßen oder auch Gewässer. Glücklicherweise konnten die Feldarbeiten bei Niedrigwasser durchgeführt werden; unser bei anderen Projekten erprobtes Floß kam hier nicht zum Einsatz.

Die Reaktivierung der 23 km langen Strecke der Hermann-Hesse-Bahn zwischen Calw und Weil der Stadt wird inzwischen auch von höchster landespolitischer Seite unterstützt. Die im November fertiggestellten Planfeststellungsunterlagen umfassen den 498 m langen Neubautunnel Ostelsheim, für den wir Baugrund und Hydrogeologie erkundet und das Tunnelbautechnische Gutachten erstellt haben. Darauf aufbauend wurden auch die Entwurfsplanung und die Planfeststellungsunterlagen von uns erstellt. Derzeit begleiten wir die von uns ausgeschriebenen Baugrunderkundungsarbeiten in den bis zu 30 m tiefen Einschnitten. Da sich in den Entwässerungsgräben der stillgelegten Strecke inzwischen der streng geschützte Steinkrebs niedergelassen hat, müssen die Bohrarbeiten höchst sensibel unter Beachtung dieser Randbedingung durchgeführt werden.

Bei Stuttgart 21 konzentriert sich unsere Tätigkeit als Sachverständige für Geotechnik derzeit auf die großen Ingenieurbauwerke auf der Filderebene, die Tröge am Tunnel Denkendorf, die Talbrücke Denkendorf sowie die Brücken über die Autobahnanschlussstellen Esslingen und Wendlingen für die zukünftige Hochgeschwindigkeitsstrecke. Hierbei waren Fragestellungen zur negativen Mantelreibung bei Gründungspfählen ebenso zu behandeln wie eine ganzheitliche Verformungsbetrachtung für die Brückenbauwerke und deren Hinterfüllungen. Im Neckartal führten die Erfahrungen aus den Spundwandarbeiten in Stuttgart-Untertürkheim zu einem verfeinerten Erkundungsraster für die Baugrube des in offener Bauweise geplanten Tunnels. Daraus konnten wichtige Erkenntnisse für das Verbaukonzept im Stuttgarter Gipskeuper gewonnen werden.

Östlich von Stuttgart waren wir als Schadensgutachter für ein Autohaus mit einem interessanten Fall betraut. Beim Neubau der Außenanlagen kam es dort zu einem Wasserstau unter den mit Sickerpflaster ausgebildeten Flächen und in der Folge zu einem Verlust der Tragfähigkeit. Im Zuge unserer Feld- und Laboruntersuchungen sowie der Auswertung der vorliegenden Gutachten, Planungen und den Unterlagen aus der bis dato erfolgten Bauausführung konnten die schadensursächlichen Zusammenhänge herausgearbeitet werden. Unter anderem war der anstehende Boden in keinster Weise zur Versickerung geeignet. Bei den noch laufenden Sanierungsmaßnahmen sind wir beratend tätig und haben darüber hinaus die Sanierungskosten ermittelt.

In der Nachtragsabwehr haben wir die DB ProjektBau GmbH bei einer Brückenerneuerung am Neckar unterstützt. Die zu prüfenden Nachträge behandelten geänderte Pfahlgründungen hinsichtlich Durchmesser und Pfahlanordnung wegen angeblich nicht ausreichender Knicksicherheit.

Unmittelbar im Zustrom eines Wasserschutzgebiets, welches der Trinkwasserversorgung der Stadt Hanau dient, soll eine Baugrube für eine Brücke der Nordmainischen S-Bahn ausgehoben werden. Hierfür wurden wir mit der Erstellung eines dreidimensionalen Grundwassermodells für das Stadtgebiet Hanau betraut. Damit konnten wir aufzeigen, dass die Eingriffe sehr gering sind und keine großräumige Veränderung des Grundwasserhaushalts oder Verunreinigungen des Trinkwassers aus der Ankerherstellung zu erwarten sind.

Beim Neubau des Leuze-Tunnels in Stuttgart, der neuen Verbindung zwischen den Bundesstraßen B 10 und B 14 beim Mineralbad Leuze, sind wir innerhalb der Bauüberwachung für die Deklaration des abzufahrenden Erdaushubs und des Bauschutts sowie für geotechnische Fragen zuständig. Dies beinhaltet u.a. die Probenahme vor Ort, die chemische Analytik und die Auswertung der Laborergebnisse auf Basis der VWV und der Deponieverordnung.

Ebenfalls in der Baubegleitung und bei geotechnischen Abnahmen waren wir für verschiedene Bauherren und Bauunternehmen mit Lastplattendruckversuchen tätig. Hierbei führen wir schon seit vielen Jahren dynamische und inzwischen auch statische Versuche mit eigenem Gerät aus.

Bei unseren Auslandsaktivitäten standen neben Projekten in Italien und auf Kuba in diesem Jahr insbesondere Industrieanlagen in den USA und Kanada im Fokus. Unsere Aufgaben bestanden u.a. darin, vorliegende Baugrundgutachten zu prüfen, zusätzliche Baugrunderkundungsmaßnahmen zu planen und  auszuwerten sowie darauf aufbauend einen Gründungsentwurf zu erarbeiten.

Daneben waren wir mehrere Monate in Südafrika für die örtliche Eisenbahngesellschaft als Berater im Hinblick auf die Streckenertüchtigung bzw. die Notwendigkeit von Schutzschichten mit der Auswertung von geotechnischen und geophysikalischen Verfahren beschäftigt. Vor Jahresende durften wir ein weiteres Land zum Tätigkeitsbereich hinzufügen: In Israel konnten wir eine internationale Bietergemeinschaft bei der Angebotsbearbeitung für ein großes untertägiges Verkehrsprojekt beim Spezialtiefbau und beim maschinellen Tunnelbau in Zusammenarbeit mit einem weiteren Partner aus Deutschland unterstützen.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Freiberg

Für Ihre Region ist weiterhin die Niederlassung in Freiberg unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Lutz Diener verantwortlich. Die Niederlassung der Dr. Spang GmbH in Freiberg besteht nunmehr seit 20 Jahren am gleichen Ort und hat sich erfolgreich in der Region etabliert. Im November 1994 hat unsere Arbeit mit zwei Mitarbeitern begonnen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit lag zu Beginn in der Beurteilung und Sanierung von Felsböschungen und bei Baugrunduntersuchungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte.

Heute sind in der Freiberger Niederlassung der Dr. Spang GmbH 10 Mitarbeiter beschäftigt. Wir bedienen einen ausgewogenen Kundenkreis an öffentlichen und privaten Auftraggebern, für die wir 2014 zahlreiche spannende und abwechslungsreiche Projekte erfolgreich bearbeiten konnten. Unser Tätigkeitsfeld hat sich seit 1994 stetig erweitert. Wir dürfen uns an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit des letzten Jahres und der davorliegenden 20 Jahre bedanken – vielen Dank für das Vertrauen in unsere Arbeit.

Unser Niederlassungsleiter Herr Diener, seit 2010 auch vom Eisenbahnbundesamt anerkannter Gutachter für Erd- und Grundbau im Eisenbahnbau, war auch in 2014 als geotechnischer Gutachter an der Prüfung von zahlreichen Bahnquerungen für regionale und überregionale Energieversorgungsunternehmen bundesweit beteiligt.

Ein besonders interessantes Projekt unter Beteiligung aller Fachbereiche der Niederlassung war die Renaturierung der vermoorten Sernitzniederung südwestlich von Greiffenberg im Nordosten des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, welches wir für das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg bearbeiten durften. Ziel unserer Arbeit war es, die Auswirkungen der Grundwasserstandsanhebung auf die Funktionssicherheit der Bahnstrecke Berlin-Pasewalk-Stralsund geotechnisch abzuschätzen. In Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten konnte eine Lösung gefunden werden, die sowohl die Renaturierung des Moores zulässt, als auch den sicheren Bahnbetrieb ermöglicht.

Sehr intensiv hat uns 2014 die Bewältigung eines Bauschadens an der insgesamt ca. 12 km langen und aus über 220 Schächten und 7.500 Einzelrohren bestehenden Leerrohrtrasse in einem großen Fertigungswerk in Leipzig beschäftigt. Im Auftrag der Versicherung wurden die aufgetretenen Schäden von uns erfasst und analysiert, die eingetretenen Verformungen vor Ort überprüft, Sanierungsvorschläge erarbeitet und Angebote für die Vorzugslösung eingeholt. Mit der Sanierung der Schäden unter geotechnischer Leitung der Dr. Spang GmbH wurde inzwischen begonnen, die Arbeiten sollen 2015 abgeschlossen werden. Für den derzeit umgesetzten Erweiterungsbau hat die Dr. Spang GmbH jetzt auch die geotechnische Beratung für die Bauausführung der Leerrohrtrassen im direkten Auftrag des Bauherrn übernommen. Es wurde abweichend vom Entwurf eine völlig neue Lösung erarbeitet, um zukünftige Schäden an den Leerrohren auszuschließen.

Mit unseren erfahrenen Mitarbeitern nehmen wir zunehmend auch Aufgaben der Beweissicherung von Bauwerken und Infrastruktur wahr. In der Gemeinde Mulda setzt die Landestalsperrenverwaltung (LTV) an zwei Bauabschnitten ein Hochwasserschutzkonzept um. Die Dr. Spang GmbH führt die Beweissicherung der unmittelbar angrenzenden Nachbarbebauung aus, zunächst vor Beginn der Bauarbeiten, ggf. bei Schadensereignissen während der Arbeiten und schließlich nach Beendigung der Wasserbauarbeiten. Insgesamt wurden 22 Einfamilienhäuser mit Gewerberäumen und Nebengebäuden, 3 Werkhallen, 4 Straßenabschnitte mit Grundstückszufahrten und 1 Baudenkmal begutachtet.

Auch in der Stadt Olbernhau wurde im Auftrag der LTV an 5 Vergabeeinheiten entlang der Flöha baubegleitend die Beweissicherung durchgeführt. Zusätzlich haben wir dort bei der Bohrpfahlherstellung im Fels und dem Rammen der Verbauträger für die angrenzenden Gebäude die Einhaltung der zulässigen Erschütterungen mit eigener Messtechnik überwacht. Die Dr. Spang GmbH hat auch bei der Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche von Anwohnern mitgewirkt. So konnte mit einer Nachuntersuchung an einem Gebäude zweifelsfrei gezeigt werden, dass der vorhandene Gebäudeschaden eine Folge der Hochwasserereignisse 2013 war und nicht im Zusammenhang mit der Bauausführung entstanden ist.

In unseren klassischen Tätigkeitsfeldern haben wir in diesem Jahr Altlastenuntersuchungen für das Amt für Ländliche Neuordnung in der Ortslage Görzig der Stadt Großenhain für den Rückbau der ehemaligen Schweinezuchtanlage vorgenommen. Die Dr. Spang GmbH hat mit einer Unterlagenrecherche alte Planunterlagen beschafft, den baulichen Zustand vor Ort dokumentiert, ein Erkundungsprogramm erarbeitet, die Altlastenerkundung ausgeführt und darauf aufbauend ein Entsorgungskonzept und ein Abbruchkonzept erstellt.

Die Dr. Spang GmbH hat 2014 zahlreiche Baugrundgutachten für unterschiedlichste Projekte ausgeführt. Für die DB ProjektBau GmbH in Dresden wurden Baugrundgutachten und Gründungsberatungen für einen Streckenabschnitt der ABS Leipzig-Dresden (VDE9) von ca. 2,1 km Länge mit 3 Bauwerken bei Radebeul ausgeführt. Für die Hochwasserschadensanierung an einer Hängebrücke in Grimma haben wir ein Baugrundgutachten erarbeitet und den Planer bei der technischen Lösung fachlich unterstützt.

An der Flöha in Leubsdorf wurde für den Ersatzneubau der Straßenbrücke baubegleitend eine technisch günstigere Lösung für den Verbau im Fließgewässer erarbeitet und erfolgreich umgesetzt. Für die benachbarte Bahnbrücke wurde in Abstimmung mit dem Ausführungsplaner eine Baugrundnachuntersuchung ausgeführt und damit die Voraussetzung für den Einschub der Rahmenkonstruktion über eine Vorschubbahn geschaffen. Der geplante Einbau einer Fertigteilbrücke unter stark beengten Platzverhältnissen in einer 3-tägigen Sperrpause konnte so umgangen werden. Das Projekt wurde bereits erfolgreich umgesetzt.

Als besondere Herausforderung haben wir die Baugrund- und Bauwerksuntersuchung für den Neubau des Gemeindehauses und die Sanierung des Innenraumes der Christuskirche in Kehl betrachtet. In Zusammenarbeit mit unserer Niederlassung in Esslingen wurde die Erkundung ausgeführt. Ziel der Untersuchung war, die Gründungsverhältnisse des Bestandes zu erkunden, den Baugrund zu beurteilen und dabei auch die Frage nach dem seit langem stetig weiter vom Kirchenschiff abreißenden Kirchturmbereich zu beantworten. Im Ergebnis der Untersuchung konnte neben der Gründungsberatung für den Ersatzneubau des Gemeindehauses auch zweifelsfrei die Ursache des Bauwerksschadens am Kirchturm benannt und dafür ein Sanierungskonzept erstellt werden.

Seit über 5 Jahren werden nunmehr von Freiberg aus neben den klassischen geotechnischen Aufgabenstellungen deutschlandweit Projekte auch auf naturschutzfachlichem Gebiet bearbeitet. Diese überregionale Arbeit ist durch die vielfältige länderspezifische Gesetzgebung sehr anspruchsvoll. Unsere Mitarbeiter sind aufgrund der überregionalen Arbeit in der Lage, die Interessen der Auftraggeber auch mit Projekterfahrungen und Lösungsansätzen aus anderen Bundesländern erfolgreich voranzubringen. Zu nennen ist dabei z. B. die NBS Halle/Leipzig-Erfurt. Wir haben dort über 5 Jahre die ökologische Bauüberwachung beim Streckenneubau von ca. 20 km Länge ausgeführt.

Weitere naturschutzfachliche Projekte zu Felssicherungsmaßnahmen fanden z. B. in Schriesheim (Ba-Wü), Schalksmühle (NRW), in Hösbach (By), Zachenberg (By) und in Werdorf (He) statt. Erstellt wurden Landschaftspflegerische Begleitplanungen, artenschutzrechtliche Prüfungen, Prüfungen der Verträglichkeit der Vorhaben mit den Schutzzielen von Natura 2000 Gebieten bzw. Naturschutzgebieten. Für einige Objekte haben wir auch die ökologische Baubegleitung bei der Umsetzung der Baumaßnahmen übernommen.

Die Dr. Spang GmbH ist seit vielen Jahren auch international erfolgreich. Bei unseren Auslandsaktivitäten standen neben Projekten in Italien und auf Kuba in diesem Jahr insbesondere Industrieanlagen in den USA und Kanada im Fokus. Unsere Aufgaben bestanden u.a. darin, vorliegende Baugrundgutachten zu prüfen, zusätzliche Baugrunderkundungsmaßnahmen zu planen und auszuwerten sowie darauf aufbauend einen Gründungsentwurf zu erarbeiten.

Daneben waren wir mehrere Monate in Südafrika für die örtliche Eisenbahngesellschaft als Berater im Hinblick auf die Streckenertüchtigung bzw. die Notwendigkeit von Schutzschichten mit der Auswertung von geotechnischen und geophysikalischen Verfahren beschäftigt. Vor Jahresende durften wir ein weiteres Land zum Tätigkeitsbereich hinzufügen: In Israel konnten wir eine internationale Bietergemeinschaft bei der Angebotsbearbeitung für ein großes untertägiges Verkehrsprojekt beim Spezialtiefbau und beim maschinellen Tunnelbau in Zusammenarbeit mit einem weiteren Partner aus Deutschland unterstützen.

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Projekte unter Leitung der Niederlassung Nürnberg

Im mittlerweile 5. Geschäftsjahr hat sich unsere Nürnberger Niederlassung gut in der Region bzw. in ganz Bayern etabliert. Unser örtliches Team ist in dieser Zeit auf mittlerweile 10 „feste“ Mitarbeiter angewachsen. Wir profitieren als Teil der Dr. Spang GmbH mit inzwischen fast 100 Mitarbeitern von der Kapazität und dem Know-how des Gesamtunternehmens, auf das wir regelmäßig bei speziellen Fragestellungen zurückgreifen.

Aus diesem Grund sind wir in Nürnberg in der glücklichen Lage auf sämtliche Fragestellungen des geotechnischen Tätigkeitsspektrums reagieren zu können. Wir konnten unseren Kundenkreis an öffentlichen und privaten Auftraggebern weiter ausbauen und freuen uns Ihnen in den nachfolgenden Abschnitten einen Überblick über zahlreiche spannende und abwechslungsreiche Projekte präsentieren zu dürfen.

Über die DB AG wurden wir im laufenden Jahr mit vielen interessanten Aufgaben entlang der Hauptstrecke 5850, Regensburg - Nürnberg beschäftigt. Neben gutachterlichen und planerischen Tätigkeiten zur Sicherung der Felshänge und Ertüchtigung von Stützbauwerken zwischen Mariaort und Etterzausen (km 5 - 8), konnten in Krappenhofen (km 42) und im Eiskanal bei Deining (km 51) laufende Maßnahmen zur Felssicherung und zum Steinschlagschutz erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Zuletzt hat uns eine Sofortmaßnahme zur Ertüchtigung einer labilen Böschungsflanke bei Sengenthal (km 58) sehr intensiv beschäftigt. Innerhalb eines Wochenendes musste die Planung und Realisierung der Dammsanierung erfolgen, bei der ca. 3.500 t Material über unwegsames Gebiet zur Einbaustelle gebracht und verbaut wurden.

Auch bei der Realisierung der derzeit größten Bahnbaustelle Bayerns, dem Neubau der 530 m langen Aurachtalbrücke an der Strecke Fürth - Würzburg, sind wir im Auftrag der DB Projektbau GmbH, München, mit der Durchführung der Fremdüberwachung für Geo- und Umwelttechnik sowie mit Teilaspekten der Ausführungsplanung tatkräftig beteiligt. Die in schwierigen geologischen Verhältnissen im Gipskeuper tief zu gründende Filigrankonstruktion mit 10 Stützpfeilern, soll in einen bis zu 40 m hohen Erddamm übergehen. Im Rahmen dieses Vorhabens sind anspruchsvolle fachplanerische Ausführungen und beratende Tätigkeiten gefragt.

Mit der Ausführungsplanung für die Stützwandsanierung in Grafenau an der DB Strecke Zwiesel - Grafenau, waren wir in der zweiten Jahreshälfte für die Josef Rädlinger Bauunternehmen GmbH tätig. In einer engen Terminschiene war der Teilneubau einer 75 Jahre alten, 8 m hohen Stützmauer in beengter Ortslage zu realisieren. Von uns wurde hierzu eine ausführungsreife Planung inkl. der dazugehörigen statischen Nachweise erstellt. Bei der ebenfalls im Bayerischen Wald gelegenen Felssicherungsmaßnahme bei Zachenberg wird im Auftrag der DB Netz AG Nürnberg ein bis zu 35 m tief in das Granitgebirge reichender Einschnitt über eine Länge von über 200 m beidseitig mittels Schutznetzen und Steinschlagschutzzäunen gesichert. Neben der gutachterlichen Bewertung der vorliegenden Risiken, wurden durch unser Büro sämtliche relevanten technischen Planungen erbracht und auch alle naturschutzfachlichen Planungsbeiträge erstellt.

Weiterhin sind wir für das Staatliche Bauamt Würzburg mit der planerischen Umsetzung von Felssicherungsmaßnahmen entlang der Bundesstraße B 27, südlich von Karlstadt, tätig. Hier sind über eine Länge von 1,4 km eine Reihe unterschiedlicher Einzelmaßnahmen in den bis zu 50 m über Fahrbahn aufragenden Felswänden des Unteren Muschelkalks zu planen. Die zu berücksichtigenden Randbedingungen, wie verkehrsbetriebliche Einschränkungen oder naturschutzrechtliche Vorgaben, verleihen diesem Vorhaben ein hohes Maß an Komplexität.

Belange des Natur- und Umweltschutzes, wie auch des Denkmalschutzes spielen auch bei der geplanten Teilsanierung des Doggerwerks im mittelfränkischen Happurg eine zentrale Rolle. Die in der Endphase des Dritten Reichs projektierte, unterirdisch angelegte Rüstungsproduktionsanlage wurde gegen Kriegsende unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen nur zum Teil fertiggestellt. Aufgrund fehlender Innenausbauten gilt ein Teil der ca. 4 km langen Stollenanlage als einsturzgefährdet. Unser Büro ist seitens des Staatlichen Bauamts Nürnberg mit der Entwicklung eines Sanierungskonzepts für die standsicherheitskritischen Bereiche beauftragt. Aufgrund seiner Lage in einem FFH-Gebiet und vor dem Hintergrund der geschichtlichen Bedeutung des Standorts ist neben den technischen Planungsaspekten ein hohes Maß an Sensibilität und fachspezifischem Wissen erforderlich.

Ein naturschutzfachlich besonders strenger Schutzstatus gilt hierzulande auch für den Biber, der sich in den deutschen Flusslandschaften wieder angesiedelt hat. Aufgrund einer stetigen Populationsentwicklung treten mittlerweile vielfach Probleme durch die intensive Grabaktivität der Nagetiere, gerade an Erdbauwerken und Infrastrukturbauwerken auf. Senkungen durch einbrechende Hohlräume sind an Dammlagen der DB Strecke 5500 München - Regensburg nicht zu tolerieren. Im Auftrag der DB Netz AG haben wir daher ein Konzept zur Ertüchtigung schadhafter Dammbereiche mittels Lanzeninjektionen und anschließender Sicherung gegen Wiederbefall entwickelt. Unter strenger Beachtung naturschutzfachlicher Auflagen, welche vor allem den Biber- und den Gewässerschutz betrafen, wurden im vergangenen Jahr Erdbauwerke über eine Gesamtlänge von insgesamt 2,5 Streckenkilometern erfolgreich instand gesetzt und gesichert.

Auch auf kommunaler Ebene haben wir im laufenden Jahr eine Vielzahl interessanter Projekte erfolgreich abgeschlossen. So wurde im Auftrag der Gemeinde Kümmersbruck im Rahmen des Brückenbauprojekts Vilsbrücke in Theuern die Baugrunderkundung durchgeführt. Die anspruchsvollen Feldarbeiten wurden z.T. im Fließgewässer von unserem büroeigenen Schwimmponton ausgeführt. Weitere Erkundungsprojekte für Straßen- und Tiefbauprojekte sowie Baugebietserschließungen haben wir für die Gemeinden Schmidmühlen sowie die Städte Amberg, Hirschau und Sulzbach-Rosenberg sowie auch Dietramszell (Oberbayern) realisiert.

In diesem Zusammenhang ist auch die Stadt Volkach am Main aufzuführen, in deren Auftrag wir eine Großrutschung im Weinberg von Escherndorf untersuchen durften. Im Rahmen dieses Projekts ist in Zusammenarbeit mit dem Geozentrum Nordbayern der Universität Erlangen - Nürnberg, eine Masterarbeit in Ingenieurgeologie entstanden.

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Mit diesem Jahresrückblick konnten wir wie immer nur eine kleine Auswahl unserer Projekte vorstellen. Der Ausblick auf eine Fortsetzung der kooperativen Zusammenarbeit mit Ihnen motiviert uns sehr. Gerne sind wir auch im neuen Jahr Ihr Partner, der Ihnen kompetent und zuverlässig zur Seite steht.

In wenigen Tagen werden wir traditionell mit allen Mitarbeitern und deren Partnern gemeinsam den Jahresabschluss feiern. Dann freuen wir uns auf festliche Tage gemeinsam mit unseren Familien. Ihnen und Ihrer Familie, Ihren Mitarbeitern und Kollegen wünschen wir frohe Feiertage, einen schwungvollen Jahreswechsel und einen gelingenden Start in ein erfolgreiches 2015 mit vielen guten Ideen sowie Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Christian Spang (Geschäftsführer)
Dipl.-Geol. Gerhard von Zezschwitz (Abteilungsleiter)
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Göhner (Leiter der Niederlassung Esslingen)
Dipl.-Ing. Lutz Diener (Leiter der Niederlassung Freiberg)

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Seminar zur Ausbildung von qualifizierten Planungsingenieuren
für Tunnel und Erdbauwerke 2014, Felsmechanik

Download Seminarunterlagen als PDF (20.955 KByte)

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Neue Niederlassung in Frankfurt am Main


Im Oktober 2014 eröffnen wir unsere neue Niederlassung in Frankfurt am Main in der Rennbahnstraße 72 - 74.

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Fachausstellung Geotechnik anlässlich der 33. Baugrundtagung 2014

am 24. und 25. September 2014 im ESTREL Convention Center Berlin

Ergänzend zum reichhaltigen Tagungs- und Exkursionsprogramm werden sich in diesem Jahr auf der Fachausstellung Geotechnik der Baugrundtagung rund 150 in- und ausländische Unternehmen präsentieren.

Auch wir sind wieder mit dabei und laden Sie herzlich ein, uns zu besuchen. Auf unserem Stand S 18 informieren wir Sie gern über unser Leistungsspektrum und aktuelle Projekte. Sie haben dort Gelegenheit, mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung der Dr. Spang GmbH ein persönliches Gespräch zu führen. Es erwarten Sie u.a. Herr Dipl.-Ing. L. Diener (NL Freiberg), Herr Dipl.-Ing. (FH) B. Göhner (NL Esslingen), Herr Dipl.-Geol. Jochen Wolf (NL Nürnberg), Herr Dr.-Ing. Gerd Festag, Herr Prof. Dr.-Ing. René Schäfer, Herr Dipl.-Ing. Lars-Michael Stock, Herr M.Sc. Jörn Neumann, Herr Dr.-Ing. Axel Möllmann und Herr Dipl.-Ing. C. Spang.

Unser Herr Stock reiht sich in diesem Jahr in den Kreis der Referenten ein. Er wird am Donnerstag, dem 25.09.2014, in der Zeit von 11:00 Uhr bis 11:20 Uhr Zum Thema „Schnettkerbrücke in Dortmund – HDI-Gründung hochbelasteter Brückenfundamente“ referieren.

Sie können sich außerdem über die neueste Version unserer Steinschlagsimulations-Software ROCKFALL V 7.1 informieren. Wir können Ihnen dort auch komplexere Anwenderfragen zum theoretischen Hintergrund der Simulation beantworten und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Steinschlagschutz und unserer Simulationssoftware geben.

Weitere Details und Informationen finden Sie unter www.baugrundtagung.com.

Gerne reservieren wir Ihnen auch einen persönlichen Gesprächstermin und nehmen Ihre Wünsche dazu unter (02302) 91402-0 oder per Email an zentrale@dr-spang.de entgegen.

Kommen Sie vorbei: zum Gespräch und auf einen italienischen Espresso mit feinem Gebäck.

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Seminare an der Technischen Akademie (TAE) in Esslingen
Veranstaltet von der Dr. Spang GmbH

Tunnelsanierung

am Montag, 20.10.2014
unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Christian Spang

Die Sanierung von Tunnelbauwerken ist ein aktuelles Thema im Ingenieurbau, denn eine Vielzahl der derzeit in der Nutzung befindlichen Tunnel ist heute älter als 100 Jahre. Die Sanierung dieser Bauwerke stellt höchste ingenieurtechnische Herausforderungen an alle Beteiligten im Straßen- und Eisenbahnbau.

Mehr Infos zum Seminar (PDF, 33 KByte)

Verankerungen, Vernagelungen und Pfähle im Grundbau

am 01.12.2014 bis 02.12.2014
unter der Leitung von Herrn Dr.-Ing. G. Festag

Das Seminar vermittelt einen umfassenden Überblick über die heute gebräuchlichen Bauelemente, mit denen Zug- und Druckkräfte in den Baugrund eingeleitet werden. Es werden die verschiedenen Anker-, Nagel-, Pfahltypen und pfahlähnliche Elemente, Konstruktionsmerkmale, Herstellung, Prüfung, Tragverhalten sowie der Einsatz anhand von Anwendungsbeispielen behandelt. Der Stand der aktuellen Normung sowie der Bemessungverfahren mit besonderer Berücksichtigung des EC 7 und der neuen Normengeneration wird vermittelt.

Mehr Infos zum Seminar: www.tae.de

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21. Symposium für Felsmechanik und Tunnelbau

Anlässlich des von der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e.V. veranstalteten Symposiums referiert Herr Dipl.-Ing. Christian Spang in Zusammenarbeit mit Herrn Dipl.-Ing. W. Schuck, DB Netz AG, und Herrn Pro. Dr.-Ing. B. Fröhlich, gbm GmbH, zum Thema:

„Sicherung bestehender Felsböschungen der Deutschen Bahn AG, Aktualisierung der Ril 836.4201“

Das 21. Symposium findet am 07.05.2014 in der König-Karl-Halle im Haus der Wirtschaft in 70174 Stuttgart statt.

Mehr Infos hier zum Download (PDF)

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RuhrGeotag 2014 in Bochum

Das Thema des diesjährigen RuhrGeo Tag 2014 lautet: Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrrevier: Realität und Perspektiven für die Geotechnik.
Unser Mitarbeiter Lars-Michael Stock, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Standsicherheitsfragen in Gebieten oberflächennahen Bergbaus im Bezirk des Landes NRW, wird um 12:00 Uhr in Zusammenarbeit mit Herrn Claudius Kellner, Bilfinger Spezialtiefbau GmbH, im Themenblock Standsicherheit zum Thema:

„Nachträgliche Sicherung bereits verfüllter Bergwerksschächte, Planung und Ausführung“

referieren.

Der von der Ruhr-Universität Bochum veranstaltete RuhrGeotag 2014 findet in diesem Jahr am 27.03.2014 im Deutschen Bergbaumuseum Bochum, 44791 Bochum, Am Bergbaumuseum 28, statt.

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Zum 4. Mal auf der STUVA präsent

Die STUVA Tagung gehört zu den weltweit führenden Branchentreffs des unterirdischen Bauens und fand vom 27.11. bis 29.11.2013 in Stuttgart im Internationalen Congresscenter Stuttgart statt. Das Tagungs-Motto lautete: „Tunnel – Infrastruktur für die Zukunft“. Mehr als 1.500 Teilnehmer und weitere Fachbesucher aus ca. 20 Nationen nahmen teil. Auf der begleitenden Fachmesse präsentierten wir unser Unternehmen und unserer Dienstleistungen.

Dr. Spang GmbH auf der STUVA

Auf dem Messestand betreuten u.a. Herr Häring und Herr Spang die interessierten Fachbesucher, hier im Gespräch mit Herrn Reichl.

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Sechs vereidigte Sachverständige in unserem Unternehmen

Dipl.-Ing. Lars-Michael Stock ist seit kurzem öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Standsicherheitsfragen in Gebieten tages- und oberflächennahen Bergbau.
Dr.-Ing. René Schäfer, Abteilungsleiter Geotechnik in unserem Unternehmen, ist seit dem Dezember 2012 öffentlich bestellter Sachverständiger für Grundbau.
Dipl.-Ing. Lutz Diener, Leiter unserer Niederlassung in Freiberg, wurde im Juli 2010 zum öffentlich bestellten und vereidigten EBA-Sachverständigen, Sachgebiet Geotechnik, ernannt.
Dr.-Ing. Gerd Festag, wurde im Jahr 2008 zum vereidigten Sachverständigen für das Gebiet Grundbau, Erdbau im Verkehrswegebau, öffentlich bestellt.
Dipl.-Geol. Bernd Hippler ist seit 2003 unser Sachverständiger für Standsicherheitsfragen in Gebieten oberflächennahen Bergbaus im Bezirks des Landes NRW.
Dr.-Ing. Schilde ist seit 1992 anerkannter Sachverständiger für Erd- und Grundbau nach DIN 1054 Bauordnungsrecht, bestätigt vom Institut für Bautechnik Berlin.

Der Beirat hat seine Tätigkeit beendet
Seit 2006 konnten wir von dem Sachverstand und den vielfältigen Erfahrungen unseres Beirates profitieren. Nachdem die primäre Aufgabe des Beirates – eine Hilfestellung der Geschäftsführung nach dem Tod des Firmengründers Dr. rer. nat. Raymund Spang als erfüllt angesehen wurde – hat der Beirat zum Ende Dezember 2012 seine Tätigkeit beendet. Den vier Beiratsmitgliedern

gilt unser herzlichster Dank für die vielen Anregungen, die zahlreichen guten Ratschläge und eine immer engagierte Mitarbeit. Wir sind sehr stolz darauf, dass uns dieser kompetent besetzte Beirat über 6 Jahre lang begleitet hat.

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Auf Expansionskurs: Büroerweiterung für unsere Wittener Zentrale

In 7 hellen und frisch renovierten Büroräumen werden 5 Arbeitsplätze neu geschaffen, um allen neuen Kollegen ein angemessenes Arbeitsumfeld in guter Atmosphäre bieten zu können.

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Weihnachtsbrief 2012

Sehr geehrte Geschäftskunden und Partner,

das Jahr 2012 war ein erfolgreiches Jahr für uns, was wir zum Jahresende zum Anlass nehmen, uns bei Ihnen für das auch in diesem Jahr entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken. Das gesamte Team der Dr. Spang GmbH bedankt sich für Ihr Vertrauen, Ihre Treue und die fruchtbare und zielgerichtete Zusammenarbeit. Durch die vielfältigen Aufträge konnten wir auch in diesem Jahr wieder spannende und abwechslungsreiche Projekte erfolgreich bearbeiten. Unser traditioneller Jahresbrief gibt einen kleinen Einblick in das umfangreiche Aufgabenspektrum des Jahres 2012.

Der Umbau der Centrum Galerie war z.B. eines dieser anspruchsvollen Projekte des Jahres 2012. In diesem großen Einkaufszentrum in der Dresdener Innenstadt werden unter vollem Betrieb u.a. neue Fahrstuhlschächte und Rolltreppen eingebaut. Dazu sind Tiefergründungen unmittelbar neben hochbelasteten tragenden Stützen nötig – maßgebende Randbedingung ist hierbei die vorhandene „Weiße Wanne“. Wir haben den Baugrund untersucht und die technische Lösung für die Nachgründung erarbeitet. Es wurden u.a. Unterfangungen mittels HDI und Manschettenrohrinjektionen geplant und ausgeschrieben, die derzeit von uns überwacht werden.

Für die ThyssenKrupp Uhde GmbH waren wir 2012 in Ägypten, der Türkei, im Kaukasus, auf Kuba, in den USA und auf der Arabischen Halbinsel tätig. Aus den Projekten ragt besonders der Neubau einer Düngemittelanlage südlich von Istanbul heraus, für welche wir neben dem Gründungsgutachten u.a. vertikale und horizontale Probebelastungen an Großbohrpfählen planen und vor Ort begleiten sowie das geotechnische Design der kombinierten Pfahl-Plattengründung (KPP) mittels numerischer Berechnungen durchführen werden.

In der Tunnelsanierung konnten wir die Entwurfsplanung für die beiden Röhren des Schlossbergtunnels in Tübingen im Zuge der B 28 durchführen. Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen von uns abschließend erstellt. Zudem haben wir 2 Tunnel der DB AG hinsichtlich der Bausubstanz und der Tragfähigkeit der Tunnelschale begutachtet. Am Burgbergtunnel in Erlangen, dem ältesten Eisenbahntunnel in Deutschland, wurde eine Zustandserfassung und -begutachtung durchgeführt. Neben dem Tunnel soll eine 2. Röhre aufgefahren werden. Zur Absicherung der Vortriebstechnologie wurden die Auswirkungen möglicher Erschütterungen, durch z.B. einen Sprengvortrieb, bewertet. Am Schwerter Tunnel bei Dortmund liegen dagegen bereits deutliche Schäden und Wassereintrittsstellen vor. Die Standsicherheit wurde hier von uns rechnerisch und im Hinblick auf die Erfordernis einer Sanierung bewertet.

Im Verkehrswegebau führten wir an zahlreichen Straßen und Bahnstrecken Untersuchungen für Lärmschutzwände oder Bauwerkserneuerungen durch. Bei Bahnhofsumbauten im ganzen Bundesgebiet waren neben Gründungsberatungen für Bahnsteige und Aufzüge auch stets Altlasten zu untersuchen. Die geotechnische Bearbeitung für die 70 km Bahnstrecke - VDE 8.1.1 Nürnberg-Ebensfeld - wird in diesem Jahr noch zum Abschluss gebracht. Für die DB ProjektBau GmbH haben wir die Baugrunderkundung für ein Teilstück der ABS Berlin – Dresden ausgeführt. Die Strecke ist für den Ausbau mit einer Reisegeschwindigkeit von 200 km/h geplant und soll helfen, die Reisezeit zwischen Dresden und Berlin zu verringern. Neben dem Streckengutachten wurden für diverse Bauwerke im Überflutungsbereich der Röder Gründungsgutachten erstellt. In diesem Rahmen wurden z.B. auch Inklinometermessungen an den Bestandsdämmen ausgewertet und Standsicherheitsnachweise für die Bahndämme erstellt.

Der Wasserbau hat uns u.a. mit der geotechnischen Beratung für den Neubau einer Wasserkraftanlage an der Ems in Warendorf wieder vor anspruchsvolle Aufgaben gestellt. Nach der Planung wird die Anlage in einen tief ausgespülten Kolk der Ems hinein gebaut, so dass komplexe Bauzustände zu beachten sind. Neben Erkundung mit unserem Floß und Baugrundgutachten führten wir auch eine Variantenstudie zum Baugrubenverbau mit entsprechenden statischen Berechnungen durch. Standsicherheitsnachweise für Dämme bzw. Deiche nach MSD / DIN 19 700 waren für die Dammnachsorge am Dortmund-Ems-Kanal (WSA Rheine), für den Obergraben Bamenohl an der Biggetalsperre (Ruhrverband) und für einen großen Abschnitt am Schwarzbach (Emschergenossenschaft) Teil unserer Leistungen. Bei allen 3 Projekten wurden bzw. werden derzeit Baugrunderkundungen, Laborversuche und geophysikalische Messungen durch uns ausgeschrieben bzw. überwacht.

Für den geplanten Rohrvortrieb DN 2.400 und die entsprechenden Start- und Zielgruben in Stuttgart-Möhringen haben wir die Baugrunderkundung geplant, überwacht und das Baugrundgutachten erstellt. Die Emschergenossenschaft haben wir erneut in der Umgestaltung des Einzugsgebiets der Emscher unterstützt. Hierzu zählten die Erstellung von geotechnischen Gutachten für einen Rohrvortrieb DN 1.000 unterhalb einer 6-gleisigen DB-Strecke und einer 2-gleisigen S-Bahn-Linie, die Vergrößerung des Hochwasserrückhaltebeckens am Oespeler Bach sowie Bodenmanagementkonzepte zur ökologischen Umgestaltung.

Für das Regierungspräsidium Stuttgart haben wir den Albabstieg an der BAB A8 (Drackensteiner Hang) auf Stein- und Felssturzrisiken untersucht. Zum Ärger vieler Autofahrer musste dies während einer Vollsperrung der BAB A8 an einem Wochenende durchgeführt werden. Durch den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Untersuchungsteams und Hubsteiger an dem etwa 900 m langen Abschnitt konnte das enge Zeitfenster für die Untersuchungen eingehalten bzw. sogar verkürzt werden. Zwei Wochen später wurde in einer nächtlichen Vollsperrung bereits die erste Sofortmaßnahme ausgeführt, die endgültige Sicherung wird in den nächsten Jahren erfolgen.

In Dresden wurde die Felssicherung für das Projekt „Hoher Stein“ umgesetzt. Dabei handelt es sich um einen bis zu 55 m hohen und etwa 200 m langen Böschungsabschnitt unmittelbar an der Bahnstrecke Dresden-Werdau. Wir haben dort nach der Planung im letzten Jahr die fachtechnische und ökologische Bauüberwachung der Felssicherungsarbeiten ausgeführt und damit zum reibungslosen Bauablauf, der für ca. 1.000 m² Übernetzung und ca. 120 m Fangzäune wegen der bahnbetrieblichen Randbedingungen strikt auf 4 Wochen begrenzt war, maßgeblich beigetragen.

Für die Landeshauptstadt München erbringen wir neben den ingenieurgeologischen Untersuchungen an Hängen des Isar Ostufers nun Planungsleistungen für Fels- und Hangsicherungsmaßnahmen. Aufgrund der Lage in Schutzgebieten erarbeiteten wir mit eigenem Personal auch die landschaftspflegerische Begleitplanung und die speziellen artenschutzrechtlichen Untersuchungen. Wenige Kilometer flussaufwärts führen wir im Zuge des Hochwasserschutzes für das Baureferat der Stadt München Standsicherheitsuntersuchungen und messtechnische Überwachungen an den Isar-Hochufermauern im innerstädtischen Bereich durch.

Im Sauer- und Siegerland wurden für die DB AG zur Beseitigung von Steinschlag- und Felssturzrisiken erneut eine Vielzahl von Böschungen und Hängen untersucht. Unter anderem wurde die etwa 50 m hohe Felswand über dem Südportal des Uhu-Tunnels im Hönnetal begangen. Aufgrund der Lage des Uhu-Tunnels in einem Natura-2000-Schutzgebiet waren neben der landschaftspflegerischen Begleitplanung auch spezielle artenschutzrechtliche Untersuchungen sowie die FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich. Auch in den Niederlanden waren wir als Geotechniker, Planer und Bauüberwacher für eine Felssicherung auf dem Steinbruchgelände der ENCI in Maastricht tätig. Es wurde eine vorhandene Übernetzung ertüchtigt und ein über 1.000 m³ großes Einzelrisiko mit 15 m langen doppelt korrosionsgeschützen GEWI Ankern mit Ø 63 mm gesichert.

Für zahlreiche Hoch- und Straßenbaumaßnahmen im Ruhrgebiet wurden in diesem Jahr Grubenbildeinsichtnahmen wegen des Altbergbaus durchgeführt, um das Risiko für die Tagesoberfläche bzw. für die Bauwerke abschätzen zu können. Im Dortmunder Stadtgebiet wurden wegen erkannter Risiken Suchbohrungen abgeteuft. Dabei wurden unter der stark befahrenen L 672 (Benninghofer Straße) Tagesbruchrisiken festgestellt. Durch Verfüll- und Verpressbohrungen konnte die Gefahr für den Straßenverkehr beseitigt werden. In Plettenberg wurde die ehemalige Erzgrube „Neu Glück“ untersucht. Die für Besucher zugänglichen Stollen zeigten offene Klüfte und Gesteinsablösungen, die zu einer Gefährdung der Gäste führten. Nach Kartierung der Risiken wurden unter Berücksichtigung des ursprünglichen Bergbaucharakters Sicherungsmaßnahmen festgelegt und ausgeführt.

In 2012 wurde die 72 km lange MEGAL Loopleitung als Teil des europäischen Ferngasverbundnetzes in anspruchsvollem Gelände des Bayerischen Waldes im Grenzbereich zwischen Locker- und Festgestein (Gneise / Granite mit Wollsackverwitterung) verlegt. Hierfür führten wir die Fachbauleitung Tiefbau für die Leitung DN 1.000, mit allen Sonderbauwerken und Stationen sowie für die Dükerung des Flusses Regen und den Microtunnel unter der Naab durch, nachdem wir in 2010 das entsprechende geotechnische und wasserwirtschaftliche Gutachten erstellt hatten.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung begleiten wir seit Dezember 2011 die Pilotprojekte zur Neufassung der Boden- und Felsklassen gemäß DIN 18 300. Dabei sollen die bislang üblichen Boden- und Felsklassen durch Homogenbereiche ersetzt werden, denen eine jeweils projektspezifische Definition zu Grunde liegt. Daraus soll sich eine klarere Zuordnung und Abgrenzung der Bodenklassen bzw. Homogenbereiche gegeneinander ergeben. Im Zuge der Pilotprojekte wird wissenschaftlich untersucht, welche Auswirkungen sich aus dem neuen Konzept auf Planung, Ausschreibung, Baudurchführung und Abrechnung von Erdbaumaßnahmen ergeben.

Im Auftrag der Lobbe Abfall GmbH, Iserlohn, wurde die Planung eines Oberflächenabdichtungssystems für die Boden- und Bauschuttdeponie „Rote Halde“ umgesetzt. Die abzudichtende Fläche der Deponie beträgt ca. 5,5 ha. Das Dichtungssystem besteht aus Feinplanum, Bentonit- und Dränmatte sowie darüber liegender Rekultivierungsschicht. Auf den bis 1:2 geneigten Deponieböschungen kommen Geogitter zum Einsatz. Die Bemessung der Geogitter erfolgte nach EBGEO und die Dimensionierung der Dränmatten wurde gemäß den GDA-Empfehlungen vorgenommen.

Für die Landesstraßenbaubehörde in Sachsen-Anhalt haben wir insgesamt 17 Regenrückhaltebecken, überwiegend an Autobahnen, auf den Schadstoffeintrag aus dem Oberflächenwasser untersucht und Empfehlungen zur individuellen Festlegung der Standzeiten für die verschiedenen Retentionsbodenfilter erarbeitet. Mit der in Sachsen-Anhalt umgesetzten Sanierungsstrategie des Umbaus von Nassbecken in Trockenbecken und der Reinigung der Straßenabwässer über Retentionsbodenfilter ist nach 3 Jahren Betriebszeit bereits sicher erkennbar, dass Wartungskosten eingespart und die Entstehung von teuer zu entsorgendem Schlamm vermieden werden kann.

Neben der Beweissicherung für Stuttgart 21, die uns noch viele Jahre beschäftigen wird, waren wir auch an vielen weiteren interessanten Bauwerken tätig. Wir haben u.a. im Residenzschloss und der Fürstenberg Brauerei in Donaueschingen sowie in der Färbergasse, einem zentralen Teil der Altstadt von Freiberg, Beweissicherungsverfahren durchgeführt.

Unser Herr Dipl.-Ing. Lutz Diener ist seit einiger Zeit als anerkannter Sachverständiger für das Eisenbahnbundesamt im Bereich Geotechnik im Eisenbahnbau tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er in diesem Jahr viele Unterlagen für Bahnquerungen geprüft und eine Hangsicherung an der Strecke Grumbach-Marienheide fachtechnisch begleitet. Dort waren Böschungen mit Neigungen bis 43° und bis ca. 20 m Höhe aus verwittertem Tonstein und Schluffstein dauerhaft mittels ver-mörtelter Stützscheiben (HZ-Verfahren) zu sichern und Rigolen in der Böschung anzulegen. Dieses Verfahren durften wir auch an der DB Strecke Treuchtlingen - Nürnberg in Igelsdorf planen und begleiten, nachdem wir die Rutschung, die unmittelbar an der Strecke lag, begutachtet hatten.

Herr Dr.-Ing. Schäfer wird in Kürze der 6. Mitarbeiter sein, der im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Dr. Spang GmbH zum vereidigten Sachverständigen bestellt wird. Wir werden das weiter fördern, unsere Mitarbeiter fortbilden und suchen dazu auch weiter gut qualifizierte Ingenieure und Ingenieurgeologen. Über das Jahr verteilt haben wir unsere Mitarbeiter intensiv im Bereich des Erd- und Grundbaus fortgebildet. Dazu hatten wir Herrn Prof. Dr.-Ing. Schanz und Herrn Dr.-Ing. König von der Ruhruniversität Bochum für 12 Veranstaltungen mit jeweils ca. 1,5 Stunden in unserer Wittener Besprechungszimmer eingeladen und die Vorträge per Videokonferenz in unsere Niederlassungen übertragen. Daneben haben wir Diplom- und Masterarbeiten zur horizontalen Pfahltragfähigkeit und zu Klassifizierungssystemen im Felsbau betreut und führen einen Lehrauftrag an der TU Dortmund zum Thema Spezialtiefbau durch.

Aufgrund der großen Nachfrage und der Vielzahl der bearbeiteten Projekte hat sich unsere Niederlassung in Nürnberg in den letzten drei Jahren sukzessive vergrößert, so dass wir seit dem 01.11.2012 nun in neuen, größeren Räumen in der Erlenstegenstr. 72 für Sie da sind. Die Kollegen in Esslingen werden im kommenden Jahr innerhalb des Gebäudes zusätzliche Räume erhalten, in Naumburg ist der Bau eines neuen Bürostandortes in Vorbereitung.

Weitere detaillierte Informationen über unsere Projekte und das Unternehmen können Sie unserer Homepage www.dr-spang.de entnehmen, die wir stets auf dem aktuellen Stand halten. Nochmals herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Kompetenz und Leistungsfähigkeit, die Ihnen auch im neuen Jahr wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen werden.

Ihnen und Ihren Familien, Ihren Mitarbeitern und Kollegen wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Christian Spang
Dipl.-Geol. Gerhard von Zezschwitz
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Göhner
Dipl.-Ing. Lutz Diener
Dipl.-Geol. Jochen Wolf

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Unsere Nürnberger Niederlassung ist umgezogen

Seit dem 01.11.2012 sind wir unter neuer Anschrift erreichbar:
Dr. Spang GmbH
Erlenstegenstr. 72
90491 Nürnberg

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Seminare an der TAE in Ostfildern/Stuttgart 2012

Verankerungen, Vernagelungen und Pfähle im Grundbau
am 03.12. - 04.12.2012
unter der Leitung von Herrn Dr.-Ing. G. Festag
Mehr Infos zum Seminar: www.tae.de

Tunnelsanierung
am 22.10.2012
unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Christian Spang
Mehr Infos zum Seminar: www.tae.de

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Baugrundtagung 2012

vom (26.) 27. bis 28. September 2012 in Mainz

Auch wir sind wieder mit dabei! Auf der 32. Baugrundtagung im Congress Centrum Mainz stellen wir Aussteller der Fachausstellung Geotechnik.
Besuchen Sie uns in der Rheingoldhalle am Stand K28.

Hier informieren wir Sie gern über unser Leistungsspektrum und aktuelle Projekte. Sie haben dort Gelegenheit, mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung der Dr. Spang GmbH ein persönliches Gespräch zu führen.

Gerne reservieren wir Ihnen auch einen persönlichen Gesprächstermin und nehmen Ihre Wünsche dazu unter 02302 - 9 14 02- 0 oder per E-Mail an zentrale@dr-spang.de entgegen.

Weiter Details zur Baugrundtagung 2012 in Mainz und Informationen finden Sie unter www.baugrundtagung.com

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Seminar zur Ausbildung von qualifizierten Planungsingenieuren
für Tunnel und Erdbauwerke 2009, Felsmechanik


Download Seminarunterlagen (PDF, 21.685 KByte)

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Weihnachtsbrief 2011

Sehr geehrte Geschäftskunden und Partner,

wieder geht ein rasantes Jahr zu Ende, zu dessen Abschluss wir uns bei allen Kunden und Partnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die vielen positiven Rückmeldungen bedanken wollen. Durch die vielseitigen und anspruchsvollen Aufgaben, die wir im Jahr 2011 bearbeiten durften, konnten wir unser Team mit wertvollen Mitarbeitern ergänzen. Dass es ein Jahr war, indem Sie wieder auf unseren Sachverstand gebaut haben, zeigt auch, dass im vergangenen Jahr über 300 neue Projekte zu unserem Erfahrungsschatz hinzugekommen sind - so viele wie nie zuvor in einem Jahr.

Unser traditioneller Jahres- und Dankesbrief reicht nicht dafür aus, diese vielen interessanten Aufgaben zu erwähnen. Ob es nun die Gründung eines komplexen Bauwerks unter anspruchsvollen geotechnischen Voraussetzungen in Mexiko oder die Baumaßnahme eines Einfamilienhauses auf der grünen Wiese war, ob der Erkundungsumfang über 2.000 Bodenaufschlüsse für die Ausbaustrecke der DB AG umfasste oder nur ein Plattendruckversuch zur Beurteilung der Tragfähigkeit vor Ort auszuführen war – wir haben alle Aufträge mit großer Freude angenommen und ausgeführt. Das gesamte Team der Dr. Spang GmbH sagt hierfür Danke !

Der Wasserbau hat sich mehr und mehr als weitere Kernkompetenz neben der klassischen Gründungs-Geotechnik, dem Felsbau, dem Verkehrswegebau und dem Tunnelbau entwickelt. Im vergangenen Jahr haben wir beispielsweise von der Aggerkette GmbH den Auftrag zur Vertieften Überprüfung von 5 Wasserkraftanlagen nach DIN 19 700 erhalten. Die Stauanlagen müssen in geotechnischer und konstruktiver Hinsicht untersucht und nachgewiesen werden, wofür wir mit unserem breit gefächerten Know-How bestens aufgestellt sind.

Eine erfreuliche Entwicklung hat auch das Auslandsgeschäft gemacht, auch wenn viel dieser Arbeit „zuhause“ erledigt wurde. Wir waren in Slowenien, Qatar, Mexiko, Ägypten, Irak, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden tätig. Zu diesen Projekten zählen u.a. die Aufträge der Uhde GmbH zur geotechnischen Beratung für Planung und Ausführung verschiedener Industrieanlagen. Die Abtragung von Horizontalkräften aus Erdbeben für die hohen und leichten Anlagenkonstruktionen in weichen, wenig tragfähigen Böden stellte dabei oft eine besondere Herausforderung an die Wahl und Dimensionierung der Gründung dar.

In Kurdistan im Norden des Irak wurden wir im Zug des Großprojektes Kora-Shaqlawa-Qandeel Highway als Berater für die beiden 2-röhrigen Tunnelbauwerke hinzugezogen. Die Frage nach der Erfordernis einer geschlossenen Sohle wurde nach einem mehrtägigen Baustellenbesuch mit einer FE-Berechnung beantwortet. In Belgien, Luxemburg und den Niederlanden waren wir als Gutachter und Planer im Felsbau tätig. Besonders erwähnenswert ist die Felssicherung in Michelau in Luxemburg, da dort ein 5.000 kJ Schutzzaun in einer Steinbruchhalde gegründet werden muss.

Im Inland waren die Beurteilung von Felsböschungen sowie die Planung von Felssicherungen fester Bestandteil unserer Tätigkeit. In Dresden am Hohen Stein wurde die Planung der Felssicherung weitergeführt. Es handelt sich um einen bis zu ca. 55 m hohen und etwa 200 m langen Böschungsabschnitt unmittelbar an der Bahnstrecke Dresden-Werdau. Als besondere Aufgabe stellte sich auch die Beurteilung der Steinschlaggefahr an der Talsperre „Saidenbach“ heraus. Hier galt es Steinschlagrisiken zu bewerten, die nicht von natürlichen Felsböschungen sondern von einer Staumauer ausgehen, welche mit Natursteinen in einer besonderen Bauweise verblendet ist.

Auch in Bayern waren wir für eine Vielzahl verschiedener Bauämter und für die DB AG im Felsbau tätig. Die Bewertung und Sicherung der Nagelfluh-Felsböschungen am Ostufer der Isar für die Stadt München umfasste z.B. neben der gutachterlichen Bewertung, die Erkundung und Überwachung der großräumigen Hangbewegungen. Die messtechnische Instrumentierung u.a. mit Inklinometern, Gleitmikrometern und Extensometern haben wir geplant und ausgeschrieben, im kommenden Jahr wird erstmals gemessen.

Bei der Ausführungsplanung für die Stützwandsanierung an der über 400 m langen und bis zu 20 m hohen Böschung an der Bahnstrecke in Crailsheim mussten neben einer Übernetzung auch Spritzbeton- und Ortbetonsicherungen bemessen werden. In Heidelberg waren wir bei mehreren Neuplanungen und Sanierungen im Steinschlagschutz und für die Sanierung einer eingestürzten Natursteinmauer tätig. Auch im „Flachland“ war das Thema Böschungen wieder präsent. Nach einer Streckensperrung Anfang Januar wurde an einer Rutschung im bergischen Land eine Sofortmaßnahme mit Baukosten von ca. 1. Mio. Euro geplant und betreut, die Hauptmaßnahme wird im Jahr 2012 realisiert. Am Jahresende erhielten wir von der DB AG Aufträge zur Untersuchung für weitere 11 Böschungen im Bergischen Land und im Siegerland.

Auf dem Gebiet des Spezialtiefbaus waren wir für die Hentschke Bau GmbH auf verschiedenen Baustellen tätig. Aufgaben waren beispielsweise die Verbauplanung für die Fundamentgründung im Nahbereich befahrener Gleise und die Planung eines Baubehelfes für die Herstellung einer durchströmbaren Bohrplattform im Gewässer. Herr Diener konnte neben seiner Prüftätigkeit für verschiedene Maßnahmen als anerkannter Sachverständiger für das Eisenbahnbundesamt im Bereich Geotechnik im Eisenbahnbau, seine langjährige Erfahrung einbringen.

Als besonders anspruchsvoll stellte sich die Peeneklappbrücke in Anklam heraus, bei der unter Betrieb die Gründung der Hubbrücke zu ertüchtigen war. Der organisch geprägte Baugrund und die Integration der beim Rückbau des Altbestandes festgestellten Bauwerksverhältnisse waren besondere Randbedingungen. Unter anderem war es erforderlich, mittels Manschettenrohrinjektion ein 2,5 m mächtiges Gründungspolster aus Ziegel- und Bauschutt zu ertüchtigen. Mit Hilfe von Mikropfählen mussten unter Beachtung des Altbestandes (alte Holzspundwände, Stahlspundwände und alten Gründungselemente) einheitliche Gründungsverhältnisse für die Aufnahme erhöhter Lasten geschaffen werden.

Die Planung, Ausschreibung und Überwachung von HDI-Maßnahmen für die Metro Logistik Group in Hamm sowie die Entwässerungsbetriebe der Stadt Witten waren ebenso Aufgaben des vergangenen Jahres. In Bönen haben wir den Neubau einer 10.000 m² großen Schwerlast-Lagerhalle mit hohen Flächen- und Einzellasten in wenig tragfähigen bindigen Böden begleitet. Neben der klassischen Geotechnik waren dort die Planung und Überwachung der Bodenverbesserung durch Einfräsen von Mischbinder Teil unserer Leistung.

Geotechnisch-markscheiderische Untersuchungen und Bewertung von alten Grubenbauen wurden im Ruhrgebiet (Steinkohle), im Siegerland (Erzbergbau) und bei Helmstedt (Braunkohletiefbau) durchgeführt. Nach Abschluss einer Schachtsanierung laufen derzeit die Vorbereitungen für 2 weitere Schachtsanierungen im Auftrag der RWE. Auch auf dem Gebiet der Tagebausanierung waren wir im vergangenen Jahr tätig. Durch die Schadensereignisse Ende 2010 im Lausitzer Revier wurden umfangreiche Neubewertungen der geotechnischen Gesamtsituation erforderlich.

Im Bereich des Tunnelbaus haben wir u.a. den Bau des neuen Bebenrothtunnels geotechnisch begleitet, für den Kohlbergtunnel Leistungen der Tragwerksplanung erbracht und das geotechnisch-tunnelbautechnische Gutachten für den geplanten Schildvortrieb des Güterzugtunnels in Nürnberg erstellt. Für den geplanten Hochwasserüberleitungsstollen Mulda wurden ein geotechnischer Gesamtbericht mit tunnelbautechnischen Empfehlungen und eine Risikoanalyse für Planung und Bau erarbeitet. Auch im Geschäftsfeld der Tunnelsanierung waren wir z.B. im Burgbergtunnel in Erlangen tätig.

Die Emschergenossenschaft haben wir in der Umgestaltung des Einzugsgebiets der Emscher unterstützt. Hierzu zählten die Erstellung von Baugrund- und Gründungsgutachten für einen DN 2500 Rohrvortrieb unterhalb der BAB A 40, den Umbau des Retentionsbeckens am Schmechtingsbach zu einem Hochwasserrückhaltebecken sowie Bodenmanagementkonzepte zur ökologischen Umgestaltung. Für die Landeshauptstadt Düsseldorf haben wir auch in 2011 zahlreiche Kanalbaumaßnahmen geotechnisch begutachtet. In der Heidelberger Straße ist die Verlegung von Entwässerungsleitungen mittels Rohrvortrieb und Querung der Düssel sowie die Herstellung von großen Regenklär- und Regenrückhaltebecken geplant.

Im Pipelinebau waren wir für die E.ON bzw. die Open Grid Europe z.B. für die Anschlussleitungen im Essener Norden tätig. Hier wird eine Neuverlegung von ca. 6 km innerstädtischer Gasleitungen vorgenommen. Neben den klassischen geotechnischen Leistungen, waren Wasserrechtsanträge, die Dimensionierung der Bauwasserhaltung sowie die Kreuzungsanträge für die DB-Strecken durch uns vorzulegen. Für die vor 3 Jahren bearbeitete „Norddeutsche Erdgasleitung“, die im Zuge der russischen Gaslieferung über die Ostseepipeline gebaut wird, führen wir derzeit die Fachbauleitung der Tiefbauarbeiten in einem Baulos durch. Auch das hydrogeologische Beweissicherungsprogramm als Auflage des Planfeststellungsverfahrens mit der Errichtung von mehr als 120 Grundwassermessstellen mit Datenloggern und regelmäßigen chemischen Wasserkontrollen liegt in unserem Verantwortungsbereich.

Fester Bestandteil unseres Leistungsprofils ist die Beweissicherung im Vorfeld und nach Abschluss von Baumaßnahmen. In allen Niederlassungen konnten wir für verschiedene Auftraggeber – z.B. für Vattenfall und die Stadtwerke Zirndorf – die herausragende Qualität der von uns durchgeführten Beweissicherungsverfahren erneut unter Beweis stellen. Große innerstädtische Beweissicherungsprojekte konnten wir u.a. für den Neubau der Kreissparkasse in Böblingen und das Quartier Gerber in Stuttgart durchführen, bei dem eine 13.000 m² große Baugrube bis 20 m Tiefe hergestellt wird. Seit November sind wir zudem beim Bau des Branichtunnels neben der Beweissicherung auch mit den Erschütterungsmessungen während des Sprengvortriebes beauftragt.

Im Verkehrswegebau führen wir für die Stadtwerke Ulm die Trassenuntersuchungen für 2 neue Straßenbahnlinien mit einer Länge von insgesamt 9 km durch. Ebensolche Leistungen führten wir für den 2-gleisigen Ausbau der Schönbuchbahn bei Böblingen durch. Beim Ausbau der S-Bahn-Strecken um Stuttgart sind wir bei der S 60 baubegleitend als geotechnischer Gutachter für die DB AG tätig. Bei Stuttgart 21 wurden wir trotz der aus bekannten Gründen reduzierten Planungstätigkeit als Sachverständige für Geotechnik zu vielen Fragen des Spezialtiefbaus hinzugezogen, u.a. zur Pfahlgründung der 365 m langen und über 40 m hohen Sulzbachtalbrücke.

Für die DB ProjektBau wurde im Zuge der geplanten Infrastrukturerweiterung in Köln auf 5 km Länge Untersuchungen für den geplanten zweigleisigen Ausbau der bestehenden Trasse durchgeführt. Es wurden die hydrogeologischen, umweltrelevanten und bodenmechanischen Kenngrößen für die Strecke sowie für die Überwerfungsbauwerke, Überführungen und Stützwände ermittelt und aufgearbeitet. Im Großprojekt VDE 8.1.1 – ABS Nürnberg – Ebensfeld wurde die Erkundung mit weit über 2.000 Aufschlüssen abgeschlossen. Parallel dazu haben wir für fast 70 km Strecke und über 650 Ingenieurbauwerke geotechnische Gutachten erstellt. Beim ESTW Solingen sind wir zudem als Umweltkoordinator tätig.

Im Straßenbau können wir exemplarisch von der B 240, OU Weenzen-Nord – Marienhagen berichten. Die ca. 3,6 km lange Ortsumgehung wird mit einem ca. 290 m langen bergmännischen Tunnel der Höhenzug des Duinger Bergs durchfahren. Neben der Lage eines Portals in einer ehemaligen Steinbruchwand sind Einschnitte bis etwa 20 m Tiefe als Besonderheit zu nennen.

Für das kommende Jahr haben wir bereits eine Reihe anspruchsvoller Aufträge erhalten. Besonders hervorzuheben ist dabei ein vom Wirtschaftsministerium beauftragtes Forschungsvorhaben zu Pfahltragfähigkeiten, das wir in Zusammenarbeit mit der FH Münster bearbeiten, sowie ein Auftrag des Verkehrsministeriums zur Boden- und Felsklassifizierung, mit dem die Erneuerung der einschlägigen Vorschriften (z.B. DIN 18 300) vorbereitet wird.

Die wirtschaftliche und politische Lage bleibt in Europa wie in den vergangenen Jahren unklar und unsicher. Trotz der ausgeprägten „journalistischen“ Krisen-Berichterstattung, freuen wir uns auf das Jahr 2012. Durch die Investition in Mitarbeiter und Equipment können wir den kommenden Aufgaben positiv gegenübertreten. Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Kompetenz und Leistungsfähigkeit.

Wir wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Kollegen für das Jahresende ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest einen guten Rutsch und ein gutes und gesundes neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Christian Spang
Dipl.-Geol. Gerhard von Zezschwitz
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Göhner
Dipl.-Ing. Lutz Diener
Dipl.-Geol. Jochen Wolf

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STUVA Tagung 2011

vom 06. bis 08. Dezember 2011 in Berlin auf dem Messegelände.

Unter dem diesjährigen Motto: „Unterirdische Bauen für zukunftsfähigen Umwelt- und Klimaschutz“ findet die STUVA vom 06. bis 08. Dezember 2011 in Berlin statt.

Auch wir sind wieder mit dabei und laden Sie herzlich ein, uns auf der STUVA 2011 zu besuchen. Auf unserem Stand (Nr. B 111, Halle 20) informieren wir Sie gern über unser Leistungsspektrum und aktuelle Projekte. Sie haben dort Gelegenheit, mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung der Dr. Spang GmbH ein persönliches Gespräch zu führen.

Weitere Details und Informationen finden Sie unter www.stuva.de.

Gerne reservieren wir Ihnen auch einen persönlichen Gesprächstermin und nehmen Ihre Wünsche dazu unter (02302) 91402-0 oder per Email per Email an zentrale@dr-spang.de entgegen.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns in Ihrem Besuchsplan für die Fachausstellung berücksichtigen.

Dipl.-Ing. Christian Spang
(Geschäftsführer)

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Seminare an der TAE in Ostfildern/Stuttgart 2011 und 2012

Verankerungen, Vernagelungen und Pfähle im Grundbau
am 29.11. - 30.11.2011
unter der Leitung von Herrn Dr.-Ing. G. Festag
Mehr Infos zum Seminar: www.tae.de

Tunnelsanierung
am 28.11.2011
unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Christian Spang
Mehr Infos zum Seminar: www.tae.de

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8. Kolloquium Bauen in Boden und Fels

am 17. und 18. Januar 2012

Im Rahmen der Fachvortragsreihe Pfähle / Anker
11:00 – 11:30 Uhr, A. Möllmann / R. Schäfer
Herausforderungen an die Bemessung von Gründungspfählen für eine Düngemittelanlage in Alexandria

Im Rahmen der Fachvortragsreihe Tunnelbau
14:30 - 15:00 Uhr, A. Häring, C. Spang
Johannesgrabentunnel – Schadensuntersuchung zur Tunnelsanierung

Im Rahmen der Fachvortragsreihe Hangsicherung
16:30 – 17:00 Uhr, J. Wolf, C. Spang
Tunnel Felstor – Messtechnische Überwachung und Sanierung

Mehr Infos zum Programm: www.tae.de

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Vortragsankündigung Universität Stuttgart
7. Stuttgarter Geotechnik-Symposium

am 29. September 2011

Risiken bei der Nachrechnung einer softwaregestützen Ermittlung der Versagenswahrscheinlichkeit von Hochwasserschutzdeichen
Referent: Dr. -Ing. Axel Möllmann

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Weihnachtsbrief 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

alle Jahre wieder freuen wir uns alle auf ein paar besinnliche Tage, in denen der Arbeitsalltag in den Hintergrund tritt. Fast 5 Jahre sind vergangen seitdem wir - gezwungenermaßen - einen Generationswechsel in der Unternehmensführung erlebt haben. Noch immer sind wir sehr dankbar, dass Sie uns als unsere treuen Kunden, damals wie auch im vergangenen Jahr, das Vertrauen geschenkt haben. Die Dr. Spang GmbH hat auch im Jahr 2010 die Dynamik der Vorjahre beibehalten und konnte viele interessante Aufgaben bearbeiten. Auch in diesem Jahr ist unser Weihnachtsgruß der traditionelle Rückblick auf diese Aufgaben und wichtige Ereignisse.

Herausragend geprägt wurde das vergangene Jahr durch den Aufbau unserer Niederlassung in Nürnberg, die Fertigstellung unseres Neubaus in Witten sowie die Ernennung von Herrn Dipl.-Ing. Lutz Diener zum Sachverständigen für Geotechnik durch das Eisenbahnbundesamt.

Wir haben uns durch unsere neue Niederlassung in Nürnberg eine weitere starke Präsenz in Süddeutschland geschaffen, die sich hervorragend entwickelt. Durch den erfreulich großen Zuspruch insbesondere von Seiten der Deutschen Bahn in Nürnberg, Regensburg, München und Würzburg sowie durch Bauverwaltungen und private Unternehmen, arbeiten inzwischen 7 Mitarbeiter im "bayerischen" Team der Dr. Spang GmbH.
Für die Sparkasse Nürnberg konnten wir den Neubau des Bürogebäudes am Marientorgraben durch die Beweissicherung der Nachbargebäude begleiten. Als herausragendes Projekt ist die Planung und Begleitung der Sprengung des Tunnels "Felstor" zur Wiederherstellung der Betriebssicherheit auf der DB Strecke Nürnberg - Regensburg zu erwähnen. Das Projekt, das seit 1993 durch die Dr. Spang GmbH betreut wurde, fand in der Sprengung der 4.500 m³ Felsmassen am 31.05.2010 und der nur 4 Tage später wieder erfolgten Verkehrsfreigabe seinen Höhepunkt.

Im Bereich der Baugrunderkundung sind wir am Standort Nürnberg u.a. erfolgreich im Großprojekt VDE 8.1.1 - ABS Nürnberg - Ebensfeld - mit der Erkundung und der gutachterlichen Bewertung des Baugrunds der fast 70 km umfassenden Ausbaustrecke beauftragt. Im Tag- und Nachteinsatz werden derzeit über 1.500 Bodenaufschlüsse durchgeführt. Darüber hinaus sind wir als geotechnischer Gutachter des ca. 8 km langen Güterzugtunnel Nürnberg ("Pegnitztunnel") beauftragt, der in maschineller Bauweise erstellt werden soll. Mit den anderen Niederlassungen sind wir für die Infrastruktur der DB AG beispielsweise beim Ausbau des Knotens Köln, Gummersbacher Straße, bei der NBS Rhein/Main - Rhein/Neckar, bei der NBS Erfurt-Halle/Leipzig, sowie bei den Strecken Dresden-Leipzig und Dresden-Berlin und die Lärmsanierung in Bayern tätig, für die wir über 20 Lärmschutzwände erkundet und bewertet haben.

Das Großprojekt Stuttgart 21 ist für uns nicht nur in der Presse und im Fernsehen präsent, sondern auch in der täglichen Arbeit. In einer Ingenieurgemeinschaft sind wir als Sachverständige für Geotechnik und ebenso für die gesamte Beweissicherung in Stuttgart im Auftrag der DB ProjektBau GmbH tätig. Sicher wird dieses Projekt auch in den nächsten Jahren wichtige Aufgaben für uns bereithalten. Für die NBS Wendlingen-Ulm waren und sind wir als Prüfer der geotechnischen Gutachten für die Abschnitte 2.1 und 2.2 einschließlich Albvorlandtunnel, Steinbühltunnel und Boßlertunnel tätig. Neben den genannten Tunneln ist die geotechnische Baubegleitung am Neuen Bebenrothtunnel ebenso zu nennen wie die geotechnisch-/ tunnelbautechnische Bearbeitung der Jura-Querung an der Ith in Niedersachsen. Für das Erdbaulos am Tunnel Eierberge erbringen wir mit ständiger Präsenz die Eigenüberwachung für die ARGE Amand-HBau einschließlich der Eignungsprüfung für bindemittelstabilisierte Böden. Für den Kohlbergtunnel in Pirna haben wir im Rahmen der Entwurfsplanung das Tragwerk für die bergmännischen und die offenen Abschnitte mit der FE-Methode nachgewiesen und dabei Schalenstärke und Querschnitt optimiert.

Im Straßenbau haben wir für die Ortsumfahrungen Freiberg (B101n) und Ofterdingen (B27) die Baugrunderkundung für jeweils mehrere Brückenbauwerke ausgeschrieben und überwacht und die Gutachten erstellt. An der A72 läuft derzeit im Auftrag des Autobahnamtes Sachsen das Erkundungsprogramm für fünf Brücken der Autobahn Chemnitz-Leipzig mit Kernbohrungen und Drucksondierungen. Die Brücken werden auf der Kippe des ehemaligen Braunkohletagebaus Espenhain gegründet. Für den Ausbau des Kreuzes A43 Recklinghausen mit allen zugehörigen Brücken und Überführungsbauwerken haben wir im Aufrag von Straßen.NRW die Erkundung selbst ausgeführt und die Gründungsempfehlungen erarbeitet.
Im Ausland wurden wir im Rahmen des basic und detailed design einer Ammonium-Nitrat-Anlage in Ain El-Sukhna, Ägypten, als geotechnischer Sachverständiger von der Uhde GmbH eingeschaltet. Das Projektgebiet der Anlage umfasst eine Fläche von ca. 330 m x 300 m und ist durch eine anspruchsvolle Geologie gekennzeichnet. Den hohen Anforderungen an die max. Setzungen und Setzungsdifferenzen stehen stark mächtige, normalkonsolidierte Tonböden mit sehr geringen Steifigkeiten gegenüber. Zur Einhaltung der Anforderungen sind Sondergründungsverfahren nötig, welche insbesondere eine dezidierte bodenmechanische Beurteilung der Tonschichten erfordern.

Im Auftrag des Lippeverbands führen wir die geotechnische und hydrogeologische Überwachung sowie QS-Maßnahmen für die Kanalbaumaßnahme "Dattelner Mühlenbach / SKU Hachhausen" durch. Die Kanalbaumaßnahme umfasst die Verlegung mehrerer Sammler in offener und geschlossener Bauweise über eine Gesamtstreckenlänge von ca. 1,25 km. Neben den parallel geführten maschinellen Vortrieben zählen insbesondere die auftriebssicheren Sohlen der Bohrpfahlgruben des Vortriebs sowie ein ca. 135 m langer Spundwandkasten mit einer Tiefe von bis zu 8 m zu den geotechnisch anspruchsvollen Leistungen.

Für die Landeshauptstadt Düsseldorf haben wir über unseren Rahmenvertrag eine große Anzahl von Kanalbaumaßnahmen mit Durchmessern von DN 300 bis DN 1.200 mit innerstädtischen Baugruben und Stollenvortrieben untersucht und Baugrund- und Altlastengutachten erstellt. In diesem Zuge wurden wir auch mit der Untersuchung für die Flächenentwicklung der alten Gerresheimer Glashütte beauftragt, die eine Fläche von ca. 120.000 m² umfasst. Es sollte die grundsätzliche Bebaubarkeit in Hinblick auf die Entwässerung, den Straßenbau und den geplanten Hochbau untersucht und bewertet werden. Zudem erstellen wir ein qualifiziertes Abbruchkonzept für die derzeit noch bestehende Bebauung.

Im Tätigkeitsfeld Umwelt / Altlasten waren wir an der Untersuchung und der Sanierung von Schadensfällen beteiligt, so bei einem entgleisten Tankwagon in Stuttgart und der vertieften Gefährdungsabschätzung der Fläche des Eisenbahnsport-Vereins in Hamm. Konzept und Ausschreibung für den Abbruch haben wir zudem im Münzbachtal in Freiberg erstellt, wo auf dem ehemaligen Industriegelände ein Regenrückhaltebecken entstehen soll. Ebenfalls in Freiberg haben wir die Sanierung für die Spülhalde Hammerberg geplant.

Die Abteilung "Naturschutz" in Freiberg hat inzwischen eine Vielzahl von Projekten erfolgreich bearbeitet. Die Gründung der Abteilung erfolgte unter anderem vor dem Hintergrund Leistungen der ökologischen Bauüberwachung bei Infrastrukturprojekten bzw. die naturschutzrechtliche Genehmigungsplanung für unsere Felsbauprojekte übernehmen zu können. Wir können jetzt ohne weitere Beteiligte unsere Projekte schnell vorantreiben und umsetzen. Es ist für Planungszeit und Ergebnis von Vorteil wenn Planung und Naturschutz "aus einer Hand" kommen. Die bisher auf die Felssicherung fokussierte Arbeit wollen wir in den nächsten Jahren auf weitere Bereiche wie den Pipelinebau und den Wasserbau ausdehnen.

Auch im Pipelinebau konnten wir dieses Jahr zu unserer über 1.000 km umfassenden Erfahrung weitere km hinzufügen. Herauszuheben ist dabei die 72 km lange Ferngasleitung DN 1.000 zwischen Schwandorf und Windberg durch den Bayrischen Wald. Baugrunduntersuchungen für Trasse, Rohrvortriebe, Microtunnel und Düker, Wasserwirtschaftliche Beweissicherung - Bestandserhebungen, Um- / Neuplanung landwirtschaftlicher Dränagen sowie die Planung für Grundwasserentnahmen und -einleitungen sind dabei unsere Aufgabe. Die Leitung liegt aufgrund der sehr hoch und wechselnd anstehenden Granite in anspruchsvollen geologischen Verhältnissen. Auch kleinere Projekte wie die Anschlussleitungen "Essener Norden" und die 93. Umverlegung der Leitung 2 in Düsseldorf - Grafenberg haben aufgrund der zumeist innerstädtischen Lage ihren Anspruch.

An der "Gehobenen Hase" bei Quakenbrück lag eines unserer Projekte im Wasserbau. Die Baugrunduntersuchung für den geplanten Umbau des bestehenden Überfallwehres zu einer naturnah ausgebildeten Sohlengleite und die Zustandsanalyse der Deiche des Fließgewässers wurden von uns durchgeführt. Wir haben zudem seit Mitte des Jahres den Auftrag zur Untersuchung des ca. 26 Mio. m³ umfassenden Polders Orsoy am Rhein. Von der Stadt Bamberg erhielten wir den Auftrag für Untersuchung und Standsicherheitsnachweis eines neu zu erstellenden Hochwasserschutzdamms mit einer Länge von ca. 3 km.

Die Fels- und Hangsicherung und der Steinschlagschutz waren wieder tragende Pfeiler unserer Tätigkeit. Felssicherungsprojekte in Illingen im Saarland, in Heilbronn-Klingenberg, in Albstadt, in Neuffen auf der Schwäbischen Alb, an 20 Felsböschungen im Stadtgebiet von Essen, am Hengesteysee in Dortmund, an 3 Stellen im Pegnitztal - in Velden, in Hartenstein und in Rupprechtstegen - in Pentling und in Matting im Donautal sowie in Boxberg, Hösbach, Flieden, Sechshelden und in Bad Reichenhall haben unsere langjährige Erfahrung in der Felssicherung weiter vergrößert. Neben den genannten Projekten sind die Baustellen am Russenstein in Heidelberg, in Krommenthal bei Würzburg und an der B 19 in Künzelsau inzwischen abgeschlossen. Für die Sanierung am Portal des Tunnels Göggelsbuch auf der Strecke Nürnberg - Ingolstadt sowie die Sanierung in Igelsdorf bei Nürnberg und in Hochheim bei Frankfurt waren hingegen Lockergesteinsfragestellungen maßgebend.

Wir haben an allen Standorten unsere Kapazitäten erweitert. Drei weitere Mitarbeiter sind beispielsweise zum Team der NL Esslingen hinzugekommen und sind nun im Gelände und im Büro im Einsatz. Dies war nicht nur wegen den Großprojekten, sondern auch wegen der zahlreichen kleineren Projekte, die traditionell einen großen Anteil an unserer Tätigkeit an allen Standorten ausmachen, erforderlich. So durften wir in Esslingen z.B. mit einem Kinderhaus, einem Kulturzentrum und einer Stützwandsanierung wieder einige Projekte für die Stadt Esslingen geotechnisch bearbeiten. Über unsere Rahmenverträge mit der DB AG gingen in allen Niederlassungen zahlreiche Aufträge ein. Hierzu zählen Bahnhofsumbauten, Aufzugseinbauten, Brücken, Unterführungen und Stützbauwerke in ganz Deutschland.

Trotz des positiven Rückblicks stehen noch offene Aufgaben an, die wir uns selbst im Rahmen einer Tagung der leitenden Angestellten gestellt haben. Im kommenden Jahr wollen wir beispielsweise unser bestehendes Qualitätsmanagementsystem grundlegend überarbeiten und kürzen, so dass wieder ein handhabbarer Leitfaden für die tägliche Arbeit entsteht. Die Organisation und die Effektivität der CAD-Abteilung und der Felderkundung werden wir in einigen Bereichen noch weiter steigern und verbessern. Auch wenn manche Mitbewerber uns dafür belächeln, werden wir auch in Zukunft weiterhin eigene Labor- und Feldkapazitäten vorhalten. Derzeit haben wir 8 Fahrzeuge mit Bohrequipment im Einsatz und betreiben 2 geotechnische Labore. Aus unserer Sicht ist das der beste Weg um die Kontrolle über die Qualität, Wirtschaftlichkeit und die Bereitstellung kurzfristiger Kapazitäten zu gewährleisten.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen aufschlussreichen Überblick über das letzte und das kommende Jahr geben konnten. Wir haben weiter in Mitarbeiter und Equipment investiert und unser Unternehmen für die kommenden Aufgaben gestärkt. Somit geht ein sehr vielseitiges Jahr erfolgreich zu Ende und lässt ein ebenso interessantes und abwechslungsreiches neues Jahr erwarten. Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Kompetenz und Leistungsfähigkeit, die Ihnen auch im neuen Jahr uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Wir wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Kollegen für das Jahresende ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, einige erholsame Tage zwischen den Jahren und ein gutes und gesundes neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Christian Spang
Dipl.-Geol. Gerhard von Zezschwitz
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Göhner
Dipl.-Ing. Lutz Diener
Dipl.-Geol. Jochen Wolf

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Fünf vereidigte Sachverständige in unserem Unternehmen

Seit Juli 2010 ist Lutz Diener, Leiter unserer Niederlassung in Freiberg, zum öffentlich bestellten und vereidigten EBA-Sachverständigen, Sachgebiet Geotechnik, ernannt worden.

Neben Herrn Dr.-Ing. Gerd Festag, der im Jahr 2008 zum vereidigten Sachverständigen für das Gebiet Grundbau, Erdbau im Verkehrswegebau, öffentlich bestellt wurde, ist Herr Dipl.-Geol. Bernd Hippler seit 2003 unser Sachverständiger für Standsicherheitsfragen in Gebieten oberflächennahen Bergbaus im Bezirks des Landes NRW. Herr Dr. Uwe Knobloch ist vom sächsischen Oberbergamt anerkannter Sachverständiger für Geotechnik. Seit 18 Jahren ist Herr Dr.-Ing. Schilde anerkannter Sachverständiger für Erd- und Grundbau nach DIN 1054 Bauordnungsrecht, bestätigt vom Institut für Bautechnik Berlin.

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31. Baugrundtagung 2010 und Jubiläumstagung 60 Jahre DGGT
vom 03. bis 06. November 2010 im Congress Center München (ICM)

Ergänzend zum dem reichhaltigen Tagungs- und Exkursionsprogramm werden sich während der Baugrundtagung 2010 auf der Fachausstellung Geotechnik in- und ausländische Unternehmen präsentieren.

Auch wir sind wieder mit dabei und laden Sie herzlich ein, uns auf der diesjährigen Baugrundtagung zu besuchen. Auf unserem Stand (Nr. 57, Halle B0) informieren wir Sie gern über unser Leistungsspektrum und aktuelle Projekte. Sie haben dort Gelegenheit, mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung der Dr. Spang GmbH ein persönliches Gespräch zu führen. Es erwarten Sie u.a. Herr Dipl.-Ing. L. Diener (NL Freiberg), Herr Dipl.-Ing. (FH) B. Göhner (NL Esslingen), Herr Dipl.-Geol. Jochen Wolf (NL Nürnberg), Herr Dipl.-Geol. G. v. Zezschwitz (Zentrale Witten) und Herr Dipl.-Ing. C. Spang.

Seit 60 Jahren richtet die Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.v. wissenschaftliche Tagungsveranstaltungen aus, die im 2-Jahres-Turnus stattfinden. Weitere Details und Informationen finden Sie unter www.baugrundtagung.com.

Gerne reservieren wir Ihnen auch einen persönlichen Gesprächstermin und nehmen Ihre Wünsche dazu unter (02302) 91402-0 oder per Email an zentrale@dr-spang.de entgegen.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns in Ihrem Besuchsplan für die Fachausstellung berücksichtigen.

Dipl.-Ing. Christian Spang
(Geschäftsführer)

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Seminare an der TAE in Esslingen

Veranstaltet von der Dr. Spang GmbH

Verankerungen und Vernagelungen
am 29.11. - 30.11.2010
unter der Leitung von Herrn Dr.-Ing. G. Festag
Mehr Infos zum Seminar: www.tae.de

Tunnelsanierung
am 06.12.2010
unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Christian Spang
Mehr Infos zum Seminar: www.tae.de

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Sprengung Felstor....
Die Ära von Deutschlands kürzestem Tunnel ist zu Ende


Dr. Spang GmbH

Artikel der Dr. Spang GmbH im Regensburger Netz Bote

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